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Ep. 308: Cancel Culture: CUTIES / MIGNONNES - Kritik & Analyse

Es ist schon ulkig, dass jene, die eben noch für die totale Meinungs- und Redefreiheit plädierten und sich ganz groß ⁠#FreeSpeech⁠ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) auf die Fahnen schrieben, plötzlich einen Film oder am liebsten gleich die gesamte Plattform, auf der er zu sehen ist, entfernen wollen. Der Hastag ⁠#CancelNetflix⁠ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) war tagelang in den Trends. „Cuties“ (französischer Originaltitel: ⁠#Mignonnes⁠ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)) von Maïmouna Doucouré erhielt, als er 2020 auf dem Sundance Festival zu sehen war, freundliche Kritiken, nichts Skandalöses lag in der Luft. Doch ⁠#Netflix⁠ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) beging tatsächlich einen Fehler, indem man das ursprüngliche Filmplakat gegen ein sensationslüsternes austauschte, auf dem die 11-jährigen Protagonistinnen nun in hypersexualisierten Posen zu sehen sind. Gewiss, das Bild und auch die anderen, in den asozialen Medien geteilten Fotos stammen aus dem Film, doch der Kontext ist ein völlig anderer. Aber wie schon im Fall „Otto – Der Film“ zeigt sich einmal mehr, dass es inzwischen wohl zu viel verlangt ist, sich einen Film komplett anzusehen und dann zu urteilen. Doch was ist die eigentliche Botschaft des Films? Oder ist die Darstellung von Minderjährigen möglicherweise doch problematisch? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast.

Literatur: Gabriel de Tarde: Die Gesetze der Nachahmung. Suhrkamp. Laura Mulvey: Visuelle Lust und narratives Kino, in: Franz-Josef Albersmeier (Hrsg.): Texte zur Theorie des Films. Reclam.

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