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doklove #4

Zwanzig von verschiedenen Filmemacher*innen

Herzlich willkommen zur vierten Ausgabe von doklove, dem Newsletter, in dem ich alle zwei Wochen eine Doku empfehle. Mein Name ist Nicolas Wildschutz, ich bin Journalist und Filmemacher. Ich freue mich sehr, dass ihr dabei seid.

Jede*r, der oder die mal einen Film gemacht hat, weiß, wie schwierig es manchmal ist, den Wünschen und Erwartungen eines Publikums gerecht zu werden. Eine gute Idee und filmisches Talent reichen nicht. Man muss auch den Geschmack der Menschen treffen, die sich den Film nachher anschauen werden. Denn Film, und das gilt auch für Dokumentarfilm, ist viel subjektiver als einige in der Branche behaupten.

Deswegen biete ich in dieser Ausgabe nicht einen einzelnen Film, sondern eine Kollektion an. Das Projekt Zwanzig von ARTE hat vor ein paar Jahren vier junge Filmemacher*innen gebeten, zwanzigjährige Personen zu porträtieren. Herausgekommen sind viermal zwanzig Minuten, in denen die Handschrift der Filmemacher*innen deutlich zu spüren ist.

Der erste Film, Rachel in Aktion, erzählt, wieso eine Klima-Aktivistin in den Widerstand getreten ist. Er arbeitet vor allem mit sehr klassischen Reportage-Strecken und vielen Interview-Passagen.

Zum Film: Link (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Der zweite Film, Lalla - Die gefährliche Rapperin, stellt eine Musikerin vor. Er setzt viel stärker auf inszenierte Momente, die der Filmemacherin mehr künstlerische Freiheit bieten.

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Der dritte Film, Antoine und das sichere Wetter, erzählt die Geschichte eines Bauernsohnes, der den Hof übernimmt. Hier arbeitet der Filmemacher als stiller Beobachter, der zu keinem Moment eingreift.

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Der vierte Film, Eydel, das Herz zum Himmel, begleitet eine junge orthodoxe Jüdin bei der Auseinandersetzung mit ihrer Religion. Der Film strukturiert sich vor allem durch das Gespräch von Eydel mit anderen jungen Gläubigen in einem Seminar.

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Ich fand die vier Filme auf ihre Art faszinierend. Aber natürlich habe ich auch gemerkt, dass mich ein Film, inhaltlich und durch seine Machart, stärker berührt hat als die anderen. Das bedeutet in diesem Fall nicht, dass er besser ist. Er hat einfach nur meinen Geschmack getroffen. Für eine andere Person mag ein anderer der Filme mehr auslösen.

Was für andere Kunstrichtungen gilt, gilt ebenso für Dokumentarfilme: Sie sind Werke, die sehr persönlich sein können. Die unterschiedlichen Herangehensweisen an das “Dokumentieren von Realität” zeigen auch, wie unterschiedlich wir Menschen auf die Welt blicken. Und genau das macht Dokumentarfilm so spannend.

Sagt mir doch gerne Bescheid, ob euch einer der Filme besonders gut gefallen hat. Da der Newsletter neu ist, freue ich mich auch sehr über Feedback.

Bis in zwei Wochen!

Nicolas

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