👋 Hallo ihr Lieben,
In der kommenden Folge wird die Journalistin Silke Weber zu Gast sein. In ihrem Buch Freie Tage geht es um die kulturellen Erzählungen, die die weiblichen Wechseljahre zu einer misogynen gesellschaftlichen Abbruchkante werden lassen und wie tief wir diese Erzählungen von Mangel, Verfall und Verlust verinnerlicht haben.

🎁 Buchverlosung: Ich verlose ein Exemplar von FREIE TAGE unter meinen Newsletter-Abonnentinnen und Mitgliedern.
Einfach eine Mail schreiben an verbittert-mail@web.de (Opens in a new window) und dein Name landet im Lostopf.
📅 Einsendeschluss: 31.07.2026 🍀 Viel Glück
Danke für das Exemplar an den Rowohlt Verlag.

Bei der letzten Buchverlosung von “Feinbild Frau” hat Claudia aus Schäftlarn gewonnen.
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(Opens in a new window)Hier sind meine FLINTA-Empfehlungen:

Kurzfilm: Was wäre wenn Männer das unterdrückte Geschlecht wären
Auf Netflix kam vor Kurzem der Film Ladies First (🔗 Trailer (Opens in a new window)) raus. In dem Film wird das Patrairchat durch einen Genderflip deutlich gemacht. Das heißt, alles ist umgedreht. Frauen sind CEOs; besetzen autoritäre Positionen; Bücher handeln von Hariett Potter, Donna Quichote und Lady of the Rings und männliche Körper werden objektifiziert und sexualisiert. Der Film ist trashy, ziemlich basaler Feminismus, und reproduziert trotzdem patriarchale Erzählmuster (z.B. Cool Girl, Enemies to Lovers …) aber ich hab beim Gucken wirklich Freude gehabt.
Es war eine Mischung aus Genugtuung und Komik, wennUngleichheitsnarrative mal umdreht werden, wie zum Beispiel: „Don’t be testerical.“
Ich empfehle euch hier den Kurzfilm 🔗 Majorité Opprimée (Opens in a new window)(Unterdrückte Mehrheit), der die Vorlage zu dem Netflixfilm geliefert hat und den Genderflip konsequenter und tiefgründiger umsetzt. Schade, dass auch die französische Regisseurin nicht für rassistische Motive sensibiliert ist. (🔗 Hier ein guter Artikel auf ZEIT.ONLINE (Opens in a new window))
📢 Ich plane zu Ladies first und Majorité Opprimée eine Podcastfolge mit Patricia Cammarata. Schreib mir doch gern mal, was dir beim Gucken durch den Kopf gegangen ist, welche Fragen oder Gefühle dabei aufgetaucht sind. 👉 verbittert-mail@web.de

Ein Roman über das Erlernen der Unterwürfigkeit
Die Malnata ist ein junges Mädchen, das ein sog. Teufelsmal auf der Stirn trägt. Sie wird von der ganzen Stadt gemieden, weil sie Unglück bringen soll, trotzdem freundet sich Francesca mit ihr an.
Dieser Roman handelt von zwei widerständigen Mädchen im italienischen Faschismus der 1930er Jahre. Immer wieder werden sie auf ihren untergeordneten Platz in der Gesellschaft verwiesen. Immer wieder wehren sie sich gegen die verordnete Unterwürfigkeit, Hierarchien und Scham, die die Erwachsenen bereits so gut beherrschen, dass sie zahnlos gegen den aufkeimenden Faschismus sind.
Ich habe diesen Roman aber vor allem wegen des italienischen Set-ups so gerne gelesen. Die Atmosphäre, die Luft, das Licht ist so intensiv, dass ich beim Aufschlagen des Buches sofort in einer anderen Welt war, auch wenn der historische Rückgriff, den die Autorin vornimmt, so viel mit unserer Gegenwart gemeinsam hat.
Im April 2026 ist die Fortsetzung des Romans erschienen: Malacarne (Opens in a new window). Nehm ich mir mit in den Urlaub 😉 Schreib mir mal, welches Buch ist in deinem Urlaubsgepäck? Bin doch immer auf der Suche nach Empfehlungen von feministsichen Büchern.
„Luder“ kommt aus der Jägersprache
Es scheint so einen Trend zu geben, nochmal die 90er bis 00er Jahre Revue passieren zu lassen und den ganzen sexistischen Dreck aus den Ecken zu kehren.
Bei diesem Podcast merke ich, wie das voyeuristische Gossip-Girl in mir rauskommt und gleichzeitig ist es sofort offensichtlich, dass Nadja Abd el Farrag so viel Sexismus und Rassismus erlebt hat, ausgenutzt und ausgeschlachtet wurde von den Boulevard-Medien und vermutlich auch von Männern.
Wusstet ihr, dass der Begriff Luder aus der Jägersprache kommt und ein totes Tier bezeichnet, das als Köder ausgelegt wird, um Raubtiere anzulocken? 🤢
🔗 Leider gibt es nur die erste Folge kostenlos. (Opens in a new window)

Von Manon Garcia habe ich in diesem Jahr das Buch „Mit Männern leben“ gelesen, was mich nach wie vor beschäftigt. Sie begleitet den Pelicot-Prozess in Frankreich und entwickelt weiterführende Gedanken zur männlichen Fähigkeit intime Beziehung zu führen und zu den Umständen unter denen Hetero-beziehung heute leben.
Über einen Umstand hat sie jetzt auch in DIE ZEIT gesprochen. Wie können wir (Hetero-) Beziehungen auf Augenhöhe, wenn die weibliche Sozialisierung, Frauen bereits die eigene Unterwerfung beribringt. Und wie können wir uns davon befreien, ohne Scham und Ausgrenzung zu erleben?

P.S.: 👀 Guck doch mal auf dem Verbittert Talentlos-YouTube-Kanal (Opens in a new window)vorbei.
Dort sammle ich feministische Serientipps, Interviews, Debatten & feministische Filmanalyse in Playlists.

🔎 Alle Folgen nach dem Thema in Spotify-Playlists sortiert zum orientieren, weiterleiten und empfehlen 👉