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Hartschaffend, aber dann klappt es auch!

Servus meine lieben Kimchis!

Erneute Woche, erneuter Newsletter - Ich erspar uns mal dieses “Wie gehts?” - “gut, dir auch” - “ja!” hihi

Diese Woche habe ich lange überlegt, worüber ich sinnieren soll in dem Newsletter und kam auf eine Aussage, die mir letztens Jemand einfach an den Kopf geworfen hat. Da sagte Jemand zu mir: “KoreanerInnen sind ja hartschaffende Arbeiter”. Den Zusammenhang weiss ich ehrlich gesagt nicht mehr, nur, dass er es gesagt und ich dass ich darüber nachgedacht habe.

KoreanerInnen sind hartschaffende Menschen - das ist wohl wahr. Als Fakt könnte man folgendes nehmen: Korea war 1997 Auslöser einer Wirtschaftskrise in Asien und hat damals von der IMF ein Rettungspaket von 58 Milliarden Dollar erhalten. So hartschaffend wie sie sind, haben sie das Geld in 3 Jahren zurückgezahlt. 20 Jahre später gehört Korea zu eines der Top asiatischen Länder.

Jetzt als ernstgemeinte Randnotiz: Wie lang hätten andere Länder gebraucht, um das Geld zurückzuzahlen? Deutschland?

Für das, was ich als nächstes erzähle, habe ich keine Fakten oder Belege, ich spreche nur aus Erfahrung und Beobachtung: Arbeit gilt in Korea oft als Identität. Nicht dringend für eine Lebensgrundlage oder Geldbeschaffungsmaßnahme, sondern wirklich als Identität. Demnach verliert man oft auch dein Gesicht, wenn man nicht performed oder schlechter abschneidet als Mitstreitende, auch genannt Dong-Gi (동기 Donggi - Selber Jahrgang oder aber auch Leute, die im selben Jahr zusammen angefangen haben).

Selbe gilt für den Freundeskreis. Wenn KoreanerInnen das Gefühl haben, schlechter zu sein als die Freunde, würden sie sich eher nicht mehr mit ihnen gesellen. Als Fakt kann ich das nicht verkaufen, aber ich habe solche Fälle zu Hauf erlebt oder gesehen. Ebenso meinte auch mein Vater immer zu mir: Du kannst nur Freund sein, wenn das Level stimmt. Für mich eine sehr koreanische Aussage.

Allerdings ist Arbeit nicht nur Identität, sondern ist auch oft Familiensache.

Eine weitere Beobachtung: Erfolg wird in Korea nicht als etwas Individuelles gesehen für den man selbst verantwortlich war und sich selbst erarbeitet hat, sondern als eine Zusammenarbeit. Somit ist Erfolg eines Familienmitglieds gleich der Stolz der Familie und Misserfolg demnach auch eine Schande. Das macht aus dem deutschen Blickwinkel erstmal keinen Sinn, aber auf den Zweiten vielleicht schon.

Denn in einer koreanischen Familie opfert man sich füreinander. Ob das heutzutage immernoch so ist, weiss ich nicht genau, aber geht man eine Generation zurück, war es tatsächlich so. Die Eltern tut alles erdenkliche “hartschaffend”, um die Familie zu ernähren und stellen ihre kompletten Bedürfnisse zurück - oft nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Ältesten. Das Kind muss demnach sein bestmöglichstes tun, um gute Noten nach Hause zu bringen, einen guten Job zu kriegen und um eine Bilderbuchfamilie zu gründen, worauf die ganze Familie dann stolz sein kann. Sehr großer Druck, der auf den Schultern der Familienangehörigen lastet und das Versagen eines Einzelnen hat einen großen Einfluss auf den Anderen.

So leben nun die Koreaner schon seit langer Zeit. Der westliche Einfluss lässt das ein wenig verschwimmen, aber ich gehe davon aus, dass diese Eigenart nicht in einer Generation eliminiert werden kann.

Liegt Identität und Familie wirklich so nah beieinander? Immer wenn ich meine Eltern darüber sprechen höre, wie sie damals das Restaurant geführt haben und wie es unsere Familie ernährt hat oder wenn ich höre, wie man Vater seinen Freunden erzählt, wie stolz er auf uns Kinder ist, dann glaube ich schon, dass Identität und Familie zumindest für sie sehr nah beieinander liegen. Das beobachte ich übrigens nicht nur bei meinen Eltern, sondern bei ganz vielen koreanischen Eltern.

Hartschaffend und Erfolgreich ist auch unser heutiger Gast im Podcast. Welche Beweggründe und Philosphie sie dabei hat, müsst ihr selbst hören. Sie hat bereits sehr viel erreicht und sich einen wirklich großen Namen gemacht in der Gastronomie und in der Welt der gehobenen Kulinarik.

Diese Woche im Podcast: Kim Sohyi - Kim kocht, MasterChef Korea Jury & TV köchin!

🔥 Diese Woche wird’s richtig lecker UND legendär!

Wir haben niemand Geringeres als Kim Sohyi (Opens in a new window) am Start – TV-Köchin, MasterChef Korea Jury und Boss von Kim kocht in Wien.

Wir sprechen über ihren Weg: Von Mode zu Küche, über Herausforderungen, wenn man mehrere Rollen trägt, und warum „Mädchen für alles“ etwas Gutes sein kann.

Außerdem diskutieren wir mit ihr über Michelin-Sterne, Gault-Millau Hauben. Um zu erfahren, was sie davon hält, müsst ihr reinhören!

Ob Fashion-Queen, Küchen-Chefin oder Jury-Boss – Kim Sohyi hat mehr Titel als Ini K-Beauty Produkte im Badezimmer. 😏 Wenn ihr wissen wollt, warum sie uns zum Lachen UND Nachdenken bringt – ab in die Folge!

Ungefiltert. Exklusiv. Nur für Steady-Supporter. 🔥

Extra Material, die es nicht ganz in die offizielle Folge schaffen – zu persönlich, zu wild oder einfach „Off The Record“.

🎁 Was erwartet dich?

  • OFF THE RECORD-Material – Dieses Mal über Bucketlists & Was wir immer mal machen wollten!

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