Wurde Ihnen dieser Post weitergeleitet oder haben Sie einen LINK erhalten? Möchten Sie kĂŒnftig kostenfrei und unververbindlich ĂŒber aktuelle Themen inormiert werden, können Sie den Newsletter abonnieren:
Laut dem aktuellen Zensus waren am 15. Mai 2022 etwa 1,9 Millionen Wohnungen ungenutzt » LINK (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre). Gleichzeitig fehlt Wohnraum. Das Pestel-Institut hat konkrete Zahlen fĂŒr den Bedarf der bayerischen GroĂstĂ€dte ermittelt » LINK (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre).
In diesem Zusammenhang rĂŒckt der Bestand an leerstehenden Eigenheimen und unsichtbarem Wohnraum (Einpersonenhaushalt in groĂem Haus / groĂer Wohnung) in den Fokus, da diese Ressourcen besser genutzt werden könnten. Dies ist nicht nur aus stĂ€dtebaulicher Sicht sinnvoll, sondern auch wichtig fĂŒr die Verteilungsgerechtigkeit und zur Vermeidung von Einsamkeit.
Es ist wichtig, das Thema aus der Sicht einer Seniorin zu beleuchten.
Das Eigenheim ist privates Eigentum und genieĂt als Grundrecht verfassungsrechtlichen Schutz. Insofern treffen EigentĂŒmer:innen vom EinfamilienhĂ€usern oder Eigentumswohnungen immer FREIWILLIGE Entscheidungen.
Interessant ist die Umfragung des âVerband Wohnungseigentumâ (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre): Knapp ein Drittel (32 %) zeigt sich aufgeschlossen gegenĂŒber der effizienteren Nutzung ihres Wohnraums: Davon sind 41 % bereit, ihn zu vermieten. 23 % wĂŒrden durch Umzug/Wohnungstausch ihre WohnflĂ€che verkleinern. Zwei Drittel (68 %) stehen MaĂnahmen zur effizienteren Nutzung ihres Wohnraums skeptisch gegenĂŒber.
Letzteres ist durchaus verstĂ€ndlich. Viele dieser HĂ€user wurden mit groĂem Einsatz, SchweiĂ und MĂŒhe erworben, liebevoll gepflegt und abbezahlt. Jahrzehntelang wurde das Eigenheim vom Staat bewusst gefördert.
Eine kritische Darstellung von Bestands-EFH wird dieser Lebensleistung der betroffenen Generation nicht gerecht. Dies sollte bei jeder Publikation und Beratung angemessen berĂŒcksichtigt werden, damit sich die Senior:innen nicht angegriffen und bevormundet fĂŒhlen.
Wir können als Berater:in nur mit Sachkunde unterstĂŒtzen.
Wissen
Hierzu habe ich etwas geschrieben unter âŠ
https://www.leben-vor-der-stadt.de/alle-artikel/weiternutzen-vererben-vermieten-verkaufen-handlungsoptionen-fur-bewohner-innen (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre)Es handelt sich um ein Projekt der WĂŒstenrot Stiftung und der Hochschule fĂŒr Technik Stuttgart in Kooperation mit der Bundesstiftung Baukultur.
Motivation
Wie könnte die Ansprache erfolgen?
Ich ermutige EigentĂŒmer:innen folgendermaĂen:
Ihr Einfamilienhaus ist mehr als nur ein GebĂ€ude - es ist Ihr persönliches Lebenswerk, in das Sie Jahrzehnte an Arbeit, Liebe und Erinnerungen investiert haben. Als juristische Expertin fĂŒr Vorsorge und Wohnen verstehe ich, wie wichtig Ihr Zuhause fĂŒr Sie ist und welchen emotionalen Wert es hat.
Entdecken Sie neue Möglichkeiten, die Ihre LebensqualitĂ€t und Selbstbestimmung langfristig steigern. Vielleicht möchten Sie gleichzeitig das Familienvermögen schĂŒtzen oder familiĂ€re Erbschaftskonflikte vermeiden. Dabei respektiere ich vollstĂ€ndig Ihre PrivatsphĂ€re und Entscheidungsfreiheit.
NatĂŒrlich kann der Impuls auch ĂŒber die potenziellen Erben erfolgen.
Deshalb sollten jeder wissen, was auf ihn / sie als Erb:in zukommt.
Hierzu habe ich einen Post veröffentlicht: » LINK (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre)
Damit haben alle genug Zeit, Alternative abzuwÀgen und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten.
Ăbrigens: Es gibt eine neue KfW-Förderung ab 03.09.24:
KfW-Förderung 308 âWohneigentum fĂŒr Familien - Bestandserwerbâ
Diese Förderung fĂŒr den Kaufpreis kann auch fĂŒr den Erwerb des Elternhauses genutzt werden. Davon profitieren junge Familien mit einem bestimmten Haushaltseinkommen, die eine Bestandsimmobilie mit einer schlechten Energieeffizienzklasse zur Eigennutzung erwerben. Alle Details finden Sie unter » LINK (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre)
Mit der Förderung geht eine Sanierungspflicht einher, die innerhalb von 4,5 Jahren erfĂŒllt werden muss. HierfĂŒr gibt es wiederum Fördermittel ĂŒber die BAFA. Alle Details finden Sie unter » LINK (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre)
Bauliche VerÀnderungen - unter Schaffung von neuen WohnraumflÀchen) sind / werden in vielen BundeslÀndern baurechtlich erleichtert.
Private Bestandsobjekte haben viel Potential. Dieses zu erschlieĂen, erfordert eine strategische Planung mit Fachleuten ⊠und Zeit. Die Betroffenen mĂŒssen informiert und begleitet werden.
FĂŒr detaillierte Fachinfos oder kollegialen Austausch können Sie âŠ
Angelika Majchrzak-Rummel
RechtsanwÀltin, (Wohn)Projektberaterin