
12. Juni 2026
Liebe Lesende,
es ging hoch her in dieser Woche in Bestensee - aber es ging nicht um Rassismus. Anlass war die Abstimmung der Grundschule über den Beitritt zum Netzwerk “Schule ohne Rassismus” (SoR). Verbunden damit ist die Selbstverpflichtung, sich gegen Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, einzusetzen. 70 Prozent aller Schulmitglieder (Schüler, Lehrer, Mitarbeitende) müssen sich dafür aussprechen. Dann wird die Schule in das Netzwerk aufgenommen und kann die schwarz-weiße Plakette mit der Aufschrift “Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage” tragen. Eine Elterninitiative mit dem Namen “Neutrale Schule Bestensee” ist dagegen - nicht weil sie nicht gegen Rassismus sei, wie sie mitteilt, sondern weil sie das Netzwerk SoR bzw. den Trägerverein für nicht neutral hält. Was sie nicht mitteilt, sind Namen der Gründer oder Mitglieder der Initiative - 20 sollen es insgesamt sein, bei rund 600 Schülern. Ich habe mittels Facebook-Nachrichten mit der Initiative kommuniziert. Wie sich zeigt, ist sie selbst von Neutralität weit entfernt. Interessanterweise geht es dabei nicht um das Thema Rassismus, sondern um Linksextremismus, Gendern und um den Umgang mit der AfD, wie aus verschiedenen Positionspapieren hervorgeht.