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Newsletter Oktober 2025

Hallo Freunde und Freundinnen!

Es ist lange her, dass sich hier überhaupt etwas getan hat.
Und ja – manchmal muss selbst eine Stimme schweigen, um wieder klingen zu können. Vielleicht ist deshalb dieser Newsletter doch etwas lang geworden^^.

Against Fate musste ruhen, weil das Leben dazwischenfunkte – laut, fordernd, mit all seinen Umzügen, Neuanfängen und kleinen Dramen, die man nicht schneiden oder nachvertonen kann.
Ich habe in den letzten Monaten nicht nur Kisten gepackt, sondern auch mein eigenes Leben neu sortiert: eine Patchwork-Familie gegründet, Erwartungen über Bord geworfen, neue entdeckt – und irgendwo dazwischen auch wieder Kraft gefunden.

Es war keine Pause aus Bequemlichkeit, sondern aus Notwendigkeit. Ich war erschöpft – nicht von der Arbeit, sondern von mir selbst. Von meinen eigenen hohen Ansprüchen, die irgendwann lauter wurden als die Freude am Tun.
Jetzt, langsam, kehrt diese Freude zurück – leiser, ehrlicher, klarer.

Und damit sind wir wieder da, wo Geschichten beginnen: im Zwischenraum zwischen Ende und Anfang.

Die letzten Tage fühlten sich ein wenig an, als hätte jemand den Lautstärkeregler meines Lebens von „Festival“ auf „Nachklang“ gedreht.

Noch klingt das Echo nach – Lachen, Gespräche, Begegnungen – und doch herrscht plötzlich diese merkwürdige Stille, die sich immer dann einstellt, wenn etwas Schönes vorbei ist.
Ich bin müde, ja – aber auf die gute Art. Müde, weil ich das Gefühl habe, etwas Echtes erlebt zu haben. Und gleichzeitig kribbelt es schon wieder in den Fingern: zu schreiben, zu basteln, zu gestalten.

Vielleicht ist das die beste Form der Erschöpfung – die, aus der Neues wächst.

Während ich also zwischen Kaffeetasse und Tastatur wieder langsam Fahrt aufnehme, gibt es ein paar Dinge, die sich verändern – ganz leise, aber stetig.

Bei Against Fate stehen die Zeichen auf Neubeginn. Die letzten bestehenden Serien inklusive der exklusiven Folgen wandern gerade auf den Mitglieder-Podcast, an der Website wird noch gefeilt (hier fehlen noch 2 Nachlesen) – und die neue Serie steht quasi schon im Tonstudio in den Startlöchern.

Es riecht nach Neustart, nach Aufbruch – und, ja, nach diesem besonderen Gefühl, das immer dann kommt, wenn man das Chaos geordnet, aber die Leidenschaft behalten hat.

Kurz gesagt: Ich bin erschöpft, aber inspiriert.
Leer – und doch voller Pläne.
Ein schöner Zustand, eigentlich.
Fast poetisch und ein wenig melancholisch.
In diesem Sinne wünsche ich euch schöne Herbsttage

Euer Thomas.


Das Podfluencer Festival 2025

Schon beim ersten Schritt in die Location war klar: Das hier wird kein Medienevent mit PowerPoint und Networking-Gesicht, sondern eher ein Familiengeburtstag mit WLAN-Anschluss.
Überall Umarmungen, Lachen, ein Buffetgeruch, der sich wie ein sozialer Kitt zwischen den Mikros ausbreitete – und über allem dieser Satz, der zum Festivalmotto wurde:
„Thomas, das Mikro heult!“
(Es heulte übrigens bis zum Schluss. Vermutlich aus Rührung.)

Ich war als Audio-Mensch vor Ort – also der Typ, der in jedem Satz „EQ“, „Hall“ oder „Phantomspannung“ unterbringt und trotzdem nie gelobt wird, wenn alles funktioniert.

Aber genau das ist ja das Wesen des Tones: Er wird nur bemerkt, wenn er fehlt.
Man könnte sagen: Audio ist wie Liebe – erst, wenn’s pfeift, merkt man, dass sie da war.

Moderiert wurde das Festival von Jahnsi und Helmut – zwei charmante Mischungsexperten aus Show, Witz und Krisenintervention.
Und dann die Workshops – eine Kette aus Wissen, Inspiration und leichtem Wahnsinn:
Steffi und Ines erklärten, wie man im Podcast nicht versehentlich ein juristisches Minenfeld betritt, Sprachtrainerin Mag. Angela Kiemayer ließ uns atmen, als hinge das Seelenheil davon ab (was, im Rückblick, gar nicht so falsch war), und Christoph Grasser zeigte, wie man mit Auphonic aus klanglichem Chaos eine Art orchestrierte Vernunft bastelt.

Und dann ich – der sozial verlegene Erzähler mit Sendungsbewusstsein – mitten in diesem bunten Treiben, mit einem Workshop über Storytelling.
Der Saal war voll, die Menschen wach, und mein innerer Skeptiker musste kapitulieren, als tatsächlich niemand einschlief. Applaus. Freude. Und dieses seltene Gefühl, dass man etwas richtig gemacht hat, obwohl man nur sich selbst geblieben ist.
Angela Kiemayer und ich wollten das danach noch kurz philosophisch vertiefen – aber dann, natürlich, heulte das Mikro wieder.

Später bekam ich von Magdalena Gschnitzer ihr Buch „Hope – Jeder kann die Welt verändern“ geschenkt – mit Widmung.
In diesem Moment, ich schwöre, spielte eine unsichtbare Violine Beethovens Mondscheinsonate, während irgendwo ein Lautsprecher leise schniefte.

Das Programm auf der Mainstage? Ein einziges Feuerwerk: Daniel Flege von Letscast, Franziska mit Local Vibes, „Pitch your Podcast“ mit Gio, Marie und Carina – und natürlich Wild & Fremd von Tore Klein.
Und dann kam das große Quiz – eine Mischung aus „Jeopardy“, „Lachflash“ und „Wer wird Millionär, aber ohne Million“.
Tally von Gefühlsecht und ich kämpften uns durch Fragen, deren Sinn und Antwort ungefähr so klar waren wie ein schlecht komprimiertes MP3.
Wir gewannen trotzdem. Und zwar mit Würde, Witz und der Unterstützung von Jokern, die uns offenbar mehr mochten als die Statistik.

Die Podfluencer Awards schließlich krönten das Ganze:
Jess von Grabesstille, Steffi & Ines mit Jura und Trash, Anja von Onewards, Recht Interessant und – wieder Jura und Trash – alle geehrt, beklatscht, gefeiert.
Ein Abend voller verdienter Glanzmomente.

Hinter den Kulissen tobte derweil das übliche Paralleluniversum der Technik:
Kabel verhedderten sich in existenziellen Fragen, Beamer verweigerten jegliche Kooperation, und irgendwo fragte sich der Vermieter, ob das hier wirklich so geplant war.
Zum Glück gab es Michael Czesun, den Patronus der Podfluencer, der in Momenten völliger Systemauflösung mit stoischer Ruhe alles wieder in Gang brachte.

Wenn man mich fragt, bei wem man sich zuerst bedanken soll – ich wüsste nicht wo anfangen. Also nehme ich meine persönlichen Momente dafür.

Da ist zunächst Jess, die mit ihrer unnachahmlichen Art zu erzählen und aktiver Teilnahme meinen Workshop vor so mancher peinlicher Stille bewahrt hat. Danke ebenso an Nele von den Rückspulhelden, die mir immer wieder über so manchen nervösen Moment geholfen hat, indem sie mich mit ihren aufmunternden Gesten und Blicken anfeuerte. Beide haben mich im Vorfeld des Workshops unglaublich motiviert und aufgebaut. Ich weiß, ich bin so manchem auf die Nerven gegangen mit meiner Nervosität.

Die Abteilung Verpeilung die mir so ans Herz gewachsen ist! Und Mister Oberverpeilt: Marcel – den Jungen hab ich so lieb gewonnen, das ich ihm einen Karton steirisches – also echtes! – Kürbiskernöl versprach. Und er mir einen sehr speziellen Whiskey. Das wird ein Gaumenfest an beiden Enden. Daniel von Letscast, der wie immer viel mehr ein Freund als ein Hosting-Partner ist und stets auch mit gutem Rat zur Seite steht.

Der Namen sind so viele!
Tally, die so gerne mit mir gemeinsam die Quizrunden gemacht hat und die einen besonderen Platz in meinem Herzen hat, Jahnis, als Freund; Ben als Kumpel deutschester Sachlichkeit, mit dem man so tolle Gespräche haben kann.

Corinna vom ReadingPodcast für unglaublich lustige und feine Minuten und Momente – ach seid mir nicht bös, wenn ich einfach global Danke sage!

Und dann, irgendwann, war alles vorbei.
Das Licht aus, der Kaffee kalt, die Stimmen heiser.
Zurück blieb diese eigenartige Mischung aus Erschöpfung und Euphorie – wie nach einem zu langen, aber wundervollen Gespräch, das man nicht beenden wollte.

Ich stand da, ein bisschen leer, ein bisschen voller Glück – und dachte:
Gute Dinge sind oft weit weg. Aber wenigstens gibt es sie.
Und wenn sie klingen, dann so – nach Freundschaft, Chaos und Herz.

DANKE!

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