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Wie gut kommt Ihr Kind mit dem Faschismus klar?

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Liebe Leser*innen,

wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: »Ich bin der Faschismus.« Nein, er wird sagen: »Schmucke Uniformen, Schlägertrupps, alles schön und gut, aber wie sollen wir das bitte finanziell wuppen?« Denn so ein nationalsozialistischer Staat kostet, und zwar nicht zu knapp:

Eine Frau hält ein Klemmbrett in der Hand und greift sich erschrocken an die Schläfe. 

Im Hintergrund sind ein großes herrschaftliches Gebäude, Panzer und Flaggenmärsche zu sehen. 

Text. Kostenfalle Faschismus. Kriegsgerät, Protzbauten, Reparationen.
Können wir uns das Vierte Reich überhaupt leisten (Opens in a new window)

Die neue Ausgabe gibt es ab Samstag in allen Gauforen, jetzt schon im Onlineshop (Print (Opens in a new window) oder PDF (Opens in a new window) oder in der App) – oder am besten: im Abo! (Opens in a new window)

Die Cover der letzten drei Ausgaben. 
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Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, steht dem Konzept deutscher Faschismus durchaus kritisch gegenüber (der Verwendung des Begriffs Faschismus übrigens auch) und muss sich deshalb eine neue politische Heimat suchen:

Fotomontage: Daniel Günther, im Vordergrund ein energisch gestikulierender Alexander Dobrindt, dazu der Text: "Linksradikal, zügellos, spaltet die Partei: Dobrindt fordert Daniel Günther zum Rücktritt auf".

Strenge Regeln, Gruppendruck und andauernd Speichel sammeln müssen, um Schwule und Ausländer anzuspucken – für Kinder ist Faschismus besonders fordernd. An den folgenden Sätzen erkennen Sie, ob Ihr Kind emotional intelligent genug ist, um diese anspruchsvolle Phase gut zu überstehen:

  • »Gugudada! Stimmt’s, Leute?«

  • »Wenn alle fein damit sind, würde ich jetzt Aa machen.«

  • »Ich sehe dich. Ich höre dich. Aber könnte ich jetzt bitte meine Nase zurückhaben?«

  • »Boah, sorry, ich kann das gerade einfach nicht.«

  • »Darf ich zum Einschlafen noch eine Folge Stefanie Stahl?«

  • »Diese Posts von eltern.de (Opens in a new window) sind mir zu oberflächlich und trivial.« 

  • »Falls der Legostein, auf den du getreten bist, aua gemacht hat, tut es mir leid.«

  • »Ich will niemanden vor den Kopf stoßen, aber dies ist bereits der achte Satz.«

  • »Gugudada! Und eine geruhsame Nacht.«

Vor der Machtergreifung hoffen jetzt viele auf Hilfe durch die USA. Und Donald Trump enttäuscht nicht: Er hat bereits angekündigt, Deutschland sofort mit einer neuentwickelten Waffe anzugreifen, sollte es nicht unverzüglich faschistisch werden:

Fotomontage: Der veralgte Reflecting Pool vor dem Lincoln Memorial, daneben zwei kleinere Bilder, eines von Trump, eines von Algen im Wasser, dazu der Text: "Iran-Deal in Gefahr? USA züchten biologische Massenvernichtungswaffe".
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Doch trotz aller Drohungen steht Deutschland noch fest auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Weswegen Sie, liebe Leser*innen, sich keine Sorgen wegen der Zukunft machen, sondern lieber an den See fahren sollten. Mit einem schönen Buch im Jutebeutel, das wahrscheinlich von einer Frau stammt. Denn ungefähr vier Fünftel aller Erstlingsromane in Deutschland werden mittlerweile von Frauen verfasst. Auf diese Debüts können Sie sich im Büchersommer 2026 freuen:

  • Lebensansichten der Katze Murr

  • Des Mädels Wunderhorn

  • Die Processe

  • Fötz’ von Berlichingen

  • Der aufhaltsame Aufstieg der Melo ni

Nach einem Tag am Strand können Sie erschöpft, zufrieden und mit viel Sand in den Schuhen ein bisschen Zeit mit Bekannten verbringen:

Von Paul Amsel gezeichneter Cartoon: Vier Menschen sitzen um einen Tisch herum und essen und trinken gemeinsam. Eine der Personen deutet auf eine Maschine mit Kurbel, die in der Ecke steht, und sagt: "Wenn euch der Abend gefallen hat, jönnt ihr euch noch eine Souvenir-Münze prägen!"

Hätte Elon Musk sich nicht so viele Souvenir-Münzen geprägt, wäre er wahrscheinlich noch Billionär. Die neuesten Entwicklungen der Finanzwelt ordnet Torsten Gaitzsch für Sie ein:

Torsten Gaitzsch trinkt eine Tasse Kaffee und schaut in die Kamera

Heute: Armer Elon

Am Freitag, den 12. Juni – bei TITANIC war gerade Redaktionsschluss –, ging die Finanzmeldung des Jahres um den Erdball: Nach dem Handelsstart seines Unternehmens SpaceX wurde Elon Musks Vermögen von Forbes auf 1,1 Billionen US-Dollar taxiert. Damit ist wahr geworden, was als Möglichkeit schon monatelang zuvor geraunt worden war: Wir haben unseren ersten Billionär! BILLIONÄR – ein Begriff so unwirklich, dass mein Textverarbeitungsprogramm das Wort rot unterkringelt. Eine Billion, das ist eine 1 mit ganz vielen Nullen!

Kaum zwei Wochen später erfahren wir: Elon Musk ist kein Billionär mehr. {Traurige Posaunentonfolge} Nach Kursrückgängen beträgt Musks net worth nurmehr schätzungsweise 962 Milliarden Dollar. Autsch! Nicht dass mir der Mann leidtäte, aber ich versuche, mir vorzustellen, wie sich diese Statusherabstufung wohl anfühlt. Gewiss schamvoll und bitter! Reichster Mensch der Welt ist Musk zwar immer noch, aber hinter vorgehaltener Hand wird er in seinem Umfeld bestimmt fortan »Ex-Billionär« genannt, beziehungsweise »former trillionaire«, wie man in englischsprachigen Ländern mit kurzer Skala sagt (interessanterweise sind in Musks Geburtsland Südafrika beide Einteilungen (Opens in a new window) geläufig). »Trillionär« klingt ohnehin ungleich haarsträubender und dystopischer.

Medien und Öffentlichkeit sind erwartbar voll der Häme. Als »richest loser in the history of capitalism« bezeichnete ihn der New Statesman. Derlei werden Sie im TITANIC-Newsletter selbstverständlich nicht lesen. Wie wir wissen, beobachtet Herr Musk die deutsche Medienlandschaft sehr genau, und einen, äh, future quadrillionaire zu entschädigen, können wir uns momentan nicht leisten. Also: Toi, toi, toi, möge es bald wieder aufwärts gehen!

Verabschiedet sich und wünscht ein gut informiertes Wochenende:

Ihre TITANIC-Redaktion

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Text unter dem Bild: Lecker und gesund: Schweinebraten mit Soße (Opens in a new window)

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