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„Meine Kröte und ich – Von warzigen Wahrheiten, alten Mustern und der Möglichkeit, neu zu denken“

Foto Sebastian Heeg
Foto Sebastian Heeg

Es gibt Wesen in uns, die keine sichtbare Form besitzen und doch mit fester Stimme sprechen.

Die innere Kröte ist eines davon.

Nicht majestätisch, nicht inspirierend. Kein Adler, kein Phönix, kein poetisches Symbol für Transformation.

Nein – eine Kröte.

Warzig. Nass. Brummig.

Mit einer Stimme, die klingt, als hätte sie ihre Ausbildung bei einer besonders mürrischen Instanz für innere Zensur absolviert.

Meine Kröte ist alt.

Sie bedient sich vertrauter Muster, als wären sie gut eingelaufene Hausschuhe:

„Du bist schuld“, murmelt sie mit schleimigem Behagen.

„Du hast dich nicht gewehrt, nicht genug, nie rechtzeitig. Du bist nicht klug, nicht schön, nicht wertvoll genug. Immer zu viel. Oder zu wenig. Und definitiv immer falsch.“

Sie kennt mich. Leider.

Sie weiß, wo meine Narben sitzen. Wo die Stimme leiser wird, das Herz weicher, die Erinnerung brüchiger.

Sie legt dort ihren kalten Bauch hin und wartet.

Und wenn sie spricht, dann in der Sprache der Selbstverachtung:

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