Passer au contenu principal

Was ist ein Gelingendes Leben?

Freimaurerei wird auch als “Königliche Kunst” bezeichnet. Man meint damit “Lebenskunst” und es geht darum, ein “Gelingendes Leben” zu leben.

Ein gelingendes Leben bezeichnet ein Leben, das stimmig, sinnerfüllt und ethisch verantwortungsvoll geführt wird – sowohl im Verhältnis zu sich selbst als auch zur Welt.

Es geht nicht primär um äußeren Erfolg, sondern um innere Übereinstimmung mit den eigenen Werten, Zielen und dem, was man als sinnvoll erachtet.

Elemente eines gelingenden Lebens sind z.B.:

  • Sinnhaftigkeit (z.B. nach Viktor Frankls Logotherapie: "Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie.")

  • Integrität (Treue zu ethischen Prinzipien auch unter Druck)

  • Selbstwirksamkeit (das Gefühl, das eigene Leben mitgestalten zu können)

  • Verantwortung (gegenüber sich selbst, anderen und zukünftigen Generationen)

  • Verbundenheit (zu anderen Menschen, Gemeinschaften und höheren Ideen)

Welche Voraussetzungen sind dafür wichtig?

Selbsterkenntnis: Wer bin ich wirklich? Was ist mir wesentlich?

Wertebewusstsein: Eine bewusste Entscheidung für Werte, die nicht beliebig sind, sondern als tragfähig und sinnerfüllend erlebt werden.

Freiheit und Verantwortung: Die Bereitschaft, Freiheit nicht nur als "Wählen-Können", sondern auch als "Antwort-Geben-Müssen" auf Herausforderungen zu verstehen.

Resilienz: Die Fähigkeit, mit Brüchen, Niederlagen und Unsicherheiten sinnvoll umzugehen.

Gemeinschaft: Ethisch orientierte Beziehungen, in denen man sich gegenseitig unterstützt und inspiriert.

Kontinuierliches Lernen: Besonders in einer sich technologisch rasch wandelnden Welt bleibt Bildung, auch über sich selbst, essentiell.

Was behindert ein gelingendes Leben?

Äußere Zwänge: Materielle Not, politische Unterdrückung, soziale Isolation.

Innere Blockaden: Angst, Perfektionismus, Selbstentfremdung, fehlender Mut zur Veränderung.

Falsche Maßstäbe: Erfolg, Macht und Konsum werden fälschlicherweise mit "Glück" gleichgesetzt.

Technokratische Verengung: Das Leben wird nur noch als Optimierungsproblem betrachtet (Effizienz statt Sinn).

Ethik Vergessenheit: Kurzfristiger Nutzen verdrängt langfristige Verantwortung.

Was kann ich dagegen tun?

1. Reflexion und Standortbestimmung:

Wo stehe ich? Bin ich mir und meinen Idealen treu? Selbstkritik, ohne sich dabei selbst zu entwerten.

2. Sinnorientierung entwickeln:

Große Fragen stellen: "Wofür bin ich da?" – Nicht nur "Was will ich erreichen?" Achte auf die kleinen Zeichen von Sinn im Alltag.

3. Verantwortung übernehmen:

Auch dort, wo es unbequem ist.

Besonders als Führungskraft: Ethische Führung statt bloßer Machtausübung.

4. Mut zur Begrenzung und Auswahl:

Nicht alles tun müssen, nicht jedem Trend folgen.

Qualität statt Quantität im Tun und im Leben.

5. Gemeinschaft suchen und pflegen:

Dialog, Freundschaft und gegenseitiges Lernen sind tragende Kräfte.

6. Spirituelle oder philosophische Anker setzen:

Rituale, Meditation, Logotherapie, Freimaurerei oder andere Wege können helfen, sich immer wieder neu auf das Wesentliche auszurichten.

7. Technisches Wissen sinnvoll einsetzen:

Technik als Werkzeug für menschliche Entfaltung nutzen – nicht als Ersatz für Sinn.

Ganz praktische Schritte für ein Gelingendes Leben

Meinen "Ethik-Kompass" für ein gelingendes Leben entwickeln

Ein Kompass, der dir hilft, Entscheidungen und Lebensgestaltung an deinen Werten und Zielen auszurichten.

A. Meine zentralen Werte definieren (Was ist mir wirklich wichtig?)

Schreibe 5–7 Werte auf, die dein Handeln leiten sollen. (Beispiele: Wahrheit, Gerechtigkeit, Mitgefühl, Freiheit, Verantwortlichkeit, Weisheit, Integrität)

B. Meinen persönlichen Lebenssinn erkennen (Wofür will ich leben?)

Formuliere in 2–3 Sätzen dein Lebensmotto oder deine Lebensaufgabe.

C. Meine größten Gaben beschreiben (Was kann ich besonders gut einbringen?)

Liste deine wichtigsten Fähigkeiten, sowohl fachlich als auch menschlich.

D. Meine konkreten Verantwortungsbereiche festlegen

Wo trage ich bereits Verantwortung?

Wo könnte ich bewusst mehr Verantwortung übernehmen?

E. Meine Haupt-Gefahrenquellen erkennen

Was verführt mich, meine Werte zu verraten oder zu vernachlässigen?

Beispiele: Angst, Bequemlichkeit, Anerkennungsdruck.

F. Mein persönlicher Leitsatz

Formuliere einen Satz, der dich in schwierigen Momenten erinnert:

z.B. "Ich bin der Hüter meiner Werte, auch wenn es schwierig wird."

Meinen  "Sinn-Canvas" beschreiben – eine praktische Standortbestimmung

Ähnlich wie ein Business-Canvas, aber für dein Leben.

Hier eine vereinfachte Struktur:

Vision: Was ist mein ideales Bild eines gelungenen Lebens

Sinnquelle Wo erfahre ich Sinn? (Arbeit, Beruf, Familie, Engagement?)

Hindernisse Was blockiert mich derzeit am meisten?

Wertebasis Welche Werte will ich unter keinen Umständen verletzen?

Wachstumsfelder Wo kann ich in nächster Zeit wachsen? (Charakter, Wissen etc.?)

Verbindungen Mit wem oder was möchte ich mich stärker verbinden?

Tägliche Praxis Was kann ich täglich tun, um dem gelungenen Leben näherzukommen?


Empfehlung zur Anwendung:

Nimm dir 1–2 Stunden ungestörte Zeit.

  • Fülle zuerst den Ethik-Kompass aus.

  • Danach entwickle mit dem Sinn-Canvas konkrete kleine Schritte.

  • Lies beide Dokumente einmal pro Monat und passe sie ggf. an.

Damit schaffst du eine systematische, ethisch fundierte Selbststeuerung für dein persönliches gelingendes Leben.


Sujet Kerzengespräch

0 commentaire

Vous voulez être le·la premier·ère à écrire un commentaire ?
Devenez membre de Masonic Lectures et lancez la conversation.
Adhérer