Skip to main content

„Österreich für dich“– die wichtigsten Nachrichten der Woche

Willkommen zur neuen Ausgabe „Österreich für dich“. Schön, dass du wieder dabei bist.

Wie immer haben wir in den letzten Tagen die Nachrichten angeschaut und für dich die wichtigsten Themen der Woche zusammengestellt. Da war einiges los: Die Corona-Zahlen steigen wieder. Die Regierung hat neue Regeln für Zuwander:innen vorgestellt. Und seit zwei Wochen wird viel über drei Nonnen berichtet, die nicht aus ihrem Kloster ausziehen wollen.

Damit auch du gut informiert bleibst, fassen wir hier die wichtigsten Nachrichten zusammen.

Wir schreiben unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Diesen Newsletter schreiben wir aber auch für alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.

Das sind heute unsere Themen:

🔸 Die Corona-Zahlen steigen wieder: Wem Expert:innen zur Impfung raten
🔸 Neue Regeln für Integration: Was sich für Zuwander:innen ändern wird
🔸 Rekord: Heuer sind besonders viele Firmen pleite
🔸 Protest: Warum drei Nonnen seit zwei Wochen ihr Kloster besetzen

Warum die Corona-Zahlen jetzt wieder steigen

Dass sich jetzt wieder mehr Menschen mit Corona anstecken, ist kein Zufall. Kinder sind wieder in der Schule. Die Urlaubszeit ist vorbei. In Büros, auf Straßen und in Geschäften sind wieder mehr Menschen unterwegs.

Vor allem die Proben aus dem Abwasser zeigen, dass sich mehr Menschen mit Corona angesteckt haben. Abwasser ist das Schmutzwasser, das aus Toiletten und Abflüssen in den Kanal läuft. Darin finden Forscher Reste des Virus. Je mehr Viren dort gemessen werden, desto mehr Menschen sind im Land angesteckt.

Das Foto zeigt einen Covid-19-Antigen-Schnelltest mit zwei roten Linien auf dunklem türkisen Hintergrund, daneben liegt ein Wattestäbchen.
Ein Corona-Schnelltest zeigt, ob man sich mit dem Virus angesteckt hat. Foto: Dieses Bild hat die KI gemacht.
Was raten Expert:innen, wenn man sich krank fühlt?

„Ältere Menschen und Menschen mit Vor-Erkrankungen sollen schon bei den ersten Symptomen zum Arzt gehen und sich testen lassen. Denn es gibt Medikamente gegen Covid-19. Die helfen aber nur, wenn man sie gleich zu Beginn nimmt“, sagt der Virus-Experte Florian Krammer im ORF-Radio Ö1.

Was sind Vor-Erkrankungen?

Vor-Erkrankungen bedeutet: Menschen sind schon vorher krank. Das kann verschiedene Krankheiten betreffen, wie zum Beispiel:

  • ständige Probleme mit der Lunge

  • Krankheiten am Herzen oder an den Nieren

  • Zuckerkrankheit (Diabetes)

  • starkes Übergewicht

  • ein schwaches Abwehrsystem

Welche Symptome gibt es?

„Manche Menschen haben nur leichtes Halskratzen. Andere haben eine normale Erkältung. In seltenen Fällen gibt es schwere Probleme mit der Lunge,” sagt die Virus-Expertin Monika Redelberger-Fritz im Ö1-Interview.

Wer soll sich impfen lassen?

Die Impfung ist für alle Menschen ab sechs Monaten möglich. Besonders wichtig ist sie für ältere Menschen ab 60 Jahren. Auch Schwangeren und Frauen, die ihr Kind stillen, wird zur Impfung geraten. Sie geben den Schutz an ihr Kind weiter.
Aber auch alle anderen können sich impfen lassen.
Die Corona-Impfung ist in Österreich für Kinder ab 6 Monaten zugelassen.

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Expert:innen empfehlen, sich jetzt impfen zu lassen. Denn in den nächsten Wochen wird es immer mehr Corona-Fälle geben.

Wie gut schützt die Impfung?

Im Moment ist die Variante Stratus im Umlauf. Der neue Impfstoff passt gut zu dieser Variante. Das sagt Virus-Experte Florian Krammer.

Wo kann man sich impfen lassen?

Die Impfung gibt es bei der Hausärztin oder beim Hausarzt. Auch Impf-Zentren in den Bundesländern bieten die Impfung an. Zudem kann man sich bei Gesundheits-Diensten impfen lassen.

Was kostet die Impfung?

Die Corona-Impfung ist in Österreich gratis.

Wo gibt es mehr Informationen?

Auskunft bekommt man unter der Telefon-Nummer 1450. Auch Apotheken informieren, wo und wie man sich impfen lassen kann.

Auf der Webseite gesundheit.gv.at (Opens in a new window) gibt es eine Liste mit Beratungs- und Impf-Stellen in allen Bundesländern.

 Neue Regeln für Integration in Österreich

Die Regierung hat neue Regeln für Integration beschlossen. Sie gelten für drei Jahre. In dieser Zeit sollen Menschen, die in Österreich Schutz gefunden haben, Deutsch lernen und so schneller eine Arbeit finden.

Mit diesen Regeln will die Regierung diesen Menschen helfen, „für sich selbst und für die Gesellschaft zu sorgen“, sagt Sozial-Ministerin Korinna Schumann (SPÖ). Das heißt: Die Menschen sollen möglichst schnell ihr eigenes Geld verdienen. Sie sollen nicht mehr von der Hilfe durch den Staat leben müssen.

Wer ist betroffen. Die neuen Regeln gelten für fast alle, die in Österreich Schutz suchen oder schon Schutz haben. Dazu gehören Flüchtlinge, Menschen mit guten Chancen auf Asyl, Personen mit eingeschränktem Schutz-Status und Geflüchtete aus der Ukraine.

Was ist neu. Bisher war es so: Erst wenn man Asyl bekommen hat, durfte man mit Kursen beginnen. Jetzt sollen die Kurse sofort starten, auch wenn das Verfahren noch läuft.

Pflichten. Alle Menschen im Programm müssen in drei Jahren drei Dinge schaffen. Sie müssen Deutsch bis zum Niveau A2 lernen. Sie müssen Werte-Kurse besuchen. Und sie müssen bei der Suche nach Arbeit Hilfe vom AMS (Arbeitsmarkt-Service) annehmen.

Das Foto zeigt eine grüne Schultafel mit handschriftlicher Kreideaufschrift „Deutschkurs A2.2“. Symbolfoto für die neuen Regeln, nach denen Zuwander:innen in drei Jahren Deutsch auf A2-Niveau können sollen.
Neue Regeln: Zuwander:innen sollen nach drei Jahren Deutsch auf A2-Niveau können. Foto: Dieses Bild hat die KI gemacht

Beihilfe. In diesen drei Jahren bekommen die Betroffenen eine Integrations-Beihilfe. Das ist Geld zum Leben. Noch ist nicht entschieden, wie hoch diese Beihilfe sein wird. Möglich ist, dass es am Anfang weniger Geld gibt und später mehr, wenn man alle Vorgaben erfüllt. Die Integrations-Beihilfe ist aber geringer als die normale Sozial-Hilfe. Erst nach drei Jahren gibt es die volle Sozial-Hilfe.

Ausnahmen. Manche Menschen müssen nicht alle Vorgaben erfüllen. Zum Beispiel, wenn sie schwer krank sind. Oder wenn sie zuerst Lesen und Schreiben lernen müssen.

Strafen. Wer die Regeln nicht erfüllt, muss mit Strafen rechnen. Das gilt, wenn jemand nicht zu den Kursen geht. Es gilt auch, wenn man nach drei Jahren das Sprach-Niveau A2 nicht erreicht. Die Strafen können weniger Geld bedeuten. Oder man muss eine Geld-Strafe zahlen.

Wann die neuen Regeln genau starten, ist noch nicht entschieden.

Immer mehr Firmen in Österreich müssen zusperren

In Österreich gibt es heuer so viele Firmen-Schließungen wie noch nie. Fachleute rechnen bis zum Jahresende mit rund 7.000 Insolvenzen.

Insolvenz bedeutet: Eine Firma hat kein Geld mehr, um ihre Rechnungen oder Löhne zu zahlen. Ein Gericht prüft dann, ob die Firma geschlossen werden muss oder ob sie noch gerettet werden kann.

Wie sich die Zahl der Insolvenzen in den vergangenen Jahren entwickelt hat, zeigt diese Grafik.

Das Bild zeigt ein Linien- und Balkendiagramm mit der Entwicklung der Firmenpleiten in Österreich von 2015 bis 2024. Die Zahlen sinken von rund 5.200 Fällen im Jahr 2015 auf etwa 3.000 in den Jahren 2020 und 2021. Danach steigen sie stark an: 4.775 im Jahr 2022, 5.380 im Jahr 2023 und ein vorläufiger Höchststand von 6.587 im Jahr 2024.

Heuer ist die Lage besonders dramatisch: Von Jänner bis September konnten mehr als 5000 Firmen ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Sie hatten kein Geld mehr für Waren, für die Miete ihrer Geschäftslokale und Büros oder für die Löhne der Angestellten. Besonders betroffen sind der Handel (also Geschäfte), die Baufirmen sowie Hotels und Gaststätten. Aber auch kleine Betriebe wie Handwerker oder Bäckereien sowie die Industrie haben große Probleme.

Der Grund für die vielen Schließungen: Die Wirtschaft in Österreich ist seit längerer Zeit schwach. Viele Firmen müssen mehr Geld für Strom und Mitarbeiter:innen zahlen. Gleichzeitig kaufen die Menschen weniger ein. Auch aus Deutschland kommt weniger Nachfrage nach Waren aus Österreich. Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner des Landes.

Besonders schlimm ist: Rund 1800 Betriebe hatten nicht einmal mehr das Geld für ein Insolvenz-Verfahren. Wenn es so ein Verfahren nicht gibt, muss eine Firma sofort zusperren. Damit verlieren auch alle Mitarbeiter:innen sofort ihren Arbeitsplatz.

Drei Nonnen besetzen seit Wochen ihr Kloster

In Salzburg sorgen drei ältere Klosterschwestern (Nonnen) für Aufsehen. Schwester Bernadette (88), Schwester Regina (86) und Schwester Rita (81) verließen ihr Pflegeheim. Sie gingen zurück in ihr früheres Kloster Goldenstein bei Salzburg. Dort haben sie jahrzehntelang gelebt und gearbeitet.

Diese Foto zeigt die drei Nonnen Regina, Rita und Bernadette in traditioneller schwarzer Ordenstracht mit weißem Schleier sitzen nebeneinander in einem Raum. Hinter ihnen steht ein Tisch mit Blumen, Büchern und religiösen Gegenständen.
Die Klosterschwestern Regina, Rita und Bernadette weigern sich seit Wochen, ihr Kloster zu verlassen. Foto: Bildschirmaufnahme Instagram-Konto nonnen_goldenstein

Die Kirche hatte das Kloster 2024 geschlossen. Die Frauen kamen in ein Pflegeheim, wo sie sich aber nicht wohlfühlten. Ihnen war immer versprochen worden, dass sie im Kloster bleiben dürfen.

Schließlich haben sich die drei Nonnen im Pflegeheim abgemeldet. Mit der Hilfe anderer Menschen und einem Schlüsseldienst gingen sie zurück ins Kloster. Seitdem hat die Kirche die drei Schwestern mehrmals aufgefordert, wieder ins Pflegeheim zurückzukehren. Doch die drei weigern sich.

Viele Menschen unterstützen die drei Nonnen. Sie bringen ihnen Essen, Medikamente und alles, was sie sonst noch brauchen. Außerdem haben sie den drei Nonnen geholfen, ihre Geschichte bekannt zu machen. Bernadette, Regina und Rita haben inzwischen einen eigenen Instagram-Kanal mit mehr als 15.000 Fans. Dort zeigen sie jeden Tag, wie es ihnen geht und was sie machen.

Hier gehts zum Insta-Kanal der drei Nonnen (Opens in a new window).

Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, es war auch für dich etwas Interessantes dabei.

Ein großes Dankeschön an alle, die uns in den letzten Wochen Feedback gegeben haben. Über das Lob haben wir uns sehr gefreut. Und die vielen Anregungen und Tipps helfen uns sehr, diesen Newsletter Schritt für Schritt besser zu machen.

Ganz fertig sind wir damit noch nicht. In den nächsten Wochen arbeiten wir weiter daran. Und im nächsten Newsletter erzählen wir dir, wie wir unsere Angebote künftig noch besser für dich gestalten wollen.

Doch natürlich interessiert uns auch dieses Mal deine Meinung.

Danke für dein Feedback.

Wenn dir dieser Newsletter weitergeleitet wurde, kannst du ihn hier abonnieren.

Empfiehl unseren Newsletter gerne weiter an Freund:innen, deine Familie und alle, die sich über Österreich informieren möchten.

Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag, den 25. September 2025.
Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.

Liebe Grüße

Petra und Michi
Team „Österreich für dich“