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Abschiede

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Michael Eberwein (1963–2025): Wenn die Volksmusik mit in der Wiege liegt

Ich bin mit German Brass gerade auf Tournee in Japan, als mir Roland Pongratz schreibt, ob ich mir ein paar Gedanken zum Miche machen mag. Ich bereitete im Juni gerade den Geburtstag meines Sohnes vor, als der Anruf kam, dass Miche heimgegangen ist. Geburt und Tod, Anfang und Ende, oft sind sie einander so nah. Erste Gedankensplitter schießen mir durch den Kopf, ich denke an seine Frau Gerti, an seine Buben Michael und Maximilian. Und wenn eine Mutter den Sohn verliert. Ich konnte nicht weinen. Stille.

Text: Fritz Winter Fotos: privat

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Nicht selten gehörte sie zu den letzten, die eine Veranstaltung verließen, und ihre Musi – hier 1995 mit Brigitte Buckl (re.) – machte auch den anderen das Hoamgehn schwer.

Musikpädagogin durch und durch: Gabi Reiserer (1960–2024)

Nie werde ich den Moment vergessen, in dem der Anruf kam, dass meine liebe und langjährigste Freundin Gabi – gerade für immer eingeschlafen – auf ihrem Sofa sitzend, gefunden wurde. Die Fassungslosigkeit darüber herrscht bis heute vor, obwohl nun schon fast ein Jahr vergangen ist. Es ist für mich immer noch nicht ganz real, dass ich mit Gabi nie wieder musizieren, singen, lachen, ratschen und brotzeiteln kann. Kannten wir uns doch seit 45 Jahren. Hätte es Gabi nicht gegeben, so wäre ich mit Sicherheit nicht das geworden, was ich heute bin: Musikantin, Musiklehrerin und Musikschulleiterin.

Text: Brigitte Buckl Fotos: Privat

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Franz in seinem Tonstudio in Lichtenstern/Ritten, 2001.

Franz X. Kofler (1942–2025): Volksmusikpfleger mit Leidenschaft

Am 16. Februar 2025 ist Franz X. Kofler – langjähriger Volksmusikpfleger Südtirols und über die Grenzen hinaus bekannter Volksmusikant – im Alter von 82 Jahren im Kreise seiner Familie verstorben. Südtirols Volksmusikszene hat einen großartigen Musikanten und Freund verloren, der in seinem Tun ein großes Vorbild war, und für unsere Arbeit im Referat Volksmusik auch weiterhin bleiben wird.

Text: Manuela Cristofoletti Fotos: privat

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Walter Deutsch als Vortragender auf der Sommerakademie des Österreichischen Volksliedwerkes 2018.

Ein Mann mit Haltung – in der Forschung wie im Leben: Walter Deutsch (1923–2025)

Es ist Abend. Ich sitze an meinem Schreibtisch im Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes / Österreichische Nationalbibliothek und beende langsam meine Arbeit. Nur Walter Deutsch und ich sind noch da. Auf einmal erklingt eine Melodie. Walter Deutsch hat sich an das Pianino gesetzt, das in seiner unmittelbaren Nähe steht. Aus Akkordfolgen entwickelt er eine Melodie, die fließend in eine andere übergeht, eine weitere Stimme folgt. Dann eine plötzliche harmonische Wendung, die mich anrührt. – Mindestens zehn Minuten dauerten diese seltenen, zauberhaften Improvisationen. Manchmal blitzte ein bekanntes Thema auf, nur um gleich wieder in Variationen oder im imposanten Klang zu verschwinden. Walter Deutsch schien es zu lieben, auch wenn ihm die abnehmende Beweglichkeit seiner Finger ein Dorn im Auge war. In diesen Augenblicken zeigten sich seine neugierigen und verspielten Seiten; es waren Momente für ihn selbst – konzentriert und ganz Musik.

Text: Erna Ströbitzer Foto: Herbert Zotti

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Wie man ihn von seinen Soloprogrammen kannte: Fredl Fesl mit Gitarre und einer Halben Bier auf der Bühne in Ried im Innkreis, 2003.

Fredl Fesl (1947–2024): Visionär und Wegbereiter der neuen Volksmusikbewegung

Er hat die Volksmusik vom Kopf auf die Füße gestellt«, schrieb Hans Well 2015 in Fredl Fesls Autobiographie Ohne Gaudi is ois nix. Und er hatte recht: Fredl Fesl hat die Volksmusik revolutioniert. Ich selbst stamme aus einer Familie, in der Volksmusik streng lege artis gepflegt wurde – Kiem Pauli war das Maß aller Dinge, Wastl Fanderl galt fast schon als zu modern. Als Bub trat ich bei Volksliedersingen auf, Tracht und Kurzhaarschnitt waren Pflicht, Jeans und Rockmusik dagegen tabu.

Text und Fotos: Dionys Asenkerschbaumer

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