Dies ist ein Artikel des Psychoaktiven Magazins - denn nicht alle Gedanken passen in eine Podcast-Folge. Das Psychoaktive Magazin für alle Steady-Mitglieder beschäftigt sich mit Fallanalysen, philosophischen Ideen und Bewertungen von aktuellen Geschehen. Natürlich immer in Bezug auf Drogen und Sucht. Alle Artikel findest du im Archiv!
Auf dem Heimweg vom Sport lauschte ich im Deutschlandfunk einem Beitrag über Haikus (Opens in a new window). Schon wieder Haikus... Nachdem ich damals im Gymnasium ein paar klägliche Versuche gestartet habe Haikus im Deutschunterricht zu verfassen, habe ich seit Jahren nicht mehr an diese Gedichtsform gedacht.
Und jetzt begegnet sie mir innerhalb von zwei Wochen in zwei komplett unterschiedlichen Kontexten und wecken mein Interesse auf einer ganz anderen Ebene.
Wildschweine sogar
werden weggeweht
Herbststurm- Matsuo Bashō (1644–1694)
Aber starten wir mal von Anfang. Was sind Haikus eigentlich?
Haiku ist eine japanische Gedichtsform. Es sind Kurzgedichte und bestehen gerade mal aus drei Zeilen mit insgesamt siebzehn Silben. Reimen muss sich ein Haiku dabei nicht.
Im Deutschunterricht habe ich sie auch als nichts anderes als das gesehen. Kurze, einfache Gedichte.
Da ich schon damals gerne Gedichte geschrieben habe, fand ich diese Art ehrlich gesagt etwas faul und unspektakulär.
Meine erneute Begegnung mit Haikus war diesmal eine andere.