
Facebook, Instagram – wir hatten viele gute Jahre.
Ich habe dort geteilt, gestaunt, gelacht, gelernt.
Aber jetzt bin ich raus.
Warum ich diesen Schritt gehe:
Nicht aus Trotz. Sondern aus Ăśberzeugung.
→ Weil ich nicht länger Teil eines Systems sein möchte, das unsere Aufmerksamkeit monetarisiert, unsere Daten auswertet und mitverantwortlich ist für gesellschaftliche Spaltung, Desinformation und emotionale Manipulation.
→ Weil ich nicht möchte, dass ein US-Konzern mit gigantischer Marktmacht oder eine russische Desinformationskampagne darüber bestimmt, was wir sehen, fühlen, kaufen ... oder glauben sollen.
→ Weil Datenschutz kein Luxus sein darf.
→ Und weil mir bewusst ist, dass meine Daten auf Meta-Plattformen potenziell auch US-Behörden zur Verfügung stehen – ganz unabhängig davon, ob ich etwas „zu verbergen“ habe. Wir müssen bei Trump auf alles gefasst sein. Elon hat sich bereits Zugang zu einer Vielzahl an Daten verschafft - vermutlich sind auch europäische und vielleicht sogar unsere dabei.
Keine digitalen KaffeekĂĽchen
Big Tech ist kein neutraler Dienstleister. Es sind globale Player mit wirtschaftlichen und politischen Interessen, die intransparent agieren und kaum demokratisch kontrollierbar sind.
Sie prägen unsere öffentliche Debatte, beeinflussen unser Verhalten und entziehen sich oft jeder echten Kontrolle und Verantwortung.
Klingt dramatisch? Vielleicht.
Aber ich finde: Wir sollten aufhören, das alles nur „praktisch“ zu finden und endlich anfangen, es auch mal ethisch zu betrachten. Die Gefahren sind bekannt - nicht nur im Zusammenhang mit Kindern und Jugendlichen. Aber es werden (auch politisch) keine Konsequenzen gezogen. Also fange ich bei mir selbst an.
Mir ist klar: Komplett „aussteigen“ ist schwer. Aber irgendwo muss man doch beginnen. Für mich ist dieser Schritt ein kleines digitales Statement:
FĂĽr mehr Selbstbestimmung.
FĂĽr mehr digitale Ethik.
Für weniger „(a)sozial“ und mehr wirklich menschlich.
Erst habe ich Twitter bzw. X verlassen, als es in Elons Hände fiel. Nun folgt also endlich auch Meta. Dort hatte ich mir über die Jahre - teils sehr mühevoll - eine recht große Follower-Zahl aufgebaut. Da tut man sich schon schwer, einfach zu gehen, aber jetzt werde ich es tun.
Bei LinkedIn und Xing bleibe ich aber erstmal noch, doch auch hier mache ich mir bereits so meine Gedanken…
Das Gute ist: Ich werde künftig weniger in die Tiefen der Social Media-Kanäle gezogen und mehr Zeit für echte Treffen haben sowie vor allem dafür, diesen Newsletter wieder mehr zu pflegen. Das ist bei mir aus unterschiedlichen Gründen leider deutlich zu kurz gekommen.
Wenn du dazu Gedanken hast, die du mit mir teilen möchtest, antworte gerne auf diese Newsletter-Mail.
Danke, dass du hier bist.
Danke fĂĽrs Mitdiskutieren.
Und vielleicht auch… fürs Mitgehen?
Alles Liebe,
Nicole