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Verantwortung, Eigenlob und ein langer Atem

Hallo in die Runde, ich hoffe es geht euch gut (und wenn nicht ist natürlich auch ok in allerherzlichster Drinnie-Manier)

In meinen Augen wurde bereits sehr viel zu den letzten politischen Ereignissen in äußerster Detaillreiche geschrieben und gesagt und es gibt weitaus mehr Menschen mit höherer Expertise als ich sie inne habe oder jemals noch inne haben könnte. Deshalb heißt es für mich, weiter zu machen, sich weiter solidarisch gemeinsam mit anderen Menschen und Organisationen dafür einsetzen, dass wir alle hier ein respektvolles Leben führen können. Passt aufeinander auf, hört einander zu, reflektiert euch selbst und überarbeitet euch nicht bei all den Themen und Aufgaben, die alle anstehen.

In diesem Sinne: Lasst uns in den Newsletter für diesen Monat einsteigen:

Immer wieder werde ich überrascht angeschaut, wenn ich erzähle, dass ich Queermed neben meiner hauptberuflichen Lohnarbeit betreibe und ob ich nicht endlich Leute einstellen möchte:

Ein schöner Gedanke, nur leider hat Queermed nicht annähernd genug “Einnahmen” (Spenden, Steadymitgliedschaften, Honorare, Förderungen), als dass das möglich wäre. Wobei ich auch immer wieder spontane Bewerbungen bekomme. Als Assistenz für die Rezeption zum Beispiel oder auch für unbezahlte Praktika. Das ist eine große Ehre und auch immer wieder unglaublich, dass Queermed als so große Organisation wahrgenommen wird. Gleichzeitig ist es nach wie vor meine Aufgabe, die Finanzen so weit zu verbessern, dass eine langfristige Anstellung von mindestens 1-2 Personen auf Minijob-Basis möglich ist. Angesichts der Tatsache, dass auch im Internet derzeit sehr viele Spendenaufrufe auch für Privatpersonen laufen, ist das Spendenaufkommen über die Sommermonate (wie jedes Jahr) stark zurückgegangen.

Deshalb ist es gut, dass Queermed nicht nur auf Spenden angewiesen ist, sondern auch auf regelmäßige und damit planbare Unterstützung wie Steady-Mitgliedschaften! Danke also an alle, die die Arbeit von Queermed bisher unterstützt haben! Es fehlt zwar noch etwas, aber es ist auf jeden Fall schon eine große Summe, die dazu beiträgt, dass einige Kosten bereits gedeckt werden können. Für die zweite Jahreshälfte gab es eine kleine Förderung der Schachtsiek-Stiftung, die ehrlicherweise doch deutlich kleiner ausgefallen ist als erhofft (falls ihr die Pressemitteilung (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)dazu schon gelesen habt). Diese Förderung wird auch zum jetzigen Stand nur bis zum Jahresende laufen und es ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar, ob diese in irgendeiner Weise weitergeführt wird.

Ein Angebot, das ich in Zukunft verstärkt fördern möchte, ist das Thema Workshops und Vorträge. Ich habe den Eindruck, dass es nach wie vor ein großes Interesse an Online-Veranstaltungen gibt, zumal diese oft viel einfacher und barrierefreier gestaltet werden können als Offline-Veranstaltungen. Daher plane ich, ab Ende des Jahres eigene Online-Veranstaltungen zu verschiedenen Themen anzubieten.

Hier muss ich aber noch recherchieren, wie man den Anmeldeprozess und auch die Bewerbung solcher Veranstaltungen etwas automatisieren kann, um nicht zu viel Aufwand zu generieren.

Es sollen verschiedene Zielgruppen angesprochen werden. Sowohl an Patient*innen als auch an Praktizierende. Aber auch Themen, die nicht primär mit der Gesundheitsversorgung zu tun haben, sollen berücksichtigt werden. Wer bereits Themenwünsche hat, kann sich gerne an diese E-Mail wenden!

Auf Queermeds Website unter

findet ihr alle aktuellen und vergangenen Veranstaltungen!

Book GIF by Lily Williams

Gestern durfte ich für die FUMA ein Webinar zum Thema “Diversitätssensible Gesundheitsversorgung von Jugendlichen” halten. Solche Veranstaltungen zeigen mir durch die rege Teilnahme, dass sich viele Menschen für diese Themen interessieren und lernen wollen.

Und nun zu den kommenden Queermed-Veranstaltungen, die im Moment viel Vorbereitungszeit und damit viel meiner Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen:

Einladung (Anmeldeschluss 04.09. 12.00 Uhr!) Online-Talk 05.09.2024: Let's talk about... Gesundheit und Gerechtigkeit. Medizinische Versorgung Betroffener rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

Veranstaltungstext: Wir brauchen in Deutschland eine nachhaltige Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung. Rechte Gewalt verursacht nicht nur körperliche Verletzungen, sondern hinterlässt auch tiefe seelische Wunden. Viele Betroffene müssen die Erfahrung machen, dass ihnen nicht mit der notwendigen Sensibilität und Unterstützung begegnet wird. Über dies erfahren die betroffenen Menschen in Praxen, Kliniken und Versorgungseinrichtungen, an die sie sich nach Gewalterfahrungen wenden, leider häufig zusätzlich Rassismus, Queerfeindlichkeit, Ableismus und/oder weitere Diskriminierungen.

Im Gespräch mit Sara Grzybek von Queermed Deutschland (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), Dr. Monika Rosenbaum vom NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), Dr. med. Sebastian Schink von Armut und Gesundheit in Deutschland e.V. (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), Jan-Robert Hildebrandt von der Opferberatung Rheinland wollen wir Bedarfe und Leerstellen diskutieren sowie positive Ansätze und stärkende Beispiele herausstellen.

Moderation: Das Team der Opferberatung Rheinland

Hinweis: Die Veranstaltung wird in deutscher Lautsprache stattfinden.

Anmeldung bitte per Mail an: bildung@opferberatung-rheinland.de

Queermed auf der TinCon 2024 in Hamburg

Dieses Jahr darf ich auch auf der TinCon 2024 am 18. und 19. September in Hamburg mit einem eigenen Talk zum Thema “Das erste Mal beim Arzt” dabei sein.

Für alle, die die TinCon nicht kennen: “Die TINCON (ursprünglich von: “Teenage Internetwork Conference”) wurde 2015 als gemeinnütziger Verein gegründet. Ziel der TINCON ist es, der jungen Generation, ihren digitalen Lebens- und Medienwelten, ihren Interessen und Anliegen zu mehr Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit zu verhelfen.”

Breaking News: Mareice Kaiser mit dabei beim re:Respekt am 26.09. !

Falls ihr es schon mitbekommen habt, leider musste Denise M’baye aufgrund einer Doppelterminierung ihre Zusage leider wieder zurückziehen. Umso mehr freut es mich, dass ich recht kurzfristig Mareice Kaiser dazugewinnen konnte, die beim zweiten Panel dabei sein wird!

Falls ihr Mareice Kaiser noch nicht kennt:

Mareice Kaiser arbeitet als Journalistin, Autorin und Moderatorin in Berlin und im Internet. Sie scrollt, schreibt und spricht zu Themen wie Arbeit, Muttersein, Gerechtigkeit als auch Zugänge und Inklusion. Mareice schrieb mehrere Bücher, unter anderem "Alles inklusive", "Das Unwohlsein der modernen Mutter" und "WIE VIEL - Was wir mit Geld machen und was Geld mit uns macht". Gleichzeitig war sie Co-Autorin mehrere Bücher wie "Nicht nur Mütter waren schwanger", "von Kinderkriegen" und "Bist du behindert oder was?". 2014 hat sie den Kaiserinnenblog ins Leben gerufen, wo Mütter über ihre Erfahrungen als Elternsein sprechen.

Eine zweite freudige Botschaft ist: Queermed wird beim re:Respekt unterstützt und zwar von der Riccardo-Simonetti-Initiative (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)!

Zur Initiative: "Die Riccardo Simonetti Initiative ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Aufklärungsarbeit zu leisten, Informationen zu vermitteln und Sichtbarkeit für marginalisierte und benachteiligte Personengruppen in der Gesellschaft zu schaffen. Ziel der Initiative ist es, Menschen sowohl online als auch offline aufzuklären. Gleichzeitig wird der Verein bestehende Organisationen unterstützen - mit finanziellen Mitteln, aber auch mit Know-how."

Ein detailliertes FAQ zur Veranstaltung mit allen Infos findet ihr hier auf dem Queermedblog:

https://queermed-deutschland.de/blog/einladung-re-respekt-2024/ (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Holt euch jetzt noch euer Ticket, wir können nicht garantieren, dass wir an der Abendkasse ein ausreichendes Kontigent zur Verfügung haben werden!

Bei der ganzen Arbeit ist es auch für mich wichtig sich in Erinnerung zu rufen, dass es doch recht viel Arbeit, Zeit, Expertise und Erfahrungen, die ich in diese ganzen Projekte und Aufgaben einplane. Und dass es vielleicht nicht immer direkt verbal gefeedbackt wird, merke ich doch, dass es bei vielen Menschen ankommt. Auch das ist wichtig. Nicht nur bei ehrenamtlicher Arbeit. Auch die eigene Arbeit anzuerkennen ist eine wichtige Aufgabe, gerade wenn die meiste Arbeit über das Jahr hinweg doch alleine über den Laptop stattfindet. Und 3 ½ Jahre, so lange läuft nämlich Queermed schon, ist schon eine kleine Weile. Und die Resonanz zu Queermed ist komplett anders als noch zu Beginn. Deutlich positiver, hoffnungsvoller. Weil eben auch Queermed deutlich mehr Unterstützung leisten kann. Weil ich über Queermed viel Feedback und Erfahrungen sammeln konnte, die ich alle wieder zurück in das Projekt habe miteinfließen lassen. Ich hoffe dennoch, dass die Arbeit in den kommenden Monaten noch mehr Menschen erreichen kann und folglich auch unterstützen kann. Auch, dass immer mehr Menschen diesen Newsletter lesen, ist einfach toll.

Talk Talking To Yourself GIF by The Challenge

Reminder: Bei all der Arbeit und den tollen Events, leider auch weiterhin dieses Problem: Finanzielle Bedarfe für 2024 / 2025 zu 29% gedeckt:

Leider gibt es immer noch keine ausreichende Finanzierung für alle geplanten Vorhaben. Im schlimmsten Fall könnte das dazu führen, dass die Arbeit bei Queermed eingeschränkt und runtergefahren werden muss, da die notwendigen Kosten auf jeden Fall gedeckt werden müssen und alle angefragten, zusätzlichen Bedarfe leider unerfüllt bleiben. Zu den anstehenden Kosten für das kommende Jahr:

  • Queermeds 2. re:Respekt Veranstaltung: Das 1. re:Respekt Event (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) war schon ein voller Erfolg! Damit wir dieses Event dieses Jahr entsprechend noch mit besten Voraussetzungen auf die Beine stellen können, braucht es finanziellen Support für eine Location, angemessene Panelist*innenhonorare, Fotobegleitung vom Event, ein Awareness-Team, Werbung, Material vor Ort, Getränke, Gebühren usw. Benötigte Summe: 10.000€

  • Schaffung bezahlte Geschäftsführungsstelle 2025: Damit die Geschäftsführung mehr Zeit in die Arbeit von Queermed investieren kann, braucht sie*er eine bezahlte Stelle um nicht in eine prekäre finanzielle Situation zu geraten. Die benötigte Summe wäre ein Jahresgehalt auf Minijob-Basis. Benötigte Summe: 10.000€

  • 2. Auflage des Leitfaden zum sensibilisierten Umgang mit Patient*innen (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre): Nach dem extrem positiven Feedback zur 1. Auflage soll der Leitfaden in einer folgenden Auflage erweitert werden. Das benötigt erneute Unterstützung von der Designerin. Benötigte Summe: ~ 6.000€

  • Übersetzungen des Leitfadens in Englisch / Russisch / Ukrainisch / Französisch: Jede Übersetzung muss noch mach fachlich geprüft werden, das Design für die jeweilige Sprache muss angepasst werden. Dazu auch wieder Druck- und Versandkosten. Benötigte Summe: 20.000 € 

  • Verwaltungskosten 2025: Damit können alle laufenden Kosten wie Website, Bank und ähnliche Themen für ein Jahr gedeckt werden. Benötigte Summe: 600€

Eine ganze Auflistung und den aktuellen stand findet ihr auf betterplace (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Teilt gerne den Link und spendet falls es gerade eine Möglichkeit für euch ist.

ASK ME ANYTHING - Newsletter Edition

Da diese Rubrik auf Instagram in den Stories immer wieder positive Resonanz erfährt, wollte ich auch hier anbieten, dass ihr eure Fragen an mich stellen könnt, die ich gerne im nächsten Newsletter beantworten werde. Antwortet einfach auf diese E-Mail mit eurer Frage. Und keine Sorge, das passiert alles anonym. Ich werde nur die Frage posten und darunter meine Antwort setzen. Also los gehts! Schreibt drauf los :)

TV gif. Chris O'Dowd as Seán in Moone Boy sits on a front step beside an old suitcase and looks down at his watch in exasperation.

Das war es wieder für diesen Monat. Danke, wenn ihr bis hierhin gekommen seid. Passt auf euch auf!

Steady Support

Danke an alle, die den Newsletter fleißig mitlesen und darüber hinaus Queermed über Mitgliedschaften unterstützen.

Aktuell haben wir 87 Newsletter-Abonennt*innen und 71 Steady-Mitglieder, die ebenfalls den Newsletter erhalten. Vor allem bei den Abonnent*innen haben wir im Vergleich zum vorherigen Monat einen deutlichen Anstieg. Also hallo und herzlich Willkommen!

See You Later Goodbye GIF by Holler Studios

Queermed möchte finanziell unabhängig bleiben. Dazu helfen Spenden oder Steady-Mitgliedschaften. Jetzt Mitglied werden und exklusives Queermed-Merch und queere Kunst erhalten!

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