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Mein Weg mit Mounjaro: Wie ich nach Jahren des Stillstands endlich abgenommen habe

Juli 2025 war es soweit: Ich hatte keinen Bock mehr, dass es einfach nicht klappt mit dem Abnehmen.

Ich war 53 und mittlerweile bei soliden 93 Kilo angelangt. Egal, was ich tat, wie gut ich aß, wie viel ich mich bewegte – auf der Waage tat sich gar nichts.

Dabei hatte ich mich in den letzten Jahren immer viel bewegt: regelmäßiges Schwimmen, durchs Radfahren aktiv im Alltag. Ende 2023 kam sogar Krafttraining mit einem Personal Trainer dazu – zwei Mal die Woche. Das Training tat mir spürbar gut. Auf der Waage tat sich trotzdem nichts. Zwischendrin wurde es sogar mehr.

Ja, ich weiß: Muskeln sind schwerer als Fett. Aber ehrlich – ich glaube nicht, dass es das war. Wahrscheinlicher war mein Hang zu gutem Essen. Und Essen als Ventil für Gefühle wie Freude, Erschöpfung, Traurigkeit.

Essen als Belohnung und Tröster

So hatte ich mich über die Jahre der 100-Kilo-Marke angenähert. Noch 7 Kilo davon entfernt – aber bei der Geschwindigkeit, mit der ich zu- und nicht wieder abnahm, war das nur eine Frage der Zeit.

Grundsätzlich fand ich, dass ich ziemlich okay aß, ohne mich völlig verrückt zu machen: viel Gemüse und Obst, wenig Fleisch und Fisch, proteinreich nach den Empfehlungen der DGE (0,8 bis 1 Gramm Protein pro Kilo Körpergewicht).

Meine Schwachstelle: Süßigkeiten. Je bunter, süßer und saurer, umso besser. Wenn ich in einem Kiosk stehe, kann ich schon mal eskalieren – dann wird es auch mal eine Tüte mit 400 Gramm Zuckerzeug. Die hält dann zwei Tage.

Es ist dann so, als würde die Tüte mit den weißen Mäusen, sauren Schnullern und Lakritzbrezeln nach mir rufen. Bis sie leer ist. Dann ist erst mal gut. Bis zum nächsten Anfall.

BMI 30: Ich bin adipös

Das hier zu schreiben, fällt mir schwer. Mit 93 Kilo bei 1,76 m Körpergröße war ich adipös.

Adipositas ist der nächste Schritt nach Übergewicht. Ab hier steigt das Risiko für Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Herzinsuffizienz immer weiter an.

Bei mir gab es zum Glück noch keine Anzeichen dieser gesundheitlichen Folgen – wahrscheinlich dank meiner ausgewogenen Alltagsernährung und der vielen Bewegung. Aber ein Erlebnis hat mich zum Nachdenken gebracht.

Mit einer Freundin bin ich auf einer Wandertour in den Chiemgauer Alpen auf etwa 1.800 Meter gewandert. 27 Grad, nach ein paar schattigen Abschnitten brannte uns die Sonne auf den Kopf. Kurz vor dem Ziel ging es über eine Wiese in Serpentinen steil hoch. Ich checkte meine Apple Watch – und erschrak: 175 Puls. Auch im Sitzen ging er nicht runter.

Das ist zu viel, dachte ich nur.

Danach stand mein Entschluss fest: Ich entscheide mich für die Abnehmspritze Mounjaro.

Wie ist es bei dir? Spielst du auch mit dem Gedanken, Mounjaro oder eines der anderen Medikamente einzusetzen? Oder siehst du das Ganze kritisch? Ich bin gespannt auf deine Sicht dazu – schreib sie mir gern in die Kommentare.

Mein Weg mit der Spritze

Bald bin ich ein Jahr dabei. Seitdem sind 14 Kilo runter – etwas mehr als ein Kilo pro Monat.

Jeden Sonntag setze ich mir meine Dosis, die mein Leben massiv verändert hat. Knapp 80 Kilo ist auch kein Leichtgewicht, aber mein Körpergefühl ist wieder ein anderes. Ich erkenne mich wieder. Ich fühle mich so viel leichter – und bewege mich auch entsprechend.

Die Spritze bedeutet nicht, dass damit alles erledigt ist. Aber sie hilft mir dabei, dass Essen im Alltag nicht SO einen Raum einnimmt. Sie nimmt mir den Zwang, mir regelmäßig Süßkram kaufen zu wollen – und dann nicht „Nein!" sagen zu können.

Mounjaro mit den Wirkstoffen GLP-1 und Tirzepatid sorgt dafür, dass der Magen langsamer arbeitet und länger zum Verdauen braucht. Gleichzeitig beruhigt es das Gehirn und signalisiert: „Du bist satt. Alles ist gut."

Ohne Ernährung und Bewegung geht es nicht

Wenn du die Spritze nimmst, ist das nicht das Ende aller Probleme. Ich verstehe sie eher als Begleiterin auf dem Weg. Bei mir heißt das: Ich brauche fast keinen Süßkram mehr. Ich kann Abendessen essen und bin danach zufrieden.

In den ersten drei Monaten habe ich am meisten abgenommen: an die 8 Kilo gingen schnell runter. Jetzt geht es langsamer, zwischendrin stagnierte es auch längere Zeit.

Grundsätzlich gewöhnt sich der Körper an die Wirkstoffe – man braucht mit der Zeit mehr davon für dieselbe Wirkung. Ich habe die Dosis nur allmählich gesteigert und bin jetzt bei 7,5 mg pro Dosis.

Ich würde gern noch 5 Kilo abnehmen, um auf 75 Kilo zu kommen. Gleichzeitig will ich mit meiner Sportroutine weitermachen und mich noch einmal intensiver mit Ernährung beschäftigen.

Und ich glaube, es wäre eine gute Idee, mich auch noch einmal mit meinem Essverhalten selbst auseinanderzusetzen. Denn wie Essen auf mich wirkt und wobei es mir hilft, hat sehr viel mit meinen Emotionen zu tun. Und die gehen ja nicht weg. Wenn ich Mounjaro jetzt absetzen würde, bin ich mir sicher: Der „Food Noise" würde wieder lauter werden.

Erst einmal bleibe ich also dabei – und nehme auch die Kosten für die Spritze in Kauf.

https://youtu.be/okeunogwgAU?si=a-j_XRhw85xOlP-9 (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)

Wenn dich interessiert, wie es mir konkret in dieser Zeit ging und wie ich mit den kritischen Fragen umgehe: Stell mir hier gern deine Fragen. Dann mache ich dazu bald ein Video mit ein paar mehr Details.

Sujet Gesundheit

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