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How to — feministische Erziehung

Häufig werde ich gefragt, wie ich meinem Sohn beibringe, ein Mann zu werden, der Gleichberechtigung versteht und lebt; wie ich ihm Feminismus nahelege, ohne dass er in Abwehr geht und ob ein pädagogisches Konzept dahinter steckt. Gerne, hier für euch alle — ein how to!

Illustration: Falko Walter
Wie man Jungs für Feminismus gewinnt, ohne sie zu verlieren

Es beginnt fast immer mit demselben Moment: Ein Junge hört das Wort Feminismus, rollt die Augen und macht dicht. Die Schultern gehen hoch, das Kinn vor, der Blick sagt sind ja nicht alle so. Was folgt, ist in der Regel kein Gespräch, sondern ein Schlagabtausch, bei dem beide Seiten verlieren. Das muss nicht so sein. Es sollte nicht so sein. Und es gibt — das zeigt die pädagogische Forschung zunehmend deutlich — konkrete Wege, wie man Jungs nicht gegen die Wand, sondern in die Debatte holt. Bevor man aber jemanden abholen kann, muss man wissen, wo er steht. Und warum.

Warum Jungs abwehren und was das mit ihnen macht

Bei Gleichstellungsthemen (und vielen weiteren Themen) beobachten Fachleute eine hohe Emotionalität unter Männern. Zahlen und Fakten, etwa zum Gender Pay Gap, werden mit Argumenten erklärt wie das ist nicht meine Schuld oder Frauen wollen keine Führungsposition. Strukturelle Probleme werden komplett übersehen. Das ist kein Zufall und keine pure Boshaftigkeit. Es ist das Ergebnis einer Sozialisation, die Jungs beigebracht hat, dass ihr Wert stark daran hängt, kompetent und unangefochten zu sein. Wer das System infrage stellt, das diesen Wert definiert, greift damit scheinbar den Jungen selbst an. Auch viele Erwachsene nehmen diese Gesellschaftskritik sofort persönlich und können ihr Ego nicht beiseite stellen. Wie sollen es dann Heranwachsende schaffen? Eine Argumentation mit Zahlen und Fakten ist daher häufig weniger erfolgreich als ein emotionaler Zugang zum Thema. Das ist der erste, entscheidende pädagogische Hinweis. Nicht: weniger Fakten. Sondern: Fakten erst dann, wenn eine Verbindung da ist. Beziehung über Rechthaben zu stellen, ist ein guter Leitgedanke.

Die zwei Pyramiden — Werkzeuge für ein ehrliches Gespräch

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