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Vergissmeinnicht

In diese Gemäuer fraß sich der Groll wie ein Geschwür durch einen Körper.

Jahrhunderte alte Geschichte ruht in den Rissen des Gesteins und wartet nur darauf entdeckt und freigelassen zu werden. Die wahre Bedeutung hinter der Fassade droht der Ewigkeit anheim zu fallen. Der Puls der Zeit nagt ununterbrochen an den Knochen des Tempels und schabt das einst mächtige Fleisch herunter, welches einst ganze Gebirge zu Bewegen vermochte. Ein letztes verzweifeltes Aufbäumen gegen das Unvermeidliche…

Vor einer langen Zeit berührten zarte Hände den rauen Felsen und hauchten ihm Leben ein. Der liebliche Klang einer Stimme, die von dem Summen der Insekten, dem Heulen des Windes, dem Raunen des Steins und den Percussion der Blätter davongetragen wurde.

Was als Ouvertüre des Lebens begann, erklingt zum Schluss erneut als Requiem. Doch solange der sachte Hauch der Mutter weiterhin besteht, erreicht sie jedes ihrer flehenden Kinder. Wehe demjenigen, der sich ihr in den Weg stellt.

Die schützende Wut einer Mutter ist ein Sturm, der seinesgleichen sucht.

Sujet Die Welt von Vytra

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