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The Mother of Tears (2007)

Bei Ausgrabungen nahe einer katholischen Kirche wird eine Kiste entdeckt. Sie wird an ein Kunstmuseum in Rom geschickt, wo sie von Sarah Mandy geöffnet wird. In der Kiste sind die Reliquien der Mutter der Tränen, und Sarah ahnt nicht, dass sie mit dem Öffnen eine unheimliche Kraft entfesselt hat. Nun häufen sich in Rom die Gewaltverbrechen. Die Menschen drehen durch, werfen ihre Babys in den Fluss und ziehen randalierend durch die Stadt. Aus allen Teilen der Welt finden sich wild geschminkte Hexen in der italienischen Hauptstadt ein, um der Mutter der Tränen zu dienen. Als Sarah merkt, dass auch sie Hexenkräfte hat, spürt sie, dass sie in diesem Konflikt eine entscheidende Rolle zu spielen hat: Nur sie kann die böse Dämonenhexe noch aufhalten.

The Mother of Tears aus dem Jahr 2007 ist der dritte und letzte Teil von Dario Argentos Muttertrilogie. Diesmal lernen wir die "Mater Lachrymarum" (Mutter der Tränen) kennen und fürchten. Besetzt ist der Film mit der Tochter des Regisseurs, Asia Argento, als Sarah Mandy, Moran Atias als Mater Lachrymarum, Cristian Solimeno als Detective Enzo Marchi, Daria Nicolodi als Sarahs Mutter Elisa, Udo Kier als Pater Johannes und Adam James als Michael Pierce. Für die Filmmusik war Claudio Simonetti, Keyboarder der Progressive-Rock-Band Goblin, verantwortlich.

Auch im dritten Film der Reihe ist wieder alles bedeutungsschwanger und theatralisch, okkult und ein bisschen drüber. Die typischen Kamerafahrten, die stimmungsvolle Musik, die tollen Kulissen, die großteils handgemachten und absolut krassen Splatter-Szenen, aber auch die wunderschön gezeichneten Rückblendenbilder und selbst der Vorspann mit seinen religiös-blutigen Gemälden ergeben ein ästhetisch und filmisch großartig gemachtes Gesamtbild.

Auch wenn The Mother of Tears keine guten Kritiken bekam und als der schwächste Teil der Reihe gilt, finde ich doch, dass es Dario Argento gelungen ist, seinen unverwechselbaren Stil auch im neuen Jahrtausend zu erhalten - was mir sehr gut gefallen hat. Leider ist die Synchronisation nicht besonders gut; die teils nasalen Pornostimmen wirken etwas billig und die Mehrzahl von Talisman ist Talismane und nicht "Talismänner".

Dario Argento hat hier einen aus meiner Sicht genialen Film und gebührenden Abschluss seiner legendären Trilogie geschaffen. The Mother of Tears wirkt wie eine modern-trashige Adaption eines Hieronymus-Bosch-Gemäldes und taugt ebenso wie seine Vorgängerfilme zum Kultfilm.

https://www.imdb.com/title/tt0804507/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

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