Es ist Montag, der 18. August 2025, und du liest die STOFFKUNDE, den wöchentlichen trikotmagazin.de (Opens in a new window)-Newsletter. Diverse Vereine melden Rekordtrikotverkäufe, Adidas drückt bei der Präsenz in der Premier League mächtig aufs Gaspedal und die Rückkehr des Trefoil-Logos steht auch bevor! Zumindest temporär.

Endlich geht sie wieder los, die Bundesliga! Nichts gegen die 2. und 3. Liga und den DFB-Pokal, die uns die letzten drei Wochen schon prächtig unterhalten und eingestimmt haben auf das, was jetzt ab Freitag wieder auf uns wartet.
Und? Habt ihr euch schon mit einem der drei neuen Trikots eures Lieblingsklubs versorgt für die kommende Saison? So wie die Fans des FC Augsburg, die dem Klub das neue Römertrikot nur so aus den Händen gerissen haben. 28.000 Stück wurden bereits davon verkauft. Bei 1860 München hingegen geht vor allem das neue Heimtrikot weg wie warme Semmeln, so dass der neue spanische Ausrüster Joma mit dem Nachliefern gar nicht hinterherkommt. Und auch andere Klubs melden Verkaufsrekorde kurz vor Saisonstart.
Ein richtig tolles Heimtrikot hat Adidas bei seiner Rückkehr zu Eintracht Frankfurt nach fast 40 Jahren hingezaubert. Ich hatte die letzten 2 ½ Jahre ja sehr intensiv mit der Trikotgeschichte der SGE zu tun und muss sagen, für mich ist es das beste Heimtrikot seit dem Puma-Trikot mit Mitsubishi-Werbung aus der Saison 1996/97, das aber ohnehin eines meiner Eintracht-Lieblingstrikots der Neuzeit ist. Meine beiden Co-Autoren vom Eintracht Trikot Frankfurt von 1899 bis heute (Opens in a new window) Boris Möller und Stephan Reich, sehen das, glaube ich, anders. Das 96/97er Mitsubishi landete vor allem wegen Erfolgslosigkeit bei ihrem großen Eintracht-Frankfurt-Retro-Trikot-Ranking (Opens in a new window) ziemlich weit hinten.
„Adidas greift wieder an“, habe ich dieser STOFFKUNDE als Überschrift gegeben. Spätestens mit der Rückkehr zur Eintracht in dieser Saison und zum 1. FC Köln ab dem Sommer 2026 wächst das Klub-Portfolio wieder auf Dimensionen an, die man zuletzt vor zehn Jahren in der Bundesliga hatte. Gesetzt den Fall, dass keiner der Adidas-Klubs am Ende der Saison 2025/26 absteigt und mit Schalke, Düsseldorf und Nürnberg kein weiterer Adidas-Klub auf, hätten die Herzogenauracher ab der Saison 2026/27 mit dem FC Bayern, Union Berlin, Hamburger SV, 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt wieder fünf Mannschaften am Start. So viel wie zuletzt in der Saison 2015/16, als mit den Bayern, dem HSV, Schalke, Leverkusen und dem FC Ingolstadt zuletzt fünf Bundesligisten in Trikots mit den drei Streifen spielten. Allerdings muss man immer dazu sagen, dass manche Partnerschaften wie mit dem HSV oder in der 2. Liga mit den drei zuvor genannten Klubs über den Partner 11teamsports mit Adidas verbunden sind und nicht wie bei der Eintracht, Union oder dem FC Bayern direkt mit dem Konzern.
In der Premier League, die am letzten Freitag mit dem Heimspiel des neuen Adidas-Klubs FC Liverpool gegen den AFC Bournemouth in die neue Saison gestartet ist, hat Adidas mit acht Vereinen mit Abstand die meisten aller Premier-League-Klubs unter Vertrag. Mit Meister Liverpool, Arsenal, Newcastle United, Aston Villa und Nottingham Forest sogar fünf Klubs, die die vergangene Saison unter den ersten Sieben abgeschlossen haben und damit in dieser nun gestarteten neuen Spielzeit alle international in der Champions-, Europa- und Conference-League im Einsatz sein werden. So wie man sich das als international ausgerichtetes Unternehmen nicht besser hätte wünschen können.
Dazu hat man mit Manchester United weiter einen der immer noch bedeutendsten Klubs der Welt, speziell im Segment internationale Trikotverkäufe, im Portfolio. Mit dem FC Fulham verbindet Adidas die mit 13 Jahren aktuell längste Zusammenarbeit in der Premier League. Und mit Leeds United kehrt ein weiterer in England sehr beliebter Traditionsklub nach zwei Jahren Abstinenz in die Liga zurück.
Diese STOFFKUNDE-Ausgabe ist die sechste seit dem ersten Erscheinungstermin am 7. Juli. Vielen Dank an alle Abonnenten, die sich aktuell diesen Newsletter jeden Montagmorgen ins E-Mail-Postfach schicken lassen. Danke auch für das positive Feedback, das ich von einigen von euch in den letzten Wochen bereits erhalten habe. Auch für die Hinweise auf Fehler, die sich eventuell eingeschlichen haben, oder für die zusätzlichen Infos und Hintergründe zu Themen, über die ich hier berichtet habe.
Ich schaue mir viele Newsletter von anderen Medienmachern an, die wie ich über ein Nischenthema berichten, und überlege, was ich daraus für die STOFFKUNDE adaptieren könnte. Eine Sache haben diese Newsletter fast alle: kuratierte Links und Hinweise auf Nachrichten, Interviews, Reportagen oder Events mit Themenbezug. Ich baue solche Links zu anderen Seiten hier auch ein, wenn ich, wie ich zum Beispiel später, über das Thema Rekordtrikotverkäufe schreibe. Aber es gibt natürlich noch viele Links mehr, die ich euch zur Verfügung stellen könnte. Manche Themen interessieren mich persönlich jetzt nicht so sehr, aber vielleicht euch. Deshalb baue ich in den nächsten Wochen einfach mal Verweise auf andere Seiten ein. Ihr könnt mir im Anschluss gerne Feedback geben, wie ihr diese findet und ob sie nützlich oder eher überflüssig sind. Ich freue mich auch über eure Vorschläge, über was ihr vielleicht noch mehr in der STOFFKUNDE lesen möchtet.
Bis nächste Woche!
Euer Steve

Adidas rüstet in der Saison 2025/26 mit acht Teams so viele Premier-League-Klubs wie seit der Saison 2013/14 nicht mehr, als man sogar bei neun Klubs für die Trikots verantwortlich war. Der aktuelle Status ist jedoch keine Überraschung, denn bereits in der Saison 2020/21 und in der zurückliegenden Saison 2024/25 war Adidas Ausrüster von sieben Premier-League-Mannschaften. Und wäre Leicester City nicht abgestiegen und Leeds wie geschehen weiterhin aufgestiegen, hätten die Herzogenauracher durch die Rückkehr zu Liverpool in dieser Saison wie in der Saison 2013/14 neun Teams und damit fast die halbe Liga unter Vertrag gehabt.
Nach den Adidas-Klubs tut sich eine große Lücke auf. Nike mit Tottenham, Brighton Hove Albion und FC Chelsea folgt auf Platz 2. Danach wird es kleinteilig. Castore und Umbro sponsern zusammen mit FC Burnley, FC Everton, AFC Bournemouth und West Ham United vier Vereine. Man könnte eigentlich sogar sagen, dass Castore Ausrüster aller dieser genannten Klubs ist. Denn im Frühjahr 2024 schlossen die Briten mit dem Lizenznehmer der Marke Umbro, der GLD Group, eine Sub-Lizenzvereinbarung für Professional Teams (Opens in a new window) für das Vereinigte Königreich, Deutschland, Österreich, die Schweiz, Belgien, die Niederlande und Dänemark, die Castore zum neuen Vertragspartner für die von Umbro ausgerüsteten Klubs in diesen Märkten macht. In Deutschland sind das aktuell zum Beispiel Arminia Bielefeld und Eintracht Braunschweig in der 2. Bundesliga.
Joma expandiert derzeit ebenfalls massiv in viele europäische Märkte. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Spanier sich mit dem FC Brentford auch einen Premier-League-Klub geangelt (Opens in a new window) haben. Hummel ist bei Aufsteiger FC Sunderland an Bord. Macron ist Partner des aktuellen FA-Cup- und Community-Shield-Gewinners Crystal Palace und Neuling Sudu (Opens in a new window) der Wolverhampton Wanderers.
Puma hat aktuell „nur“ Manchester City unter Vertrag. Wobei Puma für die 115 Mio. Euro, die man den Skyblues jede Saison überweist, (Opens in a new window)die Trikotdeals von Sunderland, Burnley, Bournemouth, Wolverhampton, Palace, Brentford, Leeds, Fulham, Brighton, Nottingham, West Ham, Aston Villa und Newcastle United zusammen finanzieren (Opens in a new window) könnte.
Manche Mitarbeiter in den Merchandising-Abteilungen einiger Profivereine gehen gerade gerne zur Arbeit. Denn wer mag es nicht, wenn die von einem mit verantworteten Produkte, in diesem Fall Trikots, bei den eigenen Fans so einen reißenden Absatz finden? Schließlich passiert es nicht selten, dass manche Entscheidungen für bestimmte Trikotdesigns eher Unverständnis oder gar Häme auslösen.
Das Römertrikot des FC Augsburg war im letzten Jahr schon der absolute Renner unter den FCA-Fans. Insgesamt 18.000 Exemplare wurden nach Angaben des Vereins in der letzten Saison davon verkauft. Von der neuen Version für die aktuelle Saison gingen noch vor dem offiziellen Bundesliga-Start bereits 28.000 Trikots über die Ladentheke. In Absprache mit Ausrüster Mizuno wird jetzt unlimitiert nachproduziert. Einziger Wermutstropfen für die Fans: Vor Mitte November ist mit einer Lieferung nicht zu rechnen.
Auch in Köln knallten dieser Tage die Korken. Das neue Ausweichtrikot „Gloria Colonia“ (Opens in a new window)des FC legte den besten Verkaufsstart (Opens in a new window) eines FC-Trikots seit dem Sondertrikot zum 75. Vereinsjubiläum im Jahr 2023 hin. Laut Geissblog (Opens in a new window) wurden alleine in der ersten Stunde 7.000 Trikots im Online-Shop verkauft.
Der TSV 1860 München hat zur neuen Saison einen Ausrüsterwechsel vollzogen und ist von 11teamsports/Nike zu Joma gewechselt und hat ein Heimtrikot aufgelegt, das die Fanherzen höher schlagen lässt. Dem Münchner Merkur gab der neue Merchandising-Chef der Löwen, Valentin Pusnava, ein Interview. Darin erzählt er, dass das neue Heimtrikot im Verkauf neue Dimensionen erreicht hat und sich bereits öfter verkauft hat als das bisherige Rekordtrikot der Saison 1999/2000. Damals hatte 1860 die Champions League erreicht.
Wie beim FC Augsburg müssen sich die Löwenfans bis November gedulden, bis Nachschub eintrifft.
Am 1. August feierte Borussia Mönchengladbach sein 125-jähriges Vereinsjubiläum und legte dafür, wie hier in der STOFFKUNDE berichtet (Opens in a new window), ebenfalls ein eigenes Jubiläumstrikot auf, das sich nach Informationen der Rheinischen Post insgesamt 46.000 Mal verkauft hat. Ursprünglich hatte Borussia die Anzahl der Trikots limitiert, hatte aber dann aufgrund des großen Erfolges die Limitierung kurzfristig aufgehoben. Allerdings sind jetzt nur noch Kindergrößen davon im Fanshop erhältlich.
Weitere Erfolgsmeldungen gibt es aus Stuttgart, wo man in der abgelaufenen Saison nach einem Bericht der Stuttgarter Zeitung insgesamt 150.000 Trikots verkauft hat und damit mehr als doppelt so viel wie in der Saison davor. Auch vom neuen Heimtrikot der Saison 2025/26 waren eine Woche nach Trikotlaunch Anfang Juli bereits 10.000 Stück verkauft worden.
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.vfb-stuttgart-merchandise-neues-trikot-bricht-alle-rekorde.c0ccdfd1-be2d-461b-92c2-262607dce01f.html (Opens in a new window)Erste Trikot-Rekordverkäufe meldete der FC Liverpool nach seiner Rückkehr zu Adidas. Über 700 Prozent mehr Trikotverkäufe als im Vergleichsraum zum Trikotlaunch der Saison 2024/25 wurden an der Anfield Road verzeichnet. Bestellungen aus 150 Ländern haben den Klub erreicht. Nach Klubangaben war es die erfolgreichste Trikoteinführung der Vereinsgeschichte.

Enttäuscht werden die Trikotnerds unter den Liverpool-Fans vielleicht davon sein, dass ihr Klub nicht zu den fünf Vereinen gehört, bei denen Adidas anlässlich ihres 75. Marken-Jubiläums in diesem Jahr das berühmte Trefoil-Logo auf die dritten Trikots zurückbringt.
Das Trefoil-Logo, das seit dem Jahr 2000 eigentlich exklusiv nur den Adidas-Originals-Produkten vorbehalten ist, ersetzt auf den Ausweichtrikots von Arsenal, Bayern, Juventus, Manchester United und Real Madrid nur für diese eine Saison das Adidas-Performance-Logo auf den Trikots. Laut der Pressemeldung von Adidas “geschieht dies nicht nur als Anspielung auf den Status des Dreiblatts in der Geschichte des Sports, sondern auch als Anerkennung der zunehmenden Rolle, die Mode im zeitgenössischen Spiel spielt.”
Wie versprochen, jetzt ein paar Links zu interessanten Geschichten, Interviews und Nachrichten, die mich über diverse Medienquellen erreicht haben.
Die Märkische Allgemeine hat ein Interview mit Ziad Gornasa, dem Betreiber des Berliner Trikotshops 44Trikots (Opens in a new window) geführt:
Der TSV Hartberg trägt in dieser Saison 21 Sponsoren auf dem Trikot. Das ist ein neuer österreichischer Rekord! Die Fans tragen es dennoch mit Fassung, wie Rolf Heßbrügge (Opens in a new window) für 11Freunde und Spiegel Online berichtet (€). (Opens in a new window)
In einem Interview mit dem Finanzportal Payment und Banking gibt der Markenexperte Colin Fernando vom Beratungsunternehmen Brandtrust seine Einschätzung zum Trikotsponsoring von Raisin bei Union Berlin ab.
Der @pottfluencer (Opens in a new window) Daniel Aßmann hat für den WDR einen schönen Film zum Thema Trikots gemacht. Gedreht wurde der wohl schon im letzten Jahr im Vorfeld der EURO in Deutschland.
https://www.ardmediathek.de/video/ausgerechnet/ausgerechnet-fussballtrikot/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNGRiODg0MTUtNjY5NC00ZDQyLWEyMzctMDNjNTY3ZjNjYjI0 (Opens in a new window)Nach Informationen des Zeitungsverlags Waiblingen plant der VfB Stuttgart anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des berühmten Brustrings im ersten Heimspiel der Saison gegen Borussia Mönchengladbach am 30. August mit einem Sondertrikot aufzulaufen. Mehr Infos dazu im Artikel.
https://www.zvw.de/vfb-stuttgart/vfb-plant-sondertrikot-ohne-sponsor-auf-dem-brustring-das-steckt-dahinter_arid-984593 (Opens in a new window)So etwas gibt es auch: Das Brauhaus Hannover (Opens in a new window) verlängert sein Trikotsponsoring bei allen Ü-Mannschaften (Opens in a new window) von Hannover 96 aus, von der Ü32 bis zur Ü60. Die Laufzeit des Engagements wurde allerdings nicht genannt.
Bernhard Trares feiert heute seinen 60. Geburtstag.
Bernhard Trares absolvierte insgesamt 183 Bundesliga-Spiele für den TSV 1860 München und Werder Bremen und erzielte dabei 16 Tore. Sein Profi-Debüt gab der gebürtige Bensheimer in der Saison 1985/86 in der 2. Liga für Darmstadt 98. Bis 1989 spielte er insgesamt 133 Mal für die Lilien und erzielte dabei 28 Tore. Weitere Stationen als Spieler waren Alemannia Aachen, der SV Waldhof Mannheim und der Karlsruher SC.
Ab 2004 agierte er als Trainer und stand u. a. bei Wormatia Worms, Waldhof Mannheim und den Würzburger Kickers als Cheftrainer an der Seitenlinie. Zudem war er Co-Trainer von Bruno Labbadia beim Hamburger SV und beim VfB Stuttgart.

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