von Bernd Schwickerath und Christoph Fetzer
In der Kolumne „Best-of-seven“ blicken wir auf die Highlights der Eishockey-Woche.
Thema der Woche: Der 1000-Punkte-Leon
(Si apre in una nuova finestra)Gab es die „Zigarette danach” für Leon Draisaitl? Wir wissen es ehrlich gesagt nicht, ob er sich nach seinem 1000. Scorerpunkt in der NHL eine gegönnt hat. Aber dass Draisaitl (und seine Mannschaftskollegen) Humor haben, zeigte sich nach dem Jubiläum auf jeden Fall. „Smoking his way to 1000 NHL points” stand auf den T-Shirts, die die Oilers-Spieler Draisaitl zu Ehren trugen. Und es war natürlich eine Anspielung auf das Foto mit Zigarette, das Leon Draisaitl von seiner Hochzeit im Sommer gepostet hat.
1000 Punkte in der NHL. Nur gut 100 Spieler haben das geschafft. Unter den aktiven Spielern sind es sogar nur 13. Draisaitl ist (natürlich) der erste Deutsche, der den Meilenstein erreicht. Und diese Grafik veranschaulicht, wie weit er damit vor allen anderen Deutschen liegt, die in der NHL gespielt haben oder immer noch spielen.

Mehr als doppelt so viele Punkte wie Marco Sturm – und das im Alter von erst 30 Jahren, Draisaitls Karriere wird ja noch ein paar Jährchen dauern. Schon Wahnsinn, wie er aus deutscher Sicht alles bisher Dagewesene pulverisiert. Er war der erste deutsche Topscorer, der erste deutsche MVP, der erste deutsche Toptorjäger, der erste deutsche Weltklasse-Spieler in der NHL. Und natürlich auch der erste Deutsche, der sich bestbezahlter Eishockeyspieler der Welt nennen durfte.
Es gab Zeiten, das hätte man nicht einmal davon zu träumen gewagt, dass ein deutscher Spieler in der NHL die 50 Tore oder die 100 Punkte durchbricht. Für Draisaitl ist beides mittlerweile Normalität geworden. Bei 55 Toren und 128 Punkten stehen seine Bestwerte. Und die beeindruckenden 1,22 Scorerpunkte pro Regular-Season-Spiel kann Draisaitl in den Playoffs sogar noch toppen: Da steht er bei 1,47 Punkten pro Spiel.
Dabei vergisst man schnell, dass Draisaitls Start in die Liga alles andere als rund lief. Nachdem er 2014 an Nummer drei gedraftet wurde, musste er in seiner ersten Saison zurück in die Juniorenliga WHL. Sein Skating sei noch nicht gut genug, hieß es damals.