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USASS

Meine lieben Buddys,

es ist Montag, und eine weitere Woche ist vergangen, in der die sich drehende Welt mit der sich durchdrehenden Menschheit kaum noch mithalten kann.

Ich weiß nicht, ob Ihr gestern diese Veranstaltung in dem Stadion in den USA live verfolgt habt. Aber ich war schon schwer beeindruckt, wie die Arizona Cardinals in der NFL gegen die San Francisco 49ers aufgetreten sind.
Während zeitgleich im Heimstadion von Arizona auch eine Veranstaltung stattfand. Aber diese live zu verfolgen, kam mir beim besten Willen nicht in den Sinn.

Denn zum Fall Charlie Kirk habe ich mich ja letzten Montag bereits ausführlich geäußert. Und vielen Dank an dieser Stelle für Euer feedback. Das hat richtig gut getan. Nur leider haben wir keinen Einfluss auf die Junta im Weißen Haus. Denn was sich da in den letzten 8 Tagen abgespielt hat, ist mit dem Begriff Instrumentalisierung nur halb korrekt beschrieben. Orchestrierung beschreibt die andere Hälfte.

Das Ganze fängt damit an, dass man alle Leute, die auf Kirks Tod nicht angemessen reagieren, also so, wie Republikaner und Rechte es für angemessen halten, ins Visir nehmen will. Und sei es nur, dass man Kirks eigene Aussagen wörtlich zitiert, drohen Repressalien.

Dann fragte ein Journalist Donald Trump, wie das denn gemeint ist gegen "Hate speech" vorzugehen, worauf der erwiderte, dass vielleicht Personen wie der fragende Journalist damit gemeint sind, weil sie ihn "unfair behandeln".

Und als J.D. Vance behauptet, politische Gewalt ginge mehrheitlich von Linken aus, wurde von der Website des Justizministeriums eine Studie gelöscht, aus der hervorgeht, dass der größte Teil inländischer Terrorakte von Rechten begangen werden.

Während Trump bereits begonnen hat, die Geschichte umschreiben zu lassen. So wurden indigene Ureinwohner nie massakriert, und Sklaven gab es auch keine, sondern nur glückliche Gastarbeiter. Außerdem gibt es einen Gott, der Amis liebt, und mit dem globalen Klima ist alles in Ordnung. Und so steht das jetzt in amerikanischen Schulbüchern drin, und mit diesem "Wissen" wächst eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen auf. Und das wächst sich dann so schnell auch erstmal nicht mehr raus.

Und da passt dann auch die Nummer mit Jimmy Kimmel in's Muster. Der sich eben nicht gegenüber Kirk respektlos verhalten hat. Im Gegenteil, Kimmels erste Reaktion war eine Beileidsbekundung gegenüber Kirks Verwandten und Hinterbliebenen.
Und danach erst hat er sich Kritik erlaubt, und zwar an den Reaktionen der Regierenden. Und dafür hat der Sender ihn entlassen.

Im Gegensatz übrigens zu Julia Ruhs. Die sich zwar als Opfer eines Rauswurfs beim NDR inszeniert hat, in Wahrheit aber nicht eine Sendeminute weniger bekommt, in Zukunft halt nur beim BR. Und Julia Ruhs wurde, anders als von ihr dargestellt auch nicht wegen ihrer Meinung beim NDR gekappt, sondern wegen ihrer handwerklichen Mängel. Zumal mit Tanit Koch beim NDR eine Nachfolgerin übernimmt, die als ehemalig Redakteurin bei BILD und RTL nicht in Verdacht steht, auch nur ansatzweise irgendeiner Wokeness nahezustehen.
Was aber die üblichen Verdächtigen von Spahn über Linnemann bis zu Söder nicht davon abhielt, ihre üblichen Verdächtigungen gegenüber einer linksgrünversifften woken Cancel Culture abzukotzen. Was ich bei diesen Dreien inzwischen immer öfter am liebsten auch machen möchte, wenn ich doch nur vorher so viel fressen könnte.

Und was das Kotzen über den Zustand der USA betrifft, muss man sich nur mal die sanftmütigen und warmherzigen Worte des Präsidenten Donald Trump auf der gestrigen Trauerfeier zu Gemüte führen, der die Gelegenheit nutze, den versöhnlichen Satz zu sagen: "Ich hasse meine Gegner."

Und auch wenn ich weiß, dass Geschichte sich nicht wiederholt, so sind in den USA einige Parallelen doch inzwischen ichsachmal sehr interessant. Ersetze Charlie Kirk mit Horst Wessel. Und Trump mit Hindenburg. Und der Lebensraum im Osten heißt heute Grönland. Und jetzt muss nur noch irgendwann das Kapitol brennen, und die Demokraten werden verboten, verfolgt und eingelocht.

Andererseits gibt es natürlich nicht nur Parallelen, sondern auch Unterschiede zu damals. Und der gravierendste ist: Es sind weit und breite keine Alliierten in Sicht, die dem Spuk ein Ende bereiten könnten. Von Spahn, Linnemann oder Söder jedenfalls ist die Bildung einer Armee, die Richtung Weißes Haus zieht, nicht zu erwarten. Und wenn doch, dann nur, um sich Anschauungsunterricht einzuholen. 

Noch eine schöne Restwoche,
wünscht Euch
Euer HG

 

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