Es zeichnete sich ja ab, daher heute das Update: Ich bin von meinem Vertrag mit dem Hybrid Verlag zurückgetreten.
Nachdem ich nach dem letzten Kontakt (hier die Vorgeschichte (Opens in a new window)) nichts weiter gehört habe, habe ich endgültig die Reißleine gezogen.
Dieses “Ghosting”, bzw. das ewige Warten bei jeder An- und Rückfrage hat mich jetzt zwei Jahre lang mürbe gemacht. Nun war der Punkt gekommen, Abschied zu nehmen.
Ein befreundeter Autor ist Anwalt und hat mir geholfen, meine Kündigungsemail rechtssicher aufzusetzen. Heute hat der Verlag die Vertragsauflösung bestätigt.
Nachdem in der Verlagswelt der nächste Kleinverlag dichtgemacht hat, (Opens in a new window) hat “mein” Verlag vielleicht gerade andere Sorgen als Autorinnen, die abspringen? Die Frage drängte sich mir auf, aber darüber zu spekulieren ist wahrscheinlich sinnlos.
Ich bin vorerst bedient mit Verlagen und klinge deshalb eventuell etwas zynisch. Tut mir leid! Das ist eigentlich nicht meine Art. Ich will auch gar nicht meinen Frust hier reinschreiben, aber natürlich tut mir das auch weh, und ich bin enttäuscht und wütend. Während dieses Kapitel nun schließt, merke ich, wie belastend das ganze Thema für mich war. Es hat mich zunehmend runtergezogen und wenn ich nachgefragt habe, kam ich mir immer blöder vor.
Ich verstehe auf einem ganz menschlichen Level nicht, dass ich nach zwei einfühlsam formulierten Mails, in denen ich meine Gefühle schildere und um Klärung bitte (es waren wirklich keine Vorwürfe drin), keine Antwort bekomme. Oder nur diese: “Mach dir keine Sorgen, wir melden uns.”
Bin ich zu sensibel? Mich hat seit Jahren nichts mehr so verletzt wie dieser Umgang. Ich dachte, in einer kreativen Branche sei das nicht so. Da habe ich mich wohl geirrt.
Die Bestätigung der Vertragsauflösung kam als Zweizeiler. Kein Bedauern darüber, dass es nicht gut gelaufen ist, keine Entschuldigung.
Nein, ich habe nichts anderes erwartet. Genau genommen habe ich damit gerechnet, dass sie die Frist verstreichen lassen und sich gar nicht mehr melden.
Tja. Wer weiß, wozu das gut ist?
Meine Gefühle sind noch nicht in der Erleichterung angekommen. Noch überwiegen Trauer und Wut.
Darkadian Gods
Bei dem Werk, das ich bei dem Verlag unter Vertrag hatte, handelt es sich um die Trilogie “Darkadian Gods”, eine Dark Fantasy-Trilogie, die emotional tief und strukturell komplex ist, um das mal einfach auszudrücken. Viele, die mir schon lange folgen, kennen den Arbeitstitel “George und Deborah”. (Kapitel 1 habe ich hier schonmal veröffentlicht. (Opens in a new window))
Es ist das Herzstück des Darkadiums und es verdient mehr, als zwei Jahre lang ignoriert zu werden.
Lange habe ich aus sentimentalen Gründen an dem Vertrag festgehalten, dabei türmen sich rational die Gründe, von dem Verlag Abstand zu nehmen.
Wie geht es weiter?
Wenn ich eins in meinem Leben gelernt habe, dann Folgendes: Keine Niederlage und kein “Scheitern” ist jemals das Ende einer Geschichte.
Ich weiß noch nicht, wie es weitergeht. Oder wann. Aber ich weiß, dass dies nicht das Ende ist.
Das Manuskript bekommt jetzt eine Pause. Ich muss etwas Kraft sammeln. Ich stecke eigentlich tief in Band 2, aber ich werde über den Sommer viel nachdenken und mich neu ausrichten. Die Trilogie wird kommen, auf dem ein oder anderen Weg. Das verspreche ich. :)
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Nächste Woche geht’s weiter mit der Illustration von Sophia. Da habe ich einen kleinen Ausschnitt als Teaser mitgebracht:

“Tango und Tod” (Opens in a new window)bringt mir gerade dafür NUR FREUDE. Ich programmiere an meinem Autorenshop, habe das Manuskript fast fertig, und ich liebe den Austausch mit den Bloggern und die Vorbereitung des Marketings. Das gibt mir gerade sehr viel Kraft. Und heimlich hoffe ich, dass das Buch richtig, richtig erfolgreich wird, so unwahrscheinlich das auch ist.
Danke dir für’s Lesen 🫶. Nächstes Mal bin ich wieder fröhlicher.
Liebe Grüße und bis bald,
Sonja