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#15 | April 25: Gender-Pinkel-Gap

👋 Hallo ihr Lieben,

Mich hat eine dicke ErkĂ€ltung erwischt und hatte im MĂ€rz eine echte Serienkrise (habe Gaslit und Top of the Lake abgebrochen – hat mich einfach nicht gecatcht). DafĂŒr war ich umso beschĂ€ftigter mit meiner Aktion zum kritischen Muttertag:

Unter dem Motto Happy f*cking Mother’s Day plane ich ein Podcastfestival, das sich mit sozialer Ungerechtigkeit gegenĂŒber Menschen beschĂ€ftigt, die FĂŒrsorge- und Pflegearbeit ĂŒbernehmen. Dazu habe ich fĂŒnf feministische Podcasts eingeladen, jeweils eine Folge zu diesem Thema beizusteuern – um dem Narrativ von Muttertag als "Dankbarkeits-Feiertag" eine kritische Perspektive entgegenzusetzen.

🔎 Ich suche Medienpartner*innen!
Ob Lokalpresse, Radio oder Projekte, die sich fĂŒr feministische Themen interessieren – wenn du jemanden kennst oder mich unterstĂŒtzen möchtest, sag es gerne weiter! Du kannst mir auch helfen, meine Pressemitteilung zu verbreiten. Schreib mir einfach eine Mail, ich freue mich ĂŒber jede UnterstĂŒtzung! 💜

👉 hier gehts zur Website vom Happy f*cking Mothers’Day (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre)

Hilf mir, Verbittert Talentlos noch besser zu machen!

Hast du Lust, Verbittert Talentlos mitzugestalten? Teile mir in 5 Minuten dein Feedback mit und hilf mir, den Podcast weiterzuentwickeln! 👉 Hier geht's zur Umfrage (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre). Danke dir! ❀

Hier sind meine FLINTA-Empfehlungen:

01

In der Folge ĂŒber weibliche Wut (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre) habe ich mich noch darĂŒber aufgeregt, dass kaum jemand Anstoß an dem Buch „Alte Weise MĂ€nner“ genommen hat. Darin interviewen Franca Lehfeldt (Ehefrau von Christian Lindner) und Nena Brockhaus ihre Top 8 Lieblings-Alten-Weißen-MĂ€nner – ohne jede kritische Einordnung.

Jetzt bin ich auf den Podcast Feminist Shelf Control (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre)von Rebekka Endler & Annika Brockschmidt gestoßen. Er widmet diesem Buch gleich neun Folgen und zerlegt en dĂ©tail die tendenziöse, rechte und neoliberale Scheiße, auf der es basiert. Und ich frage mich: Warum reizt mich das so sehr?

Einerseits ist es der Versuch, rechte Positionen besser zu verstehen. Andererseits muss ich zugeben: Es ist wahnsinnig unterhaltsam. Es gibt meiner Wut ein Ventil – und ein kleines GefĂŒhl moralischer Überlegenheit.

Falls ihr auch Lust auf eine kluge, feministische Analysen habt, kann ich euch noch zwei meiner Lieblingsfolgen zum Einstieg empfehlen: Die tiefgrĂŒndige Auseinandersetzung mit der Doku-Serie „Dallas Cowboys Cheerleaders“ (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre)und die herrlich bissige feministische Analyse von „Liebe braucht keine Ferien“. (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre) (Übrigens einer meiner Top 3 Lieblings-Weihnachtsfilme đŸ˜œ)

02

Weil ich sehr hoffe, dass die Autorin, Journalistin und Podcasterin Rebekka Endler bald bei VERBITTERT TALENTLOS zu Gast sein wird, möchte ich die Gelegenheit nutzen, ein Doppelfeature daraus zu machen – und euch ihr Buch 📕 „Das Patriarchat der Dinge“ ans Herz legen.

Ich habe es im Podcast schon mehrfach erwĂ€hnt (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre), aber es lohnt sich immer wieder: Rebekka Endler zeichnet ein umfassendes Bild davon, was das Patriarchat bedeutet – vom StĂ€dtebau ĂŒber Crashtests bis zur Pharmaindustrie. Der Mann ist das Maß aller Dinge. Und so grausam das oft ist, schafft sie es, mit Leichtigkeit und Witz darĂŒber zu schreiben.

Wenn mich der Gender-Pinkel-Gap nicht schon mein ganzes Leben lang quĂ€len wĂŒrde – wenn ich mir nicht stĂ€ndig das Pinkeln verkneifen mĂŒsste, weil es kaum öffentliche Toiletten gibt, vor jedem Ausflug fĂŒnfmal vorsorglich aufs Klo gehen oder endlos Lebenszeit in Toilettenschlangen verschwenden mĂŒsste – dann könnte ich beim Lesen an manchen Stellen sogar lachen.

03

1949 erschien „Das andere Geschlecht“ (Le DeuxiĂšme Sexe) von Simone de Beauvoir – ein Meilenstein des Feminismus. Beauvoir war eine der einflussreichsten französischen Intellektuellen, Geliebte von Jean-Paul Sartre und eine Vorreiterin der Gender Studies. Oft wird ihr Werk auf den berĂŒhmten Satz reduziert:

„Man wird nicht als Frau geboren, man wird zur Frau gemacht.“

Doch ihr Buch ist fast 1000 Seiten dick – und ich muss gestehen, ich habe es nie gelesen. Zum GlĂŒck gibt es jetzt eine Arte-Doku, (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre) die sich intensiv mit seinen Inhalten auseinandersetzt.

Gleich zu Beginn ordnet die Historikerin Kellie Carter Jackson die Zeit ein, in der das Buch entstand:

„Das Patriarchat war wie Schwerkraft – eine unsichtbare Macht, die alle unten hielt und jeden Tag zu spĂŒren war.“

Die Doku beleuchtet Beauvoirs Thesen und ihre umfassende Analyse der sozialen und gesellschaftlichen Dimension des Frauseins. Besonders spannend: Sie erweitert Beauvoirs Blick um intersektionale Perspektiven und Schwarze Feminismen, die in ihrem ursprĂŒnglichen Werk nicht mitgedacht wurden.

Bonustipp

Diese Serie hat mir den MĂ€rz gerettet! Marzahn, mon Amour (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre) ist leicht, unaufgeregt, kurz und rĂŒhrend erzĂ€hlt – und die Protagonistinnen habe ich sofort ins Herz geschlossen.

Im Mittelpunkt steht Katja, eine alleinerziehende Fußpflegerin in einem Beautysalon in Marzahn, die nebenbei die Lebensgeschichten ihrer Kund*innen erfĂ€hrt. Und das alles in Berliner Kodderschnauze. Da kann man sich einfach abends berieseln lassen.

Bleibt unbequem. Eure Susi!

🎧 Die nĂ€chste Folge von VERBITTERT TALENTLOS erscheint am Do 10.04.25 | 46. 👠 Pretty Woman unpacked – Der Film hat mich geschĂ€digt

📱 Schreib mir gern an: verbittert-mail@web.de (S'ouvre dans une nouvelle fenĂȘtre)

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