Passer au contenu principal

Die Reise beginnt!

Es ist Montag, der 26. Januar 2026, und du liest die STOFFKUNDE, meinen wöchentlichen Trikot-Newsletter.
Der Vertrag für die Neuauflage meines ersten Buches Bundesliga-Trikots von 1963 bis heute ist seit Freitagnachmittag in trockenen Tüchern. Die Reise bis zum Erscheinungstermin im Herbst 2027 beginnt! Und ich nehme euch alle mit!

Mein Aufmacherbild in der Erstauflage von Bundesliga-Trikots von 1963 bis heute zu den Trikotjahren 1980 bis 1989 – als Adidas und Puma die Liga beherrschten. Foto: Imago/Kicker/Liedel

Ich habe eben mal in meinen alten Unterlagen nachgeschaut. Bereits im Januar 2013 hatte ich das erste Titelkonzept für Bundesliga-Trikots erstellt. Als ersten Verlag hatte ich das Konzept damals Egon Theiner vom Egoth-Verlag vorgestellt. Ich erinnere mich noch gut. Wir saßen damals in einem der Restaurants in der Allianz-Arena in München zusammen und haben über die Möglichkeit einer Umsetzung dieses Konzeptes gesprochen,

Die Idee für das Trikotbuch selbst stammt zwar schon aus dem Jahr 2006, aber die ersten richtigen Gedanken um eine mögliche Umsetzung in ein Buch hatte ich 2013 niedergeschrieben. Es dauerte dann aber noch mal drei Jahre länger, bis es dann wirklich angegangen wurde. Da schon mit einem anderen Verlag.

Einiges von dem, was ich damals aufgeschrieben habe, hat sich fünf Jahre später im Buch wiedergefunden. Wie die Rubrik Inside Trikot – Materialwandel von Baumwolle bis Kunstfaser, das Thema Merchandising und die Übersicht aller Ausrüster, die jemals in der Bundesliga vertreten waren. Ich habe zusätzlich sogar noch die Übersicht aller Trikotsponsoren mit hinzugenommen.

Interessant ist vielleicht auch, was seinen Weg nicht ins spätere Buch gefunden hat, wie das Thema Torwarttrikots, das ich damals schlicht unterschätzt habe und das jetzt in der Neuauflage auf jeden Fall seinen Platz finden wird. Ich werde für das Buch jedoch keine Modedesigner oder Modeexperten nach ihrer Meinung zu Trikots befragen. Das ist eher etwas hier für den Newsletter. Ebenso die Themen Schiedsrichter-Trikots und der Tick mit der Nummer.

Apropos Nummern. Die werden für die Neuauflage eine besondere Herausforderung. Wie kann ich die Rückennummern von Trikots integrieren, die von 2017 bis 2018 für das Buch fotografiert wurden? Von vielen Trikots haben die Sammler und ich damals nur die Vorderseite fotografiert. Die Rückseiten der Trikots waren mir damals noch nicht so wichtig. Ich war froh, von so vielen Bundesliga-Vereinen wie möglich getragene Spielertrikots im Buch zu haben.

Ca. 70 Seiten Trikotgeschichten aus der Erstauflage werden mit hoher Wahrscheinlichkeit eins zu eins oder nur leicht aktualisiert übernommen. Ob und wie da auch die Rückseiten von ausgewählten Trikots mit integriert werden können, hängt a) davon ab, ob sie vorliegen, sprich ich oder die Sammler sie fotografiert haben, und b) wenn ja, ob wir sie vom Platz her unterbringen. Bei den ganzseitigen Trikotabbildungen sollte das sicher möglich sein, aber auf den Seiten mit mehreren Trikotgeschichten wird es voraussichtlich bei der Abbildung der Vorderseiten bleiben. Und bei dem einen oder anderen Trikot kann die Rückseite sicherlich nachgeliefert werden.

Was ebenfalls bleiben wird, ist die Präsentation der Trikots nach Spielzeiten. Das erste Buch endete mit den Trikotgeschichten der Saison 2016/17 zum FC Ingolstadt und RB Leipzig.

Trikotgeschichte FC Ingolstadt aus Bundesliga-Trikots 1963 bis heute.
Die Trikotgeschichte von RB Leizpzig aus Bundesliga-Trikots 1963 bis heute.
Die beiden letzten Trikotgeschichten aus der Erstauflage von Bundesliga-Trikots von 1963 bis heute mit dem FC Ingolstadt und RB Leipzig.

In meiner neuen Struktur geht es nach RB mit Bayer 04, Freiburg, Schalke, dem Club, Fortuna Düsseldorf, Hoffenheim und Union Berlin weiter. Union wird erstmalig im Buch vertreten sein, denn bei der Erstauflage 2018 waren die Köpenicker noch kein Bundesligist. Ebenfalls erstmal neu mit dabei sein werden der 1. FC Heidenheim und Holstein Kiel.

Auszug aus der Buchstruktur von der Neuauflage von Bundesliga-Trikots.
Ein kleiner Auszug aus der Seitenstruktur für die Neuauflage von Bundesliga-Trikots von 1963 bis heute nach den Geschichten zum FC Ingolstadt und RB Leipzig in 2017.

Der Umfang des Buches wächst von 256 auf 368 Seiten. Das Buch wird damit zu dem “fetten Schinken”, den sich die meisten Leser und Fans des Buches bei einer Umfrage auf meiner Instagram-Seite zu einer möglichen Neuauflage im Jahr 2023 gewünscht hatten. Allerdings wird der Preis des Buches von 30 auf 50 Euro steigen. Dafür bekommt ihr im Herbst 2027 ca. 2 kg Buch! Die Erstauflage wog „nur“ 1,4 kg.

Wichtig ist es mir zudem, Lücken zu schließen, die 2018 noch offen geblieben sind. So suche ich für die Neuauflage folgende Original-Trikots als Fotos:

Preußen Münster (1963/64)
1. FC Saarbrücken (1963/64)
Borussia Neunkirchen (1964-66 o. 1967/68)
Tasmania Berlin (1965/66)
Arminia Bielefeld (1970 bis 1972)
Fortuna Köln (1973/74)
Tennis Borussia (1974/75 oder 1976/77)
Karlsruher SC (1975 bis 1977)

Auch Sammler von Holstein Kiel, SC Paderborn und 1. FC Heidenheim können sich gerne mit ihren Trikots aus den Bundesligajahren bei mir bewerben.

Wie überhaupt jeder Sammler eingeladen ist, mich mit Trikots und den Geschichten aus eurer Sammlung zu unterstützen. Wenn das Trikot passt und ich es mit einbinden kann, dann ist es im Buch mit dabei und ihr ebenso mit einem kleinen Sammlerportrait am Ende des Buches. Verzeiht mir jedoch, wenn ich bei vielen Vereinen auf bereits bewährte Sammler aus der ersten Auflage zurückgreife. Doch zum Beispiel beim Kapitel Torwarttrikots besteht in jedem Fall Bedarf an interessanten und wilden Trikotmodellen aus eurer Sammlung. Und nicht alle Sammler haben alles. Die Chance, mit eurem Trikot im Buch dabei zu sein, ist also auf jeden Fall vorhanden.

Bis nächste Woche.
Herzlichst, euer Steve

Trikotgeschichte

Löwen in der Achterbahn!

Spielertrikot aus der Saison 1973/74 mit dem neuen Sponsor Frucade. Das Trikot kam ca. Anfang 1974 bei mehreren Spielen in der damaligen Regionalliga Süd zum Einsatz als Trikotwerbung in ganz Deutschland offiziell genehmigt wurde. 1947 war das Unternehmen unter dem Namen Fruco gegründet worden. 1952 erfolgte der nationale Eintrag der Marke Frucade. Nach einigen Änderungen des Firmennamens gehört die Marke heute zur Drinkstar GmbH, die wiederum seit 2002 zum Symrise Konzern gehört. Mit Sirup-Marke Tri Top hat das Unternehmen eine weitere Kultmarke aus den 70er-Jahren im Portfolio. Foto: @stoffkunde

Als im Oktober 1973 der DFB nach langem Ringen die Trikotwerbung in Deutschland offiziell erlaubte, spielte mit dem TSV 1860 München eines der Gründungsmitglieder der Bundesliga nur noch in der Regionalliga Süd. In diese war der Klub, der in seiner ersten kurzen Bundesligazeit Deutscher Meister, Europapokal-Finalist und Vizemeister geworden war, als Tabellenvorletzter der Saison 1969/70 abgestiegen. Es sollte der Beginn der Achterbahnfahrten sein, die die Löwenfans bis heute durchleiden. Und während in der Bundesliga beim Hamburger SV ab Anfang Januar 1974 mit dem Hamburger Unternehmen Hans Prang, der alleinige Lizenzhersteller des italienischen Aperitifs Campari in Deutschland, als Trikotsponsor einstieg und dieses dem Verein mit 500.000 DM vergütete, war man in München froh mit dem Getränkehersteller Frucade ebenfalls einen Trikotpartner gefunden zu haben. Was für diese Spielklasse keine Selbstverständlichkeit war.

Die Saison 1973/74 war die letzte für die fünf Regionalligen, aus denen sich vierzig Mannschaften für die neue, zweigleisige 2. Bundesliga qualifizierten. Die Löwen wollten eigentlich nach ganz oben, wurden am Ende der Saison jedoch nur Dritter und verpassten damit auch den Einzug in die Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga. Statt der Giesinger stiegen Tennis Borussia Berlin und Eintracht Braunschweig auf. Die Braunschweiger machten damit auch ihren Betriebsunfall wett, als eigentlicher Erfinder der Trikotwerbung am Ende der Saison 1972/73 abgestiegen zu sein und nur deshalb dem HSV und MSV Duisburg (mit Brian Scott) ab Januar 1974 das Feld als erste Teams mit offiziellem Brustsponsor überlassen zu müssen.

Dieses weiße 1860-Trikot wurde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bei der 0:4-Niederlage im ersten der drei Aufstiegsspiele in der Saison 1976/77 gegen Arminia Bielefeld getragen. Die Trikots wurden von Palme für Puma hergestellt und waren schon keine reine Baumwolltrikots mehr. So besteht das Weiße aus 55 % Polyamid, 30 % Baumwolle und 15 % Viskose. Beim blauen Trikot beträgt der Baumwollanteil 60 % und der aus Viskose 40 %. Foto: @stoffkundeFoto: @stoffkunde
Bei diesem Trikot ist es leider nicht ganz so klar, in welchem Spiel es eventuell getragen wurde. Es stammt von Rudi Sturz, der jedoch erst zur 1978/79 zu den Löwen stieß. Da die Trikotsätze in den 70er-Jahren jedoch in der Regel über mehrere Spielzeiten eingesetzt wurden, besteht durchaus die Möglichkeit, dass es bereits zuvor und somit auch in einem der beiden anderen Aufstiegsspiele in München oder Frankfurt getragen worden ist. Foto: @stoffkunde

Es dauerte bis zur Saison 1976/77 bis 1860 wieder ins Oberhaus zurückkehrte. Und das nach drei dramatischen Aufstiegsspielen gegen Arminia Bielefeld. Doch die Freude über die Rückkehr in die Bundesliga währte nur kurz. Als 16. stieg man am Ende der Saison 1977/78 gleich wieder ab, um dann als Tabellenerster in der Folgesaison den Bundesliga-Fahrstuhl nach oben erneut zu besteigen. Auch auf dem Trikot gab es mit dem Beginn der Saison 1979/80 einen Wechsel. Die Beiersdorf AG bewarb für zwei Spielzeiten ihre Marke Doppeldusch. Frucade machte im gleichen Zeitraum als Sponsor bei Hannover 96 weiter.

Originalspielertrikot von Jürgen Strack aus der Saison 1979/80 mit dem Sponsoring für die Beiersdorf-Marke Doppeldusch. Die Hamburger waren über zwei Spielzeiten Hauptsponsor bei 1860 München. Am Ende der zweiten Saison 1980/81 folgte der Abstieg in die 2. Liga. Man kehrte danach erst 1994 wieder ins Oberhaus zurück. Foto: @stoffkunde

1981 stieg 1860 München erneut aus der Bundesliga ab, 1982 folgte der Lizenzentzug und der Absturz in die Bayernliga. In die erste Bundesliga kehrte man erst 1994 zurück und konnte sich dort mit zehn Spielzeiten am Stück so lange halten wie nie zuvor aber danach auch nie wieder. Aber das ist Stoff für eine andere Geschichte.

Diese Trikotgeschichte erschien erstmals im Zeitspiel-Magazin #28 im Herbst 2022. Die Trikotfotos stammen von einem Sammler, der lieber anonym bleiben möchte.

Trikotbörsen

Vom 4. bis 5. Februar findet im CCH – Congress Center Hamburg mit dem SPOBIS das größte Sportbusiness-Event (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) in Deutschland statt. Wenn der Kongress vielleicht nicht für jedermann erschwinglich ist, so ist es jedoch das Rahmenprogramm.

Am ersten Kongresstag ist zwischen 16 und 21 Uhr im Foyer des CCH ein Trikot-Pop-Up der Vintage-Fussball-Börse von Sebastian Brauwers aufgebaut. Neun Händler bieten ca. 2.000 Retro-Trikots zum Verkauf an. Der Eintritt ist für jeden von euch möglich. Das Ticket für die Vintage-Fußballbörse kostet im Vorverkauf 11,90 € und ist mit einem Klick unten auf die Grafik bestellbar. Es gibt zudem eine Tageskasse.

(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Ihr könnt den Besuch auf der Vintage-Fußballbörse aber auch verbinden mit dem Besuch der At Broski Sport-Show, die um 19:30 Uhr im Saal Z startet. Das Ticket für beide Veranstaltungen zusammen kostet im Vorverkauf 23,90 €.

(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Die Teilnehmer des SPOBIS haben mit ihrem Kongress-Ticket Zugang zu beiden Veranstaltungen. Umgekehrt jedoch leider nicht.

Wer in Hamburg nicht dabei sein kann, kann sich schon die nächste Trikotbörse am 29. März in Neuss im Gare du Neuss vormerken! Ich werde dort ebenfalls mit einem kleinen Stand vor Ort sein. Weitere Infos folgen!

Sondertrikots

Beim 2:1-Auswärtserfolg beim 1. FC Magdeburg am vergangenen Samstagabend lief die SG Dynamo Dresden in einem schwarzen Sondertrikot auf. In Gedenken an die Vereinslegende Hans-Jürgen “Dixie” Dörner, (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) die gestern 75 Jahre alt geworden wäre. Die Trikots waren binnen weniger Stunden ausverkauft. Unter dem Link dixie-dörner-stiftung.shop (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) kann bis einschließlich heute nachbstellt werden. Die Trikots werden dann bis Mitte April ausgeliefert. Alle Erlöse kommen der Dixie-Dörner-Stiftung und ihren Projekten zu Gute.

https://youtu.be/YvPyc7_voIY (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Helau und Alaaf! Der 1. FC Köln hatte sein Fastelovendtrikot bereits zum Sessionsauftakt im November präsentiert und getragen. Diese Woche folgte der 1. FSV Mainz 05 mit seinem Fastnachtstrikot.

Nachdem das letztjährige Fastnachtstrikot am Schwellkopp Karlchen angelehnt war, ist die diesjährige Version Karlchens Ehefrau Libetche Patin gewidmet. Im Pressetext der Mainzer heißt es dazu:

Zu ihrer schicken Bluse, die sich durch ein in schwarz und pastellfarben gehaltenes Schachbrettmuster auszeichnet, trägt sie gerne eine rosa Federboa. Genau dieses unverwechselbare Schachbrettmuster findet sich auch auf dem Trikot wieder. Wie üblich runden Akzente wie die Narrenkappe, die innen vierfarbbunt gestalteten Kragen- und Ärmelbünde und der besondere Fastnachts-Flock das närrische Trikot perfekt ab.

Die Trikotanzahl für die Fans ist auf 1905 limitiert und es können nur Vereins-Mitglieder bestellen (maximal 2 pro Mitglied). Geliefert wird es in einer exklusiven Sammlerbox, die sich farblich neben der roten Box aus dem Vorjahr stellen lässt. Von den Profis getragen wird es beim Heimspiel gegen den FC Augsburg am 7. Februar.

(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Im November hatte auch bereits Vikotria Köln sein Karnevalstrikot vorgestellt. Infos zum Trikot (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) gab es damals nur auf dem Instagram-Account des Klubs und hier im Shop der Viktoria.

https://www.viktoria-shop.de/products/karnevalstrikot-25-26 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Letzte Woche Dienstag feierte der 1. FC Union Berlin seinen 60. Vereinsgeburtstag. Aus diesem Anlass trat der Klub am Samstagabend beim Heimspiel gegen den BVB in einem Sondertrikot an, dass lt. Pressemeldung auf der Homepage vom Aufbruch der der 60er Jahre inspiriert ist. Auf der Brust wurde eine spezielle Variante des Union-Emblems platziert, die an frühere Spielkleidung erinnern soll. Im unteren Saum findet sich zudem ein von der aktiven Fanszene gestaltetes 60-Jahre-Union-Logo wieder.

https://www.fc-union-berlin.de/de/meldungen/das-sondertrikot-zum-vereinsgeburtstag-BfjClL (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Auch der Chemnitzer FC feiert dieser Tage seinen 60-jährigen Vereinsgeburtstag und dafür ebenfalls ein Sondertrikot aufgelegt, in dem auch an die Vergangenheit als FC Karl-Marx-Stadt erinnert wird.

(S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Wenn euch die heutige Ausgabe der STOFFKUNDE gefallen hat, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr sie euren Freunden und Bekannten weiterempfehlt.

Leitet einfach den Newsletter an sie weiter, mit der Bitte, zum Schluss sich einfach über diesen

für die STOFFKUNDE anzumelden.

Herzlichen Dank für eure Unterstützung!

0 commentaire

Vous voulez être le·la premier·ère à écrire un commentaire ?
Devenez membre de STOFFKUNDE et lancez la conversation.
Adhérer