
Liebe Freunde,
gleich zweimal beschäftigt uns diesen Monat das Thema „Rezensionen“. Denn zum einen bastelt Steam im Mai 2016 an ihrem System für Kundenrezensionen herum, zum anderen sorgt eine Kritik der Washington Post zu Uncharted 4 für Empörung. Beide Fälle drehen sich um die Frage, wie man Rezensionen „fair“ gestalten kann … und auch, ob das überhaupt sinnvoll ist.
[00:03:41] Steam: „Update des Kundenrezensionssystems“ (Opens in a new window)
Wer bei Steam ein Spiel erwirbt, darf auch eine Rezension dazu verfassen und veröffentlichen. Das Ziel: Anderen Nutzerinnen und Nutzern ein Meinungsbild über die Qualität des jeweiligen Spiels zu bieten. Ein guter Gedanke, der in der Praxis allerdings einige Fallstricke mit sich bringt. Denn mit der Einführung der Kundenrezensionen auf Steam beginnt ein Wettlauf zwischen Valve und den Menschen, die das System – absichtlich oder unabsichtlich – missbrauchen. So ist das Update im Mai 2016 nur eines von vielen, die noch folgen werden. Doch stets bleibt der Verdacht im Raum: Valve kümmert sich zu wenig. Stimmt das?
[00:47:14] „Ja, die Washington Post darf Uncharted 4 eine 4/10 geben“ (Opens in a new window)
Als im Mai 2016 Uncharted 4 erscheint, da finden alle das Spiel super. Also wirklich alle, der Metaritic-Schnitt liegt jenseits der 90 Punkte. Bis auf ein Medium: die Washington Post. Dort erscheint ein Verriss des Spiels, und zusammen mit dem taucht dann auch eine Wertung bei Metacritic auf: 4 von 10 Punkten. Diese gefühlte Ungerechtigkeit bringt einen Spieler so auf die Barrikaden, dass er eine Petition startet, um die Wertung entfernen zu lassen. Sein Argument: Spieletests müssen Mindeststandards an fairer und professioneller Auseinandersetzung mit einem Werk einhalten, insbesondere bei einem seriösen Medium wie der Washington Post. Was damals für Debatten sorgt, tut es auch heute noch, also diskutieren wir mit: Gibt es eine ethische Pflicht zu fairer Kritik?
[01:32:34] „Anzeigenschluss: Werbung in Minecraft nicht mehr erlaubt“ (Opens in a new window)
Minecraft ist 2016 eines der populärsten und meistgespielten Spiele der Welt. Durch sein dezentrales Design kann jedermann eigene Server eröffnen, eigene Welten erstellen und dann Menschen zu sich einladen – und das entdecken damals zunehmend Firmen, Organisationen und Einzelpersonen als Marketing-Instrument. Kampagnen in Minecraft nehmen so zu, dass sich der Entwickler Mojang genötigt sieht, auf die Bremse zu treten: Im Mai 2016 schränken neue Regeln die Werbemöglichkeiten erheblich ein. Wir schauen uns an, warum Minecraft eigentlich so beliebt für Werbetreibende ist, was danach passiert, und warum Spiele generell ein wachsender Markt für Werbung sind.
[02:11:11] … und beim Spiel des Monats hat einer der ganz großen Entwickler mal wieder geliefert – vielleicht, wie manche meinen, bis heute zum letzten Mal.
Viel Spaß beim Hören!
Christian & André