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Dem Kanton gehen die Arbeitskräfte aus

Liebe Politik-Fans

Die Gemeinderatswahlen in der Stadt Zürich lassen uns einfach nicht los. Kein Wunder, der 8. März rückt immer näher und wir sind schon total nervös. Für unsere grosse Wahlanalyse haben wir nämlich nicht nur positive Feedbacks erhalten. (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) Aber man weiss ja: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.

Über 1000 Menschen bewerben sich um die 125 Sitze im Stadtparlament. Die Good News liefern wir gleich vorweg: Der Frauenanteil ist gegenüber 2022 nochmals leicht gestiegen. Er liegt mittlerweile bei 45 Prozent. Wir haben alle Listen der Parteien durchforstet und nach Cervelat-Promis gesucht (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) – also Personen, die mit ihrem Namen und ihrer Bekanntheit für mehr Stimmen sorgen sollen. Leider wurden wir nicht wirklich fündig. Aber ein bisschen bekannt sind einige Kandidierende trotzdem. Ausserdem ehren wir bisherige Mitglieder des Gemeinderats, die nicht mehr kandidieren.

Kürzlich flatterte zudem ein Communiqué der Volkswirtschaftsdirektion in unser virtuelles Redaktionspostfach. Darin heisst es, dass wegen der demografischen Alterung – sinkende Geburtenrate – dem Kanton in den nächsten Jahrzehnten Arbeitskräfte fehlen werden. “Die Wirtschaftsleistung könnte um bis zu 20 Prozent tiefer ausfallen und damit den Wohlstand im Kanton Zürich bedrohen”, warnt die Volkswirtschaftsdirektion.

Zum Glück gibt es eine neue Studie des Amts für Wirtschaft und des Beratungsunternehmens Deloitte. Diese zeigt auf, welche Wirkung einzelne Hebel gegen den Mangel an Arbeitskräften haben können. Trommelwirbel: Künstliche Intelligenz (KI) dürfte demnach dank Effizienzgewinnen das grösste Potenzial haben.

Blick in ein Grossraumbüro, ganz viele alte Computer mit Röhrenmonitoren. Die Angestellten sitzen an ihren Arbeitsplätzen.
Die gute alte Zeit: Die Grossraumbüros waren 1992 noch bis auf den letzten Platz besetzt. Alle sitzen brav an ihren Computern und arbeiten fleissig bis zur nächsten Kaffeepause. Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Com_C21-005-001-006

Wer also gedacht hat, dass es aufgrund der KI bald einen Arbeitsplätzemangel statt einen Arbeitskräftemangel gibt, war schief gewickelt. Wir haben die interessante Studie genauer angeschaut. (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) Uns ist unter anderem aufgefallen, dass KI darin vor allem als Hoffnungsträger präsentiert wird. Die diversen Risiken lässt die Analyse jedoch grossmehrheitlich aussen vor.

Die hundert spannendsten Firmen

Vergangene Woche fand in Zürich ein illustres Treffen mit gut 150 Firmenvertreterinnen und Firmenvertretern statt. Ihre Gemeinsamkeit war, dass ihre Unternehmen Teil eines neuen Buchs sind, welches gerade eben auf den Markt gekommen ist. “Die hundert spannendsten Schweizer Unternehmen” nennt sich das Werk, zu dem Lorenz Steinmann drei Kapitel beigesteuert hat. Das Buch ist ein gelungener Querschnitt über den schweizerischen Unternehmergeist.

Anlässlich der Buchvernissage gab es eine spannende Podiumsdiskussion, über die wir berichten. (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) Das Fazit sollte Politikerinnen und Politikern zu denken geben: Aus Sicht der Unternehmerinnen und Unternehmer fehlt der Politik das Verständnis für die Anliegen der Wirtschaft.

Wir wünschen eine angeregte Lektüre.

Liebe Grüsse

Lorenz Steinmann und Pascal Turin

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