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RANTANPLAN

Alte Schweden

Ox-Interview von Joachim Hiller

RANTANPLAN haben gerade einen guten Lauf: 2025 kam ein neues Album, Anfang 2026 folgte der Dokumentarfilm „Exile on Broad Street“ über die Albumaufnahmen in den USA, und nun erschien auch noch das Coveralbum „Geschwedet“. Anlässe genug für noch ein paar Fragen an Bandkopf Torben.

Bandmitglieder von RANTANPLAN
Foto: Michael Raadts

Torben, was hat euch kreativ so beflügelt?

Es stimmt schon, dass ich wieder etwas mehr Zug in die Sache gebracht habe, aber das 2025er Album „Blast Off NY“ enthielt ja auch „nur“ ältere Lieder. Wir haben die bei Don Fury im Studio zwar performt, so wie eine US-Hardcore-Band aus den 1990ern, aber wir hatten ja auch ein paar Gigs in den letzten 30 Jahren, um die Nummern zu schleifen. Eigentlich schleiften die Nummern eher mich als ich sie. Ich muss jedes Mal 100% geben, um ihnen gerecht zu werden und die Heilung ist dabei das Quantum Motivation mehr als der eigentliche kontinuierliche körperliche Verschleiß. Das wirkt etwas beflügelnd, obwohl man konsequent auch Richtung Abgrund reitet ... Ich werde 54. Ich muss die Schlachten jetzt ausfechten, worauf soll ich warten? Irgendwann in ganz absehbarer Zeit verglüh ich. Dann möchte ich gern weitestgehend fertig haben. Das Coveralbum haben wir peu à peu im letzten Jahr in Hamburg aufgenommen. Sozusagen in Supereasy-SloMo im Schalltona zu Altona. Das war mehr Entspannung als Stress. Ganz anders als die NY-Sache. Auch Dank der positiven Gemütlichkeit von Produzent Jurik Maretzki und Studiobetreiber Hannes.

Warum eine Platte mit Coversongs?

Ich covere total gerne, wenn das Lied in meinem Energiespektrum liegt. Also wenn ich ihm performativ gerecht werden kann. Soll heißen: ein Coveralbum könnte ich immer machen. Allerdings nicht mit Don Fury, denn der hätte mich bei dieser laxen Herangehensweise permanent vollgemeckert und danach wahrscheinlich für immer blockiert.

Aber euer Album hat Don Fury aufgenommen – ich fürchte, eine NHYC-Legende wohl nur noch in unserer Ü50-Generation ... Ich war mal Mitte der 1990er mit Pavlos von WreckAge Records bei ihm im Kellerstudio in Manhattan. Wie alt ist er jetzt, wie geht es ihm, was macht er? Seinen Namen hat man außer bei euch in den letzten Jahren leider nicht mehr so oft gelesen. Von den Räumlichkeiten her – siehe eure Doku – hat er sich deutlich verbessert zu damals.

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