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StreetLetter #11: Kollektivausflug nach Luxembourg

Ganz schön was los, man kommt kaum zum Durchatmen. Wir waren als Kollektivabordnung im schönen Luxembourg beim Light-Leaks-Festival (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre), und natürlich war es wieder grandios. Wir sind ja Fans und immer da. Am ersten Tag fahren wir üblicherweise nach Esch/Alzette und dort zum Universitätsgelände in Belval. Die luxembourgische Uni ist praktisch um mehrere ehemalige Hochöfen herumgebaut, und wir machen da jedes Mal Halt, um zu fotografieren und Mittag zu essen. Ich war jetzt dreimal da und es ist immer noch nicht langweilig, es wird auch immer weitergebaut.

Auch Luxembourg selbst hat einige interessante Architektur und hübsch bunte Straßenbahnen, die man kostenlos benutzen darf. Die Luxembourger sind halt ein begütertes Völkchen. Zum Glück profitiert das Festival davon und wir indirekt auch, denn Light Leaks bekommt eine ordentliche Förderung. Da waren zur Abwechslung gleich mal zwei Magnum-Fotograf*innen vor Ort: Bieke Depoorter, deren sehr persönlicher Ansatz (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) uns ziemlich umgehauen hat, und Legende und Altmeister Richard Kalvar (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Ich hab mich persönlich total gefreut, daß auch Nikita Teryoshin eingeladen war, dessen Waffenmessenbuch “Nothing Personal” ich in StreetLetter-Ausgabe 6 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) ausführlich gewürdigt habe. Michael Ackerman (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) war auch noch da – und vielleicht tu ich ihm unrecht, daß ich mit seiner Herangehensweise nichts anfangen konnte, aber sein Talk war ganz am Schluß und unsere Köpfe schon randvoll. Es ist ja leider sehr begrenzt, wie viel man an so einem kurzen Wochenende aufnehmen kann.

Einige von uns haben gleich mehrere Portfolio Reviews gebucht, ich hab mich auf eine bei Nikita begrenzt. Man hört sonst lauter widersprüchliches Zeug, das finde ich schwierig. Im vergangenen Jahr hatte ich eine Review, die ich sehr bestärkend und hilfreich fand, und eine, die ich als eher herablassend und wenig konstruktiv wahrgenommen habe. Ich habe viel Energie dafür aufbringen müssen, die wieder zu vergessen und mich auf die Hinweise zu konzentrieren, die Véronique Kolber (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) mir gegeben hat. Ihre Reviews kann ich aus ganzem Herzen empfehlen, sie gibt sich viel Mühe, sich in den persönlichen Ansatz hineinzudenken und Anstöße zu geben.

Auch von Nikitas Review nehme ich ein paar wertvolle Hinweise mit. Und einen Buchtip, nämlich Nick Hannes’ Dubai-Buch “Garden of Delight” (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre). Ich habe es sofort bestellt, heute ist es endlich gekommen und ich bin komplett fasziniert, es ist phantastisch.

Lieber habe ich Zeit am Bahnhof verbracht und meine Lieblingskreuzung fotografiert, die auch nie langweilig wird. Diesmal haben sie allen Ernstes noch einen farblich passenden Bauzaun aufgestellt und einen Schlauch als Deko davor drapiert. Leider leuchtet die Straßenmarkierung nicht mehr so frisch wie noch vor drei Jahren.

Kreuzung 2024

Kreuzung 2021

(Außerdem habe ich ein neues MacBook, weshalb ich mein geliebtes Aperture aufgeben mußte und wie so ein Analphabet durch Capture One stolpere. Daß sie Aperture gekillt haben, werde ich Apple nie verzeihen, nie!)

Das war jetzt mehr so ein Tagebucheintrag und weniger Service, aber der geballte Serviceblock folgt sogleich. Und wir kennen uns nun auch schon ein bißchen, da kann man ja mal persönlicher werden. Anyway, gut Licht, bis bald!

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Und als Special feature ein Wimmelbild vom Wolfgang aus Nürnberg, den mein letzter Newsletter zu bevölkerungsreichen Kompositionen inspirierte <3

wm70 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

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