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Wenn Hände sprechen – meine Reise zur Gebärdensprache

Hörmine - mein Akku - meine Hörenergie Linke Seite
Hörlibert - Rechts - mein Sonnet 2, mit Batterien

Es gibt Themen, die begleiten uns leise im Hintergrund, manchmal über Jahrzehnte hinweg, bis sie im rechten Moment in unser Leben drängen. Für mich ist eines dieser Themen die Gebärdensprache. Schon als junge Frau, Anfang zwanzig, war ich von ihr fasziniert. Ich sah die fliegenden, tanzenden Hände, die nicht nur Worte formten, sondern ganze Welten in die Luft malten – voller Rhythmus, voller Ausdruckskraft, voller unverkennbarer Schönheit. Ich spürte: Das ist mehr als Kommunikation, das ist gelebte Poesie.

Damals jedoch bot sich mir kaum Gelegenheit, diese Sprache zu erlernen. Ich wohnte zwar direkt gegenüber einem Ort, der mich unbewusst schon prägte: dem Gehörlosenzentrum – jenem Haus, das heute den Namen Institut für Hören und Sprache trägt. Von meinem Fenster aus beobachtete ich die Menschen, die einander mit Händen, Mimik und Körperausdruck begegneten, als strömten Worte nicht durch Laut, sondern wie ein lebendiges Gewebe durch die Luft.

Auch bei Versammlungen, die ich besuchte, erlebte ich Gebärdensprachdolmetscher – selbstverständlich, fast beiläufig, und doch zutiefst inklusiv. Lange bevor der Begriff „Inklusion“ zum gesellschaftlichen Schlagwort wurde, wurde er hier, in diesen Räumen, schlicht gelebt.

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