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De.hypotheses: Newsletter April 2025

Willkommen zum Newsletter des Blogportals für die deutschsprachigen Geistes- und Sozialwissenschaften de.hypotheses! Hier kuratieren wir für Sie unsere Beiträge des Monats, stellen neue Blogs aus der Community vor und geben Neuigkeiten aus der Redaktion weiter. Viel Spaß beim Stöbern!

Beiträge des Monats: Unsere Hingucker

Argula von Grumbach steht mit aufgeschlagener Bibel in der Hand vor einer Gruppe von Universitätsprofessoren, mit denen sie darüber disputieren will, ob Arsacius Seehofers evangelische Ansichten auf der Bibel gründen oder nicht. (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Predigerin der Reformation

Der Bauernkrieg jährt sich 2025 zum 500. Mal. Die Niederschlagung der Bauernaufstände markiert auch das Ende der offensten Phase der Reformation: Zahlreiche Laien – Männer und Frauen – hatten das Wort für die neue Glaubensauffassung ergriffen, zu Hause und auf der Straße diskutiert, sich gegenseitig reformatorische Flugschriften vorgelesen – und auch selbst verfasst! So auch Argula von Grumbach, Freiherrin von Stauff, die es bibelfest und selbstbewusst mit der Universität Ingolstadt aufnahm.

Instagram-Tiles mit Hausarbeitstiteln zur Geschichtswissenschaft und Erkärungstexten (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Geschichte erzählen in Instagram-Posts. Ein Erfahrungsbericht

Instagram statt Hausarbeit: Bettina Braun und Heidrun Ochs ließen Studierende ihre Forschungsergebnisse als Instagram-Kacheln präsentieren und holten dafür die Expertise von einem Content Creator ein. Als Herausforderung stellte sich vor allem die starke Reduktion der Inhalte heraus, doch die Studierenden zogen insgesamt eine positive Bilanz dieser besonderen Übung.

Zeitungstext. 350 Millionen schaffen für den Krieg (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

‘Gastarbeiter’ in der NS-Presse. Formative Jahres eines migrations-politischen Schlüsselbegriffs

Der Begriff "Gastarbeiter" wurde in der NS-Presse als Kategorie benutzt, um den Zwangscharakter des “Ausländereinsatzes” zu verschleiern. Christoph Rass hat die Korpora des deutschen Zeitungsportals und des Zeitungsportals Nordrhein-Westfalen auf die Verwendung des Begriffs in der NS-Presse untersucht – und zeigt nebenbei, dass auch Repositorien, die sich noch im Aufbau befinden, mit stabilen Ergebnissen genutzt werden können.

Die Welt nach 1945. Podcast-Serie zu den Enden des Zweiten Weltkriegs aus globaler Perspektive

In diesem Jahr jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Während in Europa der 8. Mai 1945 und die bedingungslose Kapitulation Nazi-Deutschlands das Ende des Krieges markiert, gibt es global verschiedene Zeitpunkte, die als „das Ende des Krieges“ gelten. In einer Podcast-Serie blicken Forschende der Max Weber Stiftung auf die Kriegsenden und die verschiedenen Erinnerungen daran: Sie erzählen, wie in Ägypten oder in Japan das Kriegsende erinnert wird, welche Fluchtbewegungen die Nachkriegszeit prägten und spüren den verschlungenen Wegen von jüdischen Ritualobjekten nach dem Krieg nach.

Aus unseren englischsprachigen Blogs:

Yizchak Visoker, goal keeper of the Israeli national team, shaking hands with Franz Beckenbauer and giving a ball to Israeli actor Shmuel Rodensky, 1973 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

A Time Capsule for an Era When Everything Seemed Clear: The Kaiser’s Forgotten Visit

In 1973, "Kaiser" Franz Beckenbauer visited the Israeli national football team. The press barely noticed the visit, and the only public reminder of it are two photographs taken by the famous Israeli photographer Yoni Hamenachem. Why did his visit attract so little attention? Does the lack of public interest in the German footballer reflect Israel's preference for the Dutch football team and the country's strong ties with the Netherlands? In "The Tel Aviv-Bielefeld Encounters in History", Hezy Asher reports on the forgotten visit of the "Kaiser".

Neu bei de.hypotheses: Willkommen!

HDL Banner (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Humanities Data Literacy

HERMES - Humanities Education in Research, Data, and Methods ist ein vom BMBF gefördertes Datenkompetenzzentrum. Es verfolgt das Ziel, Datenkompetenzen in den Geistes- und Kulturwissenschaften zu vermitteln, weiterzuentwickeln und kritisch zu reflektieren. Zugleich dient HERMES als Ort der Vernetzung von Wissenschaftler:innen in den Digital Humanities und den Geistes- und Kulturwissenschaften an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und GLAM-Institutionen (Galleries, Libraries, Archives, Museums). Das HERMES-Blog soll diese Ziele durch den wissenschaftlichen Diskurs und Austausch begleitend fördern und die verschiedenen Akteur:innen vernetzen.

Aus den sozialen Medien

Auf dem Instagram-Account der Max Weber Stiftung (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) kommt unsere Community zu Wort: Bloggende erzählen, welche Entdeckung sie mit ihrem Wissenschaftsblog verknüpfen.

"Beim Wissenschaftsbloggen kommt eine andere, persönlichere Schreibweise zum Tragen als in wissenschaftlichen Aufsätzen. Der Gedankenaustausch ist authentischer und spiegelt die Leidenschaft wider, die Wissenschaftler:innen in ihrer Forschung antreibt." (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Anne Baillot, Professorin für Germanistik an der Université du Maine in Le Mans, forscht zur deutsch-französischen Ideengeschichte des 19. Jahrhunderts. Als Vorreiterin der Digital Humanities ist sie derzeit als Research Officer bei DARIAH zur europaweiten Vernetzung der Geisteswissenschaften und des Kulturbereiches tätig. Auf dem „Digital Intellectuals (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)”-Blog schreibt sie über die digitale wissenschaftliche Editionspraxis.

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