Es ist Montag. Zeit für eine neue Folge deines Lieblings-Podcast "Wie übt eigentlich..?" . Im Newsletter erzähle ich dir von meinen Highlights, den Technik-Tipps meines Gastes und was sie oder ihn beim Üben motiviert.
Lesezeit: 4 Minuten
Eine besondere Podcast-Gast-Entdeckung
Im letzten Jahr habe ich mich für den Newsletter Übezeit erstmals mit einer agilen Methode beschäftigt. In der Ausgabe #37 Kurskorrektur (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) wollte ich der verstehen, warum Veränderungen unbedingt zu unserem Übe-Prozess dazugehören.
Im Text befand sich auch ein kleiner Aufruf: Ich suchte nach Gesprächspartnern, die wirklich etwas von Agilität verstehen und bereits erste Versuche unternahmen, dieses Konzept auf das musikalische Üben zu übertragen. Plötzlich hatte ich eine Mail von meinem heutigen Gast Regina Brandhuber im Postfach (vielen Dank Lisa fürs Weiterleiten! ;-) ).

Mein Lieblingszitat
“Agiles Üben heißt, den ersten kleinsten Schritt zu identifizieren – und ihn dann auch wirklich zu gehen, statt vor dem riesigen Berg des ganzen Werkes zu erstarren.”
Regina Brandhuber
🌡 Agilität in der Musik
Regina Brandhuber ist klassische Sängerin und Musikpädagogin. Zur Zeit promoviert sie zum Agilen Üben und hält Seminare an der Musikhochschule in Nürnberg.
In unserem Gespräch übertragen wir Methoden aus der Software-Entwicklung direkt aufs Instrument. Was ich dabei besonders verstanden habe:
Agilität ist ein Mindset, kein Stundenplan: Es geht nicht darum, eine starre Routine abzuspulen. Agil sein heißt, sich zu fragen: „Wer bin ich heute? Was braucht mein Körper und mein Geist genau jetzt?“ Deine Tagesform bestimmt die Übe-Session, nicht das schlechte Gewissen.
Das Ende der Isolation: Warum muss Üben eigentlich immer einsam sein? Regina schlägt vor, Üben als „soziales Event“ zu begreifen – ähnlich wie ein “Hackathon” bei Programmierern. Gemeinsam wachsen statt alleine im Kämmerlein zu verzweifeln.
Die “Kühlschrank-Metapher”: Stell dir dein methodisches Wissen wie einen vollen Kühlschrank vor. Jeden Tag entscheidest du neu: Worauf habe ich heute Appetit? Welches „Rezept“ (welche Methode) bringt mich heute ans Ziel?
Wann bist du fertig?
Als Musiker*in haben wir oft das Gefühl, nie fertig zu werden. Schließlich könnte man immer noch mehr üben. Regina hat in unserem Gespräch ein wichtiges Artefakt aus der Agilen Arbeit mitgebracht: Die “Definition of Done”!
Wann bist du eigentlich „fertig“? Ohne eine klare Definition of Done könnten wir unendlich weiterüben. Agiles Üben braucht Zyklen: Fokus-Arbeit, aber eben auch bewusste Pausen.
Dein persönliches Design: Individualität zeigt sich nicht nur in deinen Interpretationen, sondern schon darin, wie du deine Übe-Session designst. Du bist der Architekt deines Fortschritts.
🧭 In eigener Sache
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Also - wenn du magst – hier entlang.
Danke, dass du zuhörst. Und dass du Teil dieser Reise bist.
“Wie übt eigentlich..?” Playlist
Die Musik-Empfehlungen von Regina Brandhuber findest du natürlich auf meiner “Wie übt eigentlich..?” Playlist. Plus: Das was mein Gast gerade hört und ihn musikalisch geprägt hat.
https://open.spotify.com/playlist/6dIfUEw8wfOezeshbsFrIC?si=b02c7144590b488f (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre)Das Interview
Hier kannst du dir das Interview sowohl auf Apple Podcast, Spotify oder YouTube anhören! Viel Spaß!
Zum Nachlesen
Alle Interviews kannst du auch in Ruhe jederzeit nachlesen. Schau dazu einfach auf meinem Blog what-is-practice.de (S'ouvre dans une nouvelle fenêtre) vorbei!
Bonus
Nach unserem Gespräch hat mir Regina zwei weitere Materialien, ergänzend zu dem, was wir im Podcast besprochen haben, zugeschickt. Ich bin sehr froh, dass ich auch diese mit dir hier teilen darf. Vielen Dank Regina!
