Du interessierst Dich für Dich selbst und Deine Beziehungen. Deshalb liest Du diesen Artikel bei »Aufklärung tut Not«. Das Smartphone (Handy) sollte nicht mehr Platz einnehmen als der Partner1.
Hallo, bei »Aufklärung tut Not«,
der Beziehungskiller Handy ist heute allgegenwärtig. Gerade gab es eine Studie (Si apre in una nuova finestra) zu lesen, wie sehr das Smartphone, und andere Endgeräte, das Leben der Jugendlichen vereinnahmt. Oder anders gesagt, wie sehr sie sich vereinnahmen lassen.

Sämtliche Inhalte sind kostenfrei abrufbar. Deine Unterstützung wäre deshalb sehr hilfreich für mich.🙂
Und nein! Ich lehne das Internet nicht kategorisch ab. Grundsätzlich geht es immer darum, ob wir zu einem gesunden Umgang in der Lage sind. Interessant zu lesen ist, dass weibliche Jugendliche mehr Zeit am Smartphone verbringen als männliche Jugendliche. Männliche Jugendliche sitzen hingegen mehr vor dem PC.
Was sagt uns das?
Beziehungskiller Handy
Es ist natürlich völliger Quatsch. Ein Gerät kann eine Beziehung nicht zerstören. Das machen wir ggf. schon selbst. Also Du oder Dein Partner. Wie Du mit Deinem Partner umgehen solltest bzw. welche Aspekte eine Rolle spielen, habe ich bereits in einem Artikel erörtert.
Doch warum lassen sich denn nun so viele Leute vom Smartphone vereinnahmen? Das sieht ja schon danach aus, die Maschine beherrscht den Menschen und nicht umgekehrt.
Nachrichten, also bin ich
Es gibt ein Buch über das Haben oder Sein, in dem der Autor Erich Fromm über die Vorzüge des Seins vs. Habens schreibt. Doch so wollte der Autor seine Ausführungen wohl eher nicht verstanden wissen.
Ein Sein, weil wir viele Nachrichten bekommen, die wir mit einem Gerät, welches wir haben, empfangen.
Und genau das bietet ein Smartphone. Wir können es besitzen und gleichzeitig, vermeintlich, sein, weil wir verbunden sind mit anderen Menschen und Orten. Diese Suggestion des Verbundenseins gaukelt uns auch vor, zu sein. Dies gilt umso mehr, je früher das Smartphone Einzug in den Alltag hält.
Erreichbarkeit
Na klar. Das Smartphone ist ein mobiles Endgerät. Damit sind wir, wenn wir es mit uns herumschleppen, stets erreichbar; sogar nachts, wenn wir es angeschaltet auf dem Nachtisch liegen haben.
Das ist schon eine feine Sache, oder? Doch die Möglichkeit, erreichbar sein zu können, dreht sich schnell; und zwar sowohl im privaten als auch Beruflichen. Es wird zum Zwang, erreichbar zu sein.
Ablenkung vs. Achtsamkeit
Nicht nur während des Autofahrens, sondern auch beim Überqueren einer Straße können wir uns ablenken. Dem ein oder anderen mag das hilfreich erscheinen. Doch auch an der Haltestelle, beim Warten in einer Arztpraxis, wenn wir unseren kleinen Sohn oder unsere kleine Tochter im Kinderwagen schieben oder wo oder wann auch immer wir Zeit haben, können wir uns mit einem kleinen Spiel oder dem Schreiben einer Nachricht ablenken. Auf diese Weise sind wir nicht mehr im Hier und Jetzt; nicht achtsam und nicht gegenwärtig. Toll!
Kreativität
Wenn wir kreativ sein wollen, brauchen wir kein Musikinstrument mehr. Auch keine Leinwand oder eine Fotokamera. Auf einen Desktop-PC oder Laptop können wir ebenfalls verzichten. Egal wann wir wo auch immer sind, können wir uns kreativ beschäftigen.
Und das alles auf einer zwei-dimensionalen Fläche. Fantastisch!
Beziehungskiller Handy – Fazit
Der Beziehungskiller Handy entfaltet aus unterschiedlichen Gründen seine Wirkung; beziehungsweise übt seine Faszination aus.
Das Smartphone bringt durchaus Vorzüge mit, die sich allerdings bei vielen Mitmenschen als Nachteile entpuppen. Zeitmangel, mangelnde Aufmerksamkeit, Gegenwärtigkeit und Achtsamkeit können die Folge sein.
Bis zum nächsten Mal
Freundliche Grüße
Michael Ueberschaer
Partner meint auch Partnerin, Ehefrau und Ehemann ↩