Wie oft begegnen wir anderen Menschen? Na klar, überall, jederzeit. Manchmal mehr als es uns lieb ist. Erst heute Morgen im Supermarkt sind mir wieder einige Menschen über den Weg gelaufen. Eine flüchtige “Begegnung”, an die ich mich vermutlich wenige Tage später kaum mehr erinnern werde. Die ich vielleicht weder gesucht noch gewünscht habe.

Dieses Gefühl kennt Ihr alle. Doch es gibt auch die echten Begegnungen. Momente, in denen Resonanz entsteht. In denen wir den zwischen-menschlichen Raum mit etwas füllen. Wir beladen ihn unweigerlich mit Emotionen und Botschaften, ob beabsichtigt oder nicht.
Und diese “Beladung” fällt in der unmittelbaren Begegnung anders aus als wenn ein trennendes Medium dazwischen grätscht. Manchmal genügt schon ein Handy, das sichtbar auf dem Tisch liegt, um die Vertrautheit einer Eins:zu:Eins Kommunikation zu stören.
Die trennende Wirkung von Medien
So zeigt die häufig zitierte Studie von Andrew Przybylski und Netta Weinsteinaus aus dem Jahr 2013 genau das: Schon die bloße Anwesenheit eines Smartphones auf dem Tisch senkt messbar das Gefühl von Verbundenheit, Vertrauen und Empathie zwischen zwei Menschen. Selbst dann, wenn das Gerät unbenutzt bleibt.

Die Sozialpsychologen ließen Paare miteinander sprechen. In manchen Gesprächen lag ein Smartphone sichtbar auf dem Tisch, in anderen nicht. Das Ergebnis ist leise, aber eindrücklich : Wo ein Handy liegt, wird das Gespräch flacher. Weniger Resonanz. Weniger Nähe. Weniger echtes Gegenüber. Weniger psychologische Sicherheit. Das Phänomen wird auch als iPhone-Effekt beschrieben.
Fokus als Vertrauensboost
Ein wesentlicher Faktor für eine gelungene Begegnung ist demnach der Fokus, die ungeteilte Hinwendung zum Gegenüber. Kann ich für den Moment meine Aufmerksamkeit ganz und gar auf ihm, auf ihr belassen? Gelingt mir das auch in einem Umfeld, das maximal auf Ablenkung ausgelegt ist?
In diesen Tagen war und bin ich viel unterwegs. An Orten, auf Events, die nach Zerstreuung rufen und zugleich meinen Fokus abverlangen. Handies, Selfies, Menschenansammlungen überall. Die Buch-Release Party von Karin Lauschs neuestem Werk “Feel Safe. Be brave” in Hamburg war so eine Veranstaltung: Das Thema tief, die Reize hoch. In Karins Buch geht es genau um das Phänomen, das ich Euch vor ein paar Sätzen einfach untergejubelt habe: psychologische Sicherheit.
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Wie füllt man einen Raum damit, wenn so viele Menschen mit ganz unterschiedlichen Erwartungen anwesend sind? Wie vermittelt man auf der Bühne Sicherheit für die Menschen im Publikum, für die Hauptperson, um die es geht? In diesem Fall: Karin. Man füllt den Raum zwischen den Menschen mit dem, was uns menschlich macht: mit unseren echten, authentischen Gefühlen, mit unseren Unvollkommenheiten, mit unserem aufrichtigem Interesse. Wir muten uns zu. Im besten aller Sinne.
Dann entsteht echte Begegnung. Oder wie Martin Buber es so weise formuliert hat: “Alles wirkliche Leben ist Begegnung.”
Psychologische Sicherheit entsteht gerade dort, wo jemand den Mut aufbringt, die persönliche Sicherheitszone zu verlassen. Wo jemand das Wagnis des Scheiterns eingeht. Nicht ohne Grund steckt in dem Begriff Zu-Mutung das Wörtchen Mut.
Eine herzliche Einladung an Euch, sich der Welt im besten Sinne zuzumuten.
GOOD WORK zum (Nach)-hören
In dieser Rubrik stellen wir Euch ein paar aktuelle Folgen vor, die Eure Aufmerksamkeit verdienen.
Peter Martin: Lebenssinn statt Lebenslauf
Das Wagnis der Selbstoffenbarung ist der erste Schritt, sein eigenes Wesen anzunehmen und seine Einzigartigkeit zu erkennen.
Peter Martin ist in der Szene bekannt als DER führende Markenstratege in Deutschland. Große Brands wie die Deutsche Lufthansa oder Leica legen ihre strategische Ausrichtung vertrauensvoll in seine Hände. Er kennt sie, die Mächtigen in Industrie und Wirtschaft. Menschen, die auf große Erfolge zurückblicken können. Doch ist Erfolg gleichbedeutend mit Erfüllung? Was, wenn wir unser Leben lebenslaufoptimiert gestalten und uns nicht dem widmen, was uns so besonders macht?
Es ist ein Gespräch aus der Rubrik: Mariannengraben. Denn tiefe Gedanken sind Markenzeichen von Peter. Da ist es wieder. Wer dafür einen Faible hat, wird mit der Folge bestens versorgt.
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Out not : Raphael Gielgen mit Eindrücken vom World Economic Forum in Davos.
Insider sagen “Ich war AUF Davos”. Er kann es auch sagen: Raphael Gielgen, Trendscout des Designherstellers Vitra. Seit Jahren ergründet und erforscht er weltweit Trends in Technik, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Klar, dass mindestens eine Stipvisite beim World Economic Forum in Davos, dem Treffen der Wirtschafts- und Politikelite dazu gehört.
Nicht etwa, um sich wichtig zu fühlen, sondern um die Strömungen, den Geist unserer Zeit zu erspüren. Was Raphael an entscheidenden Trends erkannt hat, an politischen Schwingungen, die unser wirtschaftliches Handeln maßgeblich beeinflussen, und wie man auf oder in Davos über die Future of Work nachdenkt, das berichtet er in der allerneuesten Folge GOOD WORK.
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Und hier ist noch ein ganz besonderes GOODie für Euch:
Als Freunde von GOOD WORK seid Ihr quasi automatisch auch im erweiterten Netzwerk von Raphael Gielgen. Wenn Ihr Teil seiner gehypten WhatsApp Gruppe werden wollt, dann scannt Euch rasch diesen QR Code ein. Rapha teilt dort mehrmals pro Woche die allerneuesten Tech-Trends, gesellschaftlich relevanten Innovationen und seine Gedanken zu KI. Ganz klare Abo-Empfehlung. Nutzt diesen Vorteil:

GOOD WORK Collectif - mein Geschenk an Euch zum Kennenlernen
Geschenk Nr. 2 : Wenn Ihr jetzt noch tiefer einsteigen wollt in die Themen und Inhalte von GOOD WORK, dann habe ich eine besondere Nachricht für Euch. Bald geht unser GOOD WORK Collectif an den Start. Was das heißt, könnt Ihr hier (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) nachlesen.
Wenn Ihr Euch ein 12seitiges GOOD WORK Paper zur erfolgreichsten Folge aus dem Jahr 2025 - die Folge mit der Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel - sichern wollt, dann klickt hier (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre).
Freitickets zur Buchparty von Dr. David Bausch zu gewinnen
Fastnacht (Karneval) bedeutet für viele nur zwei Möglichkeiten: feiern oder flüchten. Wir hätten eine dritte Option für Euch. Am Montag den 16. Februar findet die nächste Buchparty statt.
Das neue Buch von Dr. David Bausch erscheint im Haufe Verlag, just an diesem Tag, und der Book Launch wird groß gefeiert. In Frankfurt, ab 18 Uhr in den Design Offices am Wiesenhüttenplatz. Wir nehmen eine Live-Folge GOOD WORK vor Ort auf.
Auf der Bühne wird nicht nur David als Gast anwesend sein, sondern auch Cawa Younosi, ehemaliger HR-Vorstand von SAP, heute Geschäftsführer der Charta der Vielfalt. Wer Cawa kennt, ihn einmal live erlebt hat, weiß: Da ist Salz in der Suppe.
Anschließend gibt es noch eine kleine Panel-Diskussion und neapolitanische Pizza statt Fastnachts-Kreppel. Wir haben dann reichlich Gelegenheit für den Austausch über die gute alte oder noch bessere neue Arbeitswelt. Und wer weiß? Vielleicht springt doch noch eine Polonaise dabei raus. Alle Infos findet Ihr hier.⬇️
(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Ich habe munkeln hören: Die Bude wird voll mit interessierten und interessanten Menschen.
🎁 Hier also Geschenk Nr. 3 an Euch:
Wer gerne dabei sein möchte und richtig schnell ist, kann ein kostenfreies Ticket für die Book Release Party gewinnen.
✍️Schreibt mir einfach eine kurze Email mit Eurem Namen und dem Stichwort: Buchparty Frankfurt. Dann setze ich Euch auf die VIP-Gästeliste. Für umme, versprochen. Wir haben 5 Freitickets im Lostopf.
Jetzt seid Ihr im besten Falle drei Geschenke und ein paar Impulse reicher. Ich hoffe, das lässt Euch gut ins Karnevals-Wochenende einschwingen. Ob feiern oder flüchten, es grüßt Euch herzlichst Eure
Arbeitsfeuilletonistin Jule Jankowski