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Das fünfte Jahr

Verzeiht, den Marlen-Haushofer-Titel. Darum geht’s heute eigentlich weniger, aber ich werde euch das Buch an anderer Stelle noch empfehlen.

Ein fünftes Jahr ist es aber auch hier. Ich habe in den letzten Wochen viel Zeit mit mir verbracht. In der Hütte am Meer, in der der Atem manchmal in Wölkchen vor dem Mund stand; auch hier ist Winter.

In Stille und im Gedanken. In Zurückgezogenheit. Ohne Ablenkungen, Instagram, Nachrichten, ohne äußere Arbeit. Auch: Ohne die Sorge, etwas zu versäumen oder etwas nicht zu erfüllen. Meine wichtigste Lektion, die ich sicher noch ein paar mal üben darf: Mich (aus)halten.

Womit habe ich die Tage noch verbracht? Mit Regenpausen, die beim Wandern die schönsten Ausblicke ermöglicht haben. Mit guten Büchern (ich werde es euch noch auf viele Weisen wissen lassen, welche). Aber auch mit ruhigem Schauen, vor mich hin, aufs oft windgepeitschte Wasser, auf Bäche, die fließen, wo sonst alles viel zu trocken ist. Blicke auch in mich hinein, fern und nah zurück.

Und ja, der Wind war zwischendurch sogar so gnädig, dass ich zwei große Runden auf dem Board genießen durfte. (Nachdem ich es mit klammen Händen vom Schimmel befreit habe. Eine Lektion in: Es ist immer alles gleichzeitig.) Da draußen auf dem Wasser waren wieder einmal meine besten Stunden!

Ansonsten: Ich habe gejammert und gewütet, über das, was scheinbar nicht so klappt in meinem Leben. Und tief dankbar auf das geblickt, was glückt und wärmt. Ich habe gestaunt, über das, was sich gezeigt hat — in mir. Und um mich herum.

Ich habe Kraft geschöpft. Nicht, um mich in neue Projekte zu stürzen, sondern um weiter den Weg zu gehen, von dem ich fühle, dass er der richtige ist. Auch wenn manchmal Steine darauf liegen, blüht Schönstes am Rand, führt er ins Offene, Helle.

Ohne Druck und mit viel Lust, habe ich irgendwann auch über den Steady Account hier nachgedacht. Er geht nun ins fünfte Jahr — ist das zu fassen?! Wir gehen, wir gehen zusammen. Schon so weit, mit manchen von euch. Wie mich das lächeln lässt, während ich das schreibe. Und wie ich mich über alle freue, die neu dazu-oder wiederkommen. So habe ich mir das gewünscht.

Am Anfang hatte ich große, fast überbordende Vorstellungen davon, wie abwechslungsreich hier alles sein müsste: ständig Neues, immer wieder andere Formate, Überraschungen, Rubriken, Wendungen.

Heute mit viel mehr Erfahrung, im engen Austausch mit euch, merke ich: Das, was bleibt, ist etwas anderes. Kontinuität. Authentizität. Leichtigkeit. Ein Raum, in dem Texte atmen dürfen, ohne zu hetzen. Ein Ort, an dem ich schreiben kann, wozu Bücher und das Leben mich eben inspirieren — ein Ort, an den ihr immer kommen könnt, wenn es anderswo zu laut, zu schnell, zu flüchtig ist.

Die neuen Namen der Pakete (die nun endlich nicht mehr 1, 2 und 3 heißen müssen, die armen) sind mir bei einem Spaziergang um die stürmische Bucht eingefallen. Wind, Wellen, der Geruch nach Salz — und plötzlich war da Klarheit:

  • Anker — halten, was wichtig ist

  • Weite — wo Texte atmen dürfen

  • Kompass — weil Lesen persönlich ist

Sie erzählen mehr, als Nummern es konnten. Von Beständigkeit. Von Bewegung. Von Orientierung. So, wie Literatur mir immer wieder beides schenkt: ein Bleiben und ein Weitergehen.

Die Paketbeschreibungen fühlen sich für mich jetzt wie die zart angepasste Farbe und Schrift besser abgemischt und harmonischer an.

✨ Und wichtig: Für euch, die ihr schon hier seid, ändert sich nichts nachteilig. Eure Paketpreise und der Turnus eurer Inhalte bleiben.

Für alle, die neu dazukommen, werden die Preise ab dem 15. Januar angepasst.

Anker und Weite bekommen künftig je einen Text mehr. Für Kompass wird es in den kommenden Monaten spannende andere Einblicke in den Stories geben.

Ich freue mich, wenn ihr mich weiter oder auch neu begleitet — lesend, fragend, neugierig. Kommentiert gern, wenn ihr Gedanken dazu habt, auch Wünsche sind willkommen. Das hier ist unser Raum.

Vielleicht ist das überhaupt der Kern: Leichtigkeit. Das könnte mein neues Lieblingswort werden. Nicht möglichst viel Abwechslung, sondern ein verlässlicher Ort. Ich habe den Eindruck, dass euch das ebenso wichtig ist wie mir.

Hier liste ich euch noch einmal auf, wie Anker, Weite und Kompass feste Termine im Kalender sind. Und was darüber hinaus.

Anker

Anker

halten, was wichtig ist

Anker steht für Verlässlichkeit. So bekommt ihr regelmäßig Zugang zu meinen offenen Angeboten – und unterstützt, dass sie weiter entstehen können — ruhig, verlässlich, mit Leichtigkeit.

Zu meinen frei zugänglichen Formaten gehören: die Literatursprechstunde und @mariaslesekreis auf Instagram und der MCP-LiteraturNewsletter.

Als Dank bekommt ihr hier:

  • meine Vorworte und Beiträge in Anthologien

  • am 15. jeden Monats: Drei exklusive Buchempfehlungen zur Monatsmitte

Warum: Weil unabhängige literarische Räume nicht selbstverständlich sind — ihr ermöglicht, dass sie weiter entstehen können.

Weite

Weite

wo Texte atmen dürfen

Die Weite ist für alle, die mehr lesen möchten als in einen Insta-Feed passt und mit mir nach neuen Horizonten suchen wollen.

Ihr bekommt alles aus dem Anker — und zusätzlich mehr Raum für Texte, die tiefer gehen dürfen, ohne feste Rubriken, aber mit Verlässlichkeit und Herzmut.

  • am 9. jeden Monats: ein Text zu Literaturthemen —  Branche, Bücher und Beobachtungen

  • am 23. jeden Monats: ein persönlicherer Text — näher an meinem Lesen, Zweifeln, Finden und auch Leben & Schreiben

Warum: Weil Literatur begleitet — und weil hier ein Ort existiert, der unabhängig von Algorithmus und Hektik atmet, zuhört und weiterdenkt.

Kompass

Kompass

weil Lesen persönlich ist

Der Kompass ist für alle, die echte Orientierung im Lesen suchen — und enger mit mir unterwegs sein wollen.

Hier ist alles aus Anker und Weite enthalten — und außerdem:

  • Zugang zu meinen Close Friends auf Instagram für die #Freitagslyrik und #Montagsprosa (der Blick hinter der Kulissen der Woche)

  • zweimal im Jahr: eine halbe Stunde persönliche Buchberatung (per Zoom, Telefon, Mail oder in einer Berliner Buchhandlung)

  • einmal im Jahr: eine handschriftliche Post von mir

  • ein Gastzugang zum Verschenken

Warum: Weil Lesen Orientierung schenkt — und manchmal jemand gut tut, der mit ruhigem Blick sortiert, die richtigen Bücher vorschlägt und Raum fürs Gespräch hält.

Außerdem liebe ich es, im geschützten Rahmen der Close Friends wöchentlich Einblicke und Gedanken zu teilen.

Ich bin gespannt, was ihr dazu denkt. Freue mich an eurem Hiersein und an unserem gemeinsamen Raum.

Und wüsche euch ein frohes, leichtes und helles Jahr.

Eure Maria

Sujet Anker

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