Passer au contenu principal

2. Podcast-Folge

https://open.spotify.com/episode/1Xi50ksXowKgLXHYm6hJxJ?si=VlwSnHsgTKyyspAMhuJV3A (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Warum wir bei Nachhaltigkeit an Essen denken – aber kaum an Sextoys

Wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen, denken viele Menschen sofort an Bio-Lebensmittel, faire Kleidung oder plastikfreie Kosmetik. Vielleicht auch an Elektroautos oder Recycling.

Aber kaum jemand denkt an Sextoys.

Und genau das ist spannend.

Denn Produkte für unsere Sexualität kommen unserem Körper oft näher als fast alles andere in unserem Alltag. Trotzdem wird selten darüber gesprochen:

  • Woraus bestehen diese Produkte eigentlich?

  • Enthalten sie problematische Stoffe?

  • Wie werden sie produziert?

  • Wie lange halten sie?

  • Und warum scheint Nachhaltigkeit in der Erotikbranche oft keine große Rolle zu spielen?

Genau darüber spreche ich in der zweiten Folge meines Podcasts Nachhaltige Sextoys.

Die Lücke zwischen Denken und Handeln

Für mein Studium habe ich mich bereits vor einigen Jahren intensiv mit nachhaltigem Sexspielzeug beschäftigt. In meiner Forschungsarbeit habe ich Menschen in Österreich zu ihrem Kaufverhalten befragt.

Das Ergebnis war überraschend – und gleichzeitig irgendwie logisch:

Viele Menschen finden Nachhaltigkeit wichtig.
Aber deutlich weniger kaufen tatsächlich nachhaltige Sextoys.

Diese Diskrepanz nennt man „Attitude-Behaviour-Gap“ – also die Lücke zwischen unserer Einstellung und unserem tatsächlichen Verhalten.

Und genau diese Lücke gibt es auch bei Erotikprodukten.

Viele Menschen haben einfach noch nie darüber nachgedacht

Einer der häufigsten Gründe in den Interviews war nicht Gleichgültigkeit.

Sondern:
„Ich habe mir darüber ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht.“

Und das zeigt ein großes gesellschaftliches Problem.

Sexualität wird bis heute oft tabuisiert. Über nachhaltige Ernährung spricht man offen. Über nachhaltige Mode ebenfalls. Aber über nachhaltige Sextoys? Fast gar nicht.

Dadurch fehlt:

  • Aufklärung,

  • Sichtbarkeit,

  • Orientierung,

  • und oft auch das Bewusstsein.

Gesundheit war vielen wichtiger als Umwelt

Besonders spannend fand ich:

Viele Interviewpersonen verbanden Nachhaltigkeit zuerst mit Gesundheit.

Sie wollten:

  • keine Giftstoffe,

  • keine Weichmacher,

  • bessere Materialien,

  • langlebigere Produkte.

Gerade bei Produkten, die direkt mit empfindlichen Körperstellen in Kontakt kommen, wünschen sich viele Menschen mehr Sicherheit und Transparenz.

Und das vollkommen zurecht.

Warum dieser Podcast existiert

Mit Nachhaltige Sextoys möchte ich genau diese Gespräche öffnen.

Ohne Scham.
Ohne peinliche Stimmung.
Ohne erhobenen Zeigefinger.

Sondern neugierig, ehrlich und kritisch.

Denn Nachhaltigkeit endet nicht beim Supermarktregal.
Auch Lust, Körper und Sexualität dürfen Teil dieser Diskussion sein.

Die neue Podcastfolge jetzt anhören

In der neuen Folge spreche ich über:

  • meine Forschungsarbeit,

  • die Ergebnisse der Interviews,

  • die Rolle von Tabus,

  • gesundheitliche Aspekte von Sextoys,

  • und warum viele Menschen nachhaltiger kaufen möchten – aber oft nicht wissen wie.

Vielleicht denkst du nach dieser Folge zum ersten Mal bewusst darüber nach, welche Produkte eigentlich in deinem Schlafzimmer landen.

Und genau dort beginnt Veränderung.

.

Ich möchte offen, ehrlich und unabhängig über nachhaltige Sextoys, Körper, Lust und Konsum sprechen — ohne Tabus und ohne Greenwashing.

Wenn du meine Arbeit unterstützen möchtest, kannst du mich monatlich unterstützen. Damit hilfst du mir, neue Podcastfolgen, Artikel, Aufklärung und Projekte rund um nachhaltige Sexualität möglich zu machen.

Schon 5€ monatlich, so viel kostet z.B. ein Smoothie, helfen mir bei der Arbeit.

Sujet Podcast

0 commentaire

Vous voulez être le·la premier·ère à écrire un commentaire ?
Devenez membre de Nachhaltige Sextoys et lancez la conversation.
Adhérer