Dieser Newsletter ist der Sitcom Seinfeld nachempfunden. "It´s about nothing." Das Leben ist stressig genug. Fröhliche Weihnachten!

Hallo, ihr lieben Menschis,
in der letzten Woche habe ich zwei Newsletter empfangen. Der eine war vom WWF, der andere von einem Institut für konstruktiven Journalismus. Beides interessiert mich. Beide Newsletter habe ich nicht gelesen. Der vom WWF war so lang, dass ich schnell aufgab, weil ich dachte: „Das schaffe ich eh nicht.“ Der Journalismus-Newsletter begann mit den Worten: „Kennst du xy, kennst du yz oder den Podcast von zx?“ Ich kannte die alle nicht und fühlte mich direkt gestresst, so als müsste ich durch das Lesen dieses einen Newsletters all das Wissen einfangen, das in den vergangenen Jahren erfolgreich an mir vorbeigezogen ist.
Diese Erfahrungen haben dazu geführt, dass es in diesem Newsletter um nichts geht. Wie bei der Sitcom Seinfeld: “It´s a show about nothing!” Ich hab ein paar lustige Anekdoten aus unserem Familienleben aufgeschrieben, Fragen, die wir uns so stellen, wenn uns langweilig ist und ich präsentiere mein „Accomplishment of the Year“ das so lächerlich ist, dass man sich nicht schlecht fühlen muss, wenn man das nicht auch erreicht hat.
In dieser Zeit, in der so viele Bilanz ziehen, gesetzte Ziele und Erfolge vergleichen, möchte ich Folgendes sagen: Stark von uns, dass wir es bis hierhin geschafft haben. Es war nicht immer leicht, manches war sogar richtig hart. Vielleicht sind wir immer noch auf der Suche nach der optimalen Balance, aber mal ehrlich: Ich denke, es ist auch nicht so leicht, die zu finden, wenn man auf einer Kugel lebt, die sich dauernd um irgendetwas dreht.
Viel Spaß beim Lesen,
eure Ninja

Handy aus. Fantasie an.
Hannah (13) war die Bildschirmzeit etwas aus der Kontrolle geraten, daher hatte sie am Abend ihr Handy an Papa David abgegeben. Am nächsten Morgen am Frühstückstisch entspann sich folgender Dialog:
Hannah: „Ich war heute um 8h wach und hab erstmal ne halbe Stunde mein Handy gesucht. Dann habe ich mich an unser Gespräch gestern erinnert und bin wieder ins Bett gegangen.“
David: „Da warst du bestimmt ganz schön sauer auf dich.“
Hannah: (grinst) „Ja genau. Aber dann habe ich die Rentiere gefunden und mit denen ein Rennen im Wohnzimmer veranstaltet.“

Sind Leute, die Phil heißen, freundlich?
Ich liebe es, Nachrichten von Emma (16) zu bekommen, wenn sie in der Schule ist – natürlich nur in der Pause ; ). Ein Highlight der letzten zwei Wochen war ein Video von ihrem Chemie-Arbeitsblatt mit folgendem Audio: „Ey, ich hab ne neue Logik. Du siehst ja hier, dass wasserfeindlich „hydrophob“ heißt und wasserfreundlich „hydrophil“. Also, Leute, die Phil heißen, sind die dann freundlich?“
Danach hörte ich sie über ihren eigenen Witz kichern, was ich besonders sympathisch finde, weil ich das auch immer mache.

Ich war dann motiviert, ihr von Philipp (griechisch Philippos), dem Pferdefreund zu schreiben aus „philos“ für Freund und „hippos“ für Pferd. Wir einigten uns darauf, dass es passend sei, wenn ein Phil freundlich wäre, dass es aber schon eine Lebensaufgabe sein könne, diesem Namen gerecht zu werden. Allerdings kam uns dann noch die Frage in den Sinn: „Was ist, wenn man Phoebe heißt?”
WTF, natürlich weiß ich, was ETFs sind.
Es gab mal diesen Moment, ich weiß gar nicht mehr, ob das in diesem Jahr oder sogar noch 2024 war. Jedenfalls war ich motiviert genug, mich mit David zusammenzusetzen, um über mögliche Geldanlagen zu sprechen. Nach fünf Minuten wurde ich ungeduldig, denn ich fand, er müsse jetzt wirklich nicht beim Urschleim anfangen mit seinen Ausführungen. Ich bin seit 13 Jahren selbstständig, mache meine Buchhaltung selbst, meine Steuererklärung und lebe ja nicht auf dem Mond. „Jahaaa, du brauchst mir das nicht alles zu erklären“, sagte ich. „Ich weiß, was EFTs sind.“
Stille.
Gelächter.

Wer EFT (Electronic Funds Transfer) mit ETF (Exchange Traded Fund) verwechselt, also elektronischen Geldtransfer mit börsengehandelten Fonds, der weiß offensichtlich richtig gut Bescheid. Das größte Problem dieser ungeschickten Entblößung meiner Unwissenheit war, dass ich mir die richtige Reihenfolge der Buchstaben seitdem nicht mehr merken kann. Das ist genau wie beim Paddel für mein SUP-Board, das ich jedes Mal falsch zusammenschraube, weil ich mir nur gemerkt habe, dass ich es immer falsch mache, aber nicht mehr weiß, wie herum es richtig ist. Aber zum Glück kam neulich Emma und hat mir eine tolle ETF-Eselsbrücke gebaut: „Es ist wie bei ‚What The Fuck‘, zuerst kommt das t und dann das f“, sagte sie. So einfach. So. genial. Seitdem kann ich es mir super merken.
Kein Porträt.
Das neue Porträt, das ich für diesen Newsletter versprochen habe, gibt es übrigens noch nicht. Mein Interviewpartner ist krank geworden. Stattdessen habe ich etwas anderes Herausragendes geleistet in der vergangenen Woche und das möchte ich euch nicht vorenthalten. Hier kommt mein „Accomplishment of the Year“. Folgt zum Weiterlesen einfach dem Link.
https://steady.page/de/ninjaswelt/posts/937efd56-3de5-4a8c-8a9a-6dfc5d46efad (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Lasst euch nicht ärgern, genießt die Feiertage und habt schöne Weihnachten. Wir lesen uns wieder am Montag in zwei Wochen, dem 29.12.2025.
Eure Ninja
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