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Wann ist es genug?

Diese Frage hat mich in den letzten Wochen sehr beschäftigt.

Denn wie so oft hatte ich das Gefühl, dass es mehr geben muss, ich mehr machen, bessere und schnellere Ergebnisse haben sollte.

Diese Gedanken sind im Mangel geboren und von Vergleichen genährt. Lass uns heute diese Gedanken streamlinen, damit sie nicht zu Frust und innerer Unruhe, sondern tiefer Zufriedenheit führen.

Es liegt nicht an dem was wir haben oder dem was wir wollen, ob wir erfüllt sind oder nicht, sondern an zwei Faktoren:

  1. Die Gegenwart: Sobald wir anfangen, uns die Vergangenheit oder eine vergangene Version von uns herbeizuwünschen, signalisieren wir uns unbewusst, dass es so wie es jetzt ist und wie wir jetzt sind, nicht gut ist.

    Das gleiche passiert, wenn wir gedanklich in die Zukunft gehen und uns vorstellen, dass wir glücklich sein werden, wenn wir xyz haben oder sind. Übersetzt für unser Unterbewusstsein bedeutet das: Jetzt ist es/bin ich nicht gut genug.

  2. Genug: Es gibt so viele Dinge, die wir wollen oder potentiell haben könnten (plus ein Haufen Erwartungen anderer), dass wir uns meist nicht die Zeit nehmen, unser “genug” zu definieren. Und wenn wir nicht wissen, wo unser genug liegt, wann ist es dann genug? Wann reicht es, wer wir sind und was wir (erreicht) haben?

Wir dürfen es für uns definieren

Das Problem ist, dass es oft vermischt ist mit all dem, was wir gesehen, erlebt und gelernt haben. Manchmal ist es schwer zu sehen, was wirklich zu uns gehört.

Die gute Nachricht ist: wir müssen es nicht sofort richtig definieren. Wir dürfen Dinge ausprobieren, wir dürfen unsere Meinung ändern, Lebensphasen annehmen, “dumme” Entscheidungen treffen und Ziele verfolgen, die nicht unsere sind. Was ist so schlimm daran, wenn wir es bekommen und merken, dass es doch nicht das ist, was wir wollen. Dann wissen wir es enen jetzt.

Nimm dir also die Zeit und schaue dir an wo du stehst.

Was du jetzt hast, was du vor 10 Jahren noch nicht für möglich gehalten hättest. Was du auf dem Weg erreicht hast, das sich dann aber doch nicht gut anfühlte. Wo du dein “genug” an materielle Dinge und Status geknüpft hast, obwohl beide nichts miteinander zu tun haben.

Und vor allem, woher die Gedanken kommen, dass etwas nicht genug ist. Nicht genug für dich oder für andere?

Wenn es nicht gut genug für andere ist, dann frage dich, ob das die richtigen Menschen in deinem Leben sind. Warum dir ihre Meinung wichtiger ist als deine und wo sie ihren Mangel, ihre Konditionierung auf dich projizieren.

Wenn es nicht genug für dich ist, dann überlege, was du ändern möchtest und gehe es an. Jeden Tag ein kleines Stück in diese Richtung. Mehr braucht es nicht.

Aber die Baseline bleibt, dass wir selbst an einem Punkt kommen, uns als genug anzunehmen- mit all unseren Eigenheiten.

Sujet Streamline Sunday ✍🏼

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