Was denken Soziologen, Philosophen und Kulturwissenschaftler über Spiele? Über was wird in den Game Studies diskutiert? Ich habe diese Reihe mit Auf Abwegen - Folk horror, Videospiel und das Problem der Natur (Opens in a new window) von Daniel Illger begonnen. Es gibt dazu unter Berichte eine eigene Kategorie (Opens in a new window), in der alle Erkundungen und Podcasts über Game Studies einsortiert werden.
Diesmal geht es allerdings nicht um einen Aufsatz, sondern um eine Sammlung von 50 Artikeln auf 420 Seiten von deutschsprachigen Spiele-Journalisten und Kulturwissenschaftlern. Einige davon wie Daniel Appel, Rudolf Inderst, Daniel Martin Feige, Eugen Pfister oder Felix Zimmermann kennt ihr vielleicht schon aus einem meiner Podcasts (Opens in a new window).
(Opens in a new window)Im Sammelband Computerspiele - 50 zentrale Titel (Opens in a new window) beschäftigen sie sich mit den Eigenheiten, Einflüssen sowie Wirkungen markanter Spiele aus einem Zeitraum von über fünf Jahrzehnten: Von Pong aus dem Jahr 1972 über Pac-Man aus dem Jahr 1980, von Monkey Island aus dem Jahr 1990 über Silent Hill von 2001 bis hin zu Minecraft von 2011 und Death Stranding von 2019. Auch die Herausgeber Daniel Martin Feige und Rudolf Inderst widmen sich mit Planescape Torment von 1999 sowie Fallout 3 von 2008 zwei Spielen.
Es ist keine akademische Bestenliste der "50 besten Spiele", vielmehr eine Auswahl relevanter Spiele von FIFA bis Final Fantasy, mit der man sich einen Überblick über mehrere Jahrzehnte der Spielentwicklung sowie die kulturelle Wirkung verschaffen kann. Es geht auch um ein Pokémon von 1996, Anno 1602 von 1998, ein Bejeweled von 2000, Call of Duty 4: Modern Warfae von 2007, Dota 2 von 2013 oder Fortnite von 2017. Ich habe ebenfalls einen Beitrag zu Shadow of the Colossus aus dem Jahr 2005 geschrieben, den ihr hier als Vertiefung zum Lesen und Hören (Opens in a new window) findet.
Computerspiele - 50 zentrale Titel ist kürzlich auf Deutsch beim transcript Verlag (Opens in a new window) für 39 Euro kartoniert oder als E-Book erschienen. Das ist der sechste Band der Reihe Game Studies (Opens in a new window), dessen bisherige Veröffentlichungen (u.a. Spiel*Kritik - Kritische Perspektiven auf Videospiele im Kapitalismus oder Politiken des (digitalen) Spiels -Transdisziplinäre Perspektiven ) im Open Access zugänglich sind.
Ich heiße Jörg Luibl, bin freier Journalist und biete mit Spielvertiefung seit November 2021 ein unabhängiges Magazin an, in dem die Kultur und nicht der Klick relevant ist. Ich arbeite alleine und verzichte komplett auf Werbung, Kooperationen sowie über KI erstellte Inhalte. Diese Alternative zum Reichweiten-Journalismus ist nur dank der Unterstützer über Steady (Opens in a new window) möglich. Vielen Dank an alle Abonnenten (Opens in a new window)!