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Deinen inneren Garten pflegen - Teil 1: Der Boden

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Wer hier schon lange mitliest, weiß, dass ich der Gartenmetapher immer wieder neue Aspekte abgewinnen kann. Das liegt wohl an meiner Prägung als Christin - die Bibel ist reich an Vergleichen mit Pflanzen, Aussaat, Ernte und so. Ich bin also nicht die erste, die diese Metaphern überstrapaziert.

In diesem Sommer habe ich viel über das Bild des inneren Gartens nachgedacht. 

Wie Gott erst einen Garten für uns und dann einen Garten in uns erschaffen hat: Unser Herz, unseren innersten Kern. Den Ort, zu dem sonst niemand anderes Zutritt hat. Dort, wo wir mit dem Heiligen Geist abhängen.

Und ich habe darüber nachgedacht, wie dieser Ort in mir aussieht, wie ich das nähren kann, was wachsen will und was ich ruhen lassen sollte.

Aus diesen Fragen ist meine neue Blogserie entstanden:

Deinen inneren Garten pflegen

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Ich habe vor, vier Posts zu schreiben (Haha, mal sehen, ob ich das durchziehe!) Jeder dieser Beiträge besteht aus einem Essay und anschließenden Praxistipps sowie Fragen zur Selbstreflexion. Halte dein Tage- oder Notizbuch bereit, picke dir das raus, was in dir resoniert. Und gib mir gerne Rückmeldung, entweder per Mail oder auch gerne in den Kommentaren!

Heute widmen wir uns der absoluten Basis jeden Lebens auf diesem Planeten und der Grundlage unseres Seins. Dem Boden. Mit ihm beginnt alles, mit ihm endet alles.

Teil 1 - Der Boden

Wie die meisten von euch wissen, bin ich auf einem Bauernhof aufgewachsen. Ein großer Gutshof im Fränkischen mit Hühnern, viel Ackerfläche und einem enorm großen, fruchtbaren Bauerngarten – der Stolz meiner Mutter. In manchen Sommern habe ich mit ihr bis zu 50 Gläser Marmelade eingekocht. Ja, wir waren viele. Und wir hatten immer Hunger.

Mittlerweile gehört der Garten jemand anderem. Er ist zugewachsen mit Gras und Löwenzahn. Schade, denke ich. Schade, sagt meine Mutter, das ist bester Gartenboden, der 80 Jahre lang mit Kompost und Stallmist kultiviert wurde. Allein 50 Jahre davon hat ihn meine Mutter bewirtschaftet, sorgfältig jeden Löwenzahn, jede Quecke, jede Ackerwinde eigenhändig entfernt. Es ist beängstigend, wie schnell sie zurückkommen, wenn man den Boden vernachlässigt. 

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Vor ein paar Jahren stand ich auch auf einem Stück vernachlässigtem Boden: Meinem neuen Garten. 

Das waren meine ersten beiden Gartenlektionen:
A) Ich habe schweren Lehmboden.
B) Und dieser wird bei Trockenheit zu Beton.

Ich musste lernen, dass ich erst nach Regen meinen Boden bearbeiten kann. Ich musste lernen, dass in diesem Boden keine Karotten gedeihen und Lavendel die Nase rümpft. Ich musste lernen, dass ich die Grundstruktur des Bodens nicht ändern kann. Nur verbessern.

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