Passa al contenuto principale

Prolog | Jägerherz & Hexenkuss

Aktuell habe ich zwar Abstand vom aktiven Schreiben an sich genommen, allerdings ist der erste Teil dieser Geschichte schon lange fertig. Irgendwie möchte ich zumindest schon mal ein wenig davon mit dir teilen, zumal Jägerherz & Hexenkuss im Gegensatz zu Rausch des Blutes komplett aus meiner Feder stammt.

Da sich alles noch im Aufbau befindet, ist noch nichts testgelesen oder lektoriert, daher kann sich durchaus noch etwas ändern und wirkt womöglich es unsauber. Sieh mir das in diesem Stadium bitte nach. 😉

Worum geht es?

Vor einigen Jahren (schon so lange her …) habe ich ein Soloabenteuer für eine Freundin geschrieben, das in der Welt von HeXXen 1733 spielt. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen: Es ging um Ereignisse, die ihr Charakter ohne die Gruppe erlebt hat, die aber einige Dinge in seiner Entwicklung anstoßen sollten. Wir alle sind keine Fans von “Charakter XY kann plötzlich dies und das, hat aber nichts dafür getan, außer XP auszugeben!”. Daher ein Abenteuer, um eine etwas logischere Grundlage zu schaffen.

Aus dem Spielsystem von HeXXen 1733 habe ich nichts Lizensiertes direkt übernommen, sondern eigentlich nur ein wenig Inspiration für das Setting. Daher erscheint die Geschichte komplett ohne Kenntnis von oder Bezug zu Ulisses Spiele.

Ursprünglich war das Projekt als Kurzgeschichte für “Story One” gedacht gewesen. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass die Bedingungen und Einschränkungen dieses Formats der Geschichte nicht gerecht werden, sodass ich beschlossen habe, ein komplettes Buch daraus zu machen. Die Kapitel sind aufgrund dieses ersten Plans aber noch recht kurz, was ich sogar recht angenehm finde. Im Verlauf werden sie dann etwas länger.

Einen richtigen Klappentext gibt es noch nicht, in Papyrus habe ich mein Projekt aber bereits grob umrissen.

Die Geschichte

Als Jäger muss Kassian sich mit den finstersten Kreaturen aus den Abgründen der Hölle auseinandersetzen. Nun holt ihn ein besonders düsterer Teil seiner Vergangenheit ein, bei dem nicht nur das Leben seiner Schwester, sondern auch seine eigene Seele auf dem Spiel steht. Inmitten dieser Tortur findet er mit Alva unverhofften Beistand, doch was als rettendes Licht erscheint, droht ihn schließlich vollends ins Verderben zu reißen.

Prolog

Mit einem feuchten Schmatzen platzierte Kassian den blutigen Leinenbeutel mit der stinkenden Trophäe der Gruppe auf dem polierten Holztisch des Bürgermeisters. Jaques hatte sich gegen den Gestank ein Spitzentaschentuch vor Mund und Nase gepresst, als ob das Angesichts seiner mit Blut und Dreck beschmierten Kleidung einen Unterschied gemacht hätte. Seine aristokratischen Kleider standen ebenso vor Schmutz wie Walpurgas Söldnerkluft und Kassians Rüstung.

Vor ihnen verzog das Oberhaupt des Dörfchens, das seit Wochen von einer Vettel terrorisiert worden war, angewidert das Gesicht und überließ es Kassian mit einem Wink, den Beweis für ihre erfolgreiche Jagd aus dem versifften Stoff zu befreien.

Die furchige, verzerrte Visage der Hexe war kreidebleich, aber aufgedunsen wie ein Trinkschlauch. Die milchigen Augen waren nach hinten in den Schädel verdreht, das dünne Haar klebte nur noch in vereinzelten Büscheln an ihrem Kopf. Hinter sich hörte Kassian das Würgen eines Kammerdieners, dicht gefolgt von einem unschönen nassen Geräusch und einem vertrauten, sauren Gestank.

»Gott steh uns bei«, presste unterdessen der Bürgermeister ekelerfüllt hervor. »Fort damit!« Eine Wache mit widerstandsfähigerem Magen kam dem Befehl nach und schaffte den Kopf der erlegten Vettel vom Tisch, auf dem lediglich ein klumpiger Blutfleck zurückblieb. »Ihr wart erfolgreich, also sollt ihr den vereinbarten Lohn erhalten«, verkündete der Bürgermeister kurz darauf.

Wie auf Kommando trat Jaques erhobenen Hauptes vor und bedeutete Kassian mit dem Fuchteln seiner freien Hand, er solle zurücktreten. Zähneknirschend folgte Kassian der Aufforderung des Franzosen und verfolgte schweigend, wie ein Säckchen mit Münzen den Besitzer wechselte, Jaques sich albern verbeugte und auf dem Absatz kehrtmachte, um das Rathaus zu verlassen, nicht ohne Kassian und Walpurga mit einem Schnipsen zu bedeuten, ihm zu folgen, als seien sie zwei Köter an seiner Leine.

Argomento Jägerherz & Hexenkuss

2 commenti

Vorresti vedere i commenti?
Abbonati a Ascira Art e partecipa alla conversazione.
Sostieni