Willkommen zum Newsletter des Blogportals für die deutschsprachigen Geistes- und Sozialwissenschaften de.hypotheses! Hier kuratieren wir für Sie unsere Beiträge des Monats, stellen neue Blogs aus der Community vor und geben Neuigkeiten aus der Redaktion weiter. Viel Spaß beim Stöbern!
Beiträge des Monats: Unsere Hingucker
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Scheidungsgrund Vegetarierin?
Die Story hatte alles, was sich Zeitungen mit einer Vorliebe für Skandale wünschen konnten: ein Adliger, der sich dem Haus Habsburg entsagt, eine Prostituierte heiratet und wenige Jahre später die Scheidung einreicht. Grund: Der vegetarische Lebenswandel seiner Ehefrau. Birgit Pack berichtet über Scheidungen als Medienereignis um die Jahrhundertwende und einen Anwalt, der Wilhelmines Vegetarismus für eine PR-Schlammschlacht zu nutzen wusste.
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Wissenstransfer aus der Forschung. KI als Assistent für Blogbeiträge
Wissenschaft verständlich machen mit KI: Wer bereit ist, Mühe in die Vor- und Nachbereitung zu investieren, kann zusammen mit ChatGPT & Co wissenschaftliche Inhalte in lesenswerte Blogbeiträge verwandeln. Alexander Goebbels hat es ausprobiert und zusammen mit KI einen Blogtext zu einem Edikt des Kölner Rates geschrieben. Den fertigen Blogbeitrag gibt es, zusammen mit seiner Reflexion und dem Chat-Transkript, im Blog “Zeitenblicke”, wo er eine Anleitung für Skeptiker:innen zusammengestellt hat.
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Bismarck als Pfau, „Bernie“ als Beyoncé. Porträtkarikaturen zwischen Spott, Spiel und Huldigung
Von der Künstlerakademie zum Meme Generator: Wie die ersten Karikaturen entstanden und was Bernie Sanders-Memes mit dem päpstlichen Hof des 18. Jahrhunderts gemeinsam haben, erklärt Rüdiger Singer in “Text & Bild-Rhetorik”. Was bleibt aus 400 Jahren Karikaturgeschichte? Karikaturen können sehr nützlich sein – wenn man sie sich leisten kann...
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Geburtstag eines (Un)Politischen
Thomas Manns Wandel vom national gesinnten Kaiserreich-Anhänger zum antifaschistischen Demokraten im Exil spiegelt eine tiefgreifende politische Entwicklung wider. Von der Verteidigung des „Deutschtums“ 1918 über die scharfe Ablehnung des Nationalsozialismus in den 1930ern bis zu seinen BBC-Reden an das „andere Deutschland“ (1940–45) zeigt sich ein Prozess der Einsicht und Abkehr von Nationalismus und Faschismus.
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Deutsche in Paris im 19. Jahrhundert. Spuren einer vergessenen Geschichte
Mitte des 19. Jahrhunderts lebten 80.000 deutschsprachige Einwander:innen in Paris. Sie kamen als Schneider, Dienstmädchen und Gesellen und lebten häufig unter prekären Bedingungen in den Pariser Armenvierteln. Ihre Spuren – Fotos, Briefe, Postkarten und handschriftliche Dokumente – sind in der Bibliothèque historique de la Ville de Paris zu sehen. Mareike König hat die Ausstellung mit kuratiert und verrät ihre Highlights im Blog “Das 19. Jahrhundert in Perspektive”.
Aus unseren englischsprachigen Blogs
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)State of Fear. When Immigration Raids Spark Counter-Vigilance and Protest
When ICE agents – the U.S. Immigration and Customs Enforcement agency – stormed a small Italian restaurant in San Diego’s South Park in May 2025, the raid sparked outrage far beyond the neighborhood. Armed officers, stunned diners, and detained workers set the stage for a wider backlash against the Trump administration’s hardline immigration tactics. What followed was more than protest, writes Ingo Rohrer at “Vigilanzkulturen”: It was a wave of digital resistance and grassroots vigilance that turned the surveillance gaze back on the state.
Neu bei de.hypotheses: Willkommen!
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Sozialdaten und Zeitgeschichte
Sozialwissenschaftliche Dauerbeobachtungen liefern Einblicke in das Leben vieler Menschen. Obwohl sie eine Grundlage für zahlreiche politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entscheidungsprozesse darstellen, werden sie von Zeithistoriker:innen bisher nur selten als wesentliche Quellenbestände historischer Forschungsprojekte genutzt. Das Blog der AG „Sozialdaten und Zeitgeschichte“ im Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands widmet sich diesen sozialwissenschaftlich geprägten Datenformaten. Es gibt Einblick in die Diskussionen des Arbeitskreises und dient als Forum für den Austausch mit Interessierten.
Aus den sozialen Medien
Auf dem Instagram-Account der Max Weber Stiftung (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) kommt unsere Community zu Wort: Bloggende erzählen, welche Entdeckung sie mit ihrem Wissenschaftsblog verknüpfen.
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Melike Şahinol nimmt in ihrer Forschung am Orient-Institut Istanbul globale Hotspots der Medizintechnikproduktion in den Blick und analysiert, wie lokale Praktiken, digitale Transformationen und globale Machtverhältnisse zusammenwirken. Als überzeugte Wissenschaftsbloggerin dokumentiert und diskutiert sie mit ihrem Team Forschung im Entstehen im Wissenschaftsblog “MediCluster (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)”. Das ist übrigens nicht ihr erstes Wissenschaftsblog: Schon das Projekt “Hair:y_less Masculinities” über männlichen kosmetischen Gesundheitstourismus in der Türkei und im Iran war bei Hypotheses mit einem Blog (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) verteten!
Neues von uns
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)WordPress-Hacks vom Community Management: Das Abfrage-Loop
Eine der schönsten Neuerungen bei WordPress aus den letzten Jahren ist ein Block mit dem kryptischen Namen "Abfrage-Loop". Was kompliziert klingt, ist ein unglaublich praktisches und individuell anpassbares Werkzeug, mit dem sich Beiträge als Kacheln und nach Themen gefiltert anzeigen lassen - ganz unabhängig vom Theme. Wir zeigen, wie es geht!
Veranstaltungen im Sommer und Herbst
Am 8. und 9. Juli bietet das Community Management wieder das Basics-Paket “Wissenschaftsbloggen mit de.hypotheses” an (online per Zoom). Alle Infos gibt es hier (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).
Auf dem Historikertag in Bonn bieten Mareike König und Ulrike Stockhausen im Rahmen des Praxislabors der AG Digital Humanities im VHD den Workshop “Schreiben fürs Internet: Wie schreibe ich Texte, die gelesen werden?” an. Infos zu Inhalten und zur Anmeldung gibt es im Redaktionsblog (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).
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