John und Esther sowie ihre Kinder Alba und Philipp verbringen die Ferien in Südfrankreich in einer prachtvollen Villa. Auch wenn sich John und Esther nur schwer von ihren Jobs lösen können, scheint der Urlaub perfekt zu sein. Doch eines Abends kommt es zu einem Unfall mit dem Auto, bei dem eine junge Frau zu Schaden kommt. Als Entschädigung stellt die reiche Familie das Unfallopfer namens Theodora als Dienstmädchen ein. Stück für Stück verändert sich das Leben der Familie dadurch, Theodora verdreht allen den Kopf. Sie scheint eigene Ziele zu verfolgen, die im Verborgenen liegen.
Delicious aus dem Jahr 2025 ist das handwerklich gut gemachte Spielfilmdebüt der deutschen Schauspielerin und Drehbuchautorin Nele Mueller-Stöfen. In den Hauptrollen sehen wir Fahri Yardim, Valerie Pachner und Carla Díaz.
Ich begrüße jeden deutschen Genrefilm und dieser hat eine interessante Story-Idee sowie gesellschaftskritische Ambitionen, ist im Gesamtbild aber mehr als ärgerlich. Leider wird Delicious erst nach etwa 80 Minuten spannend, um dann nur noch fünfzehn Minuten zu laufen. Bis dahin herrscht trotz unheilvoller Musik und einigen zarten Hinweisen durchgehend Langeweile. John und Esther haben Eheprobleme, Stress im Job und gehen fremd - das ist wie ARD oder ZDF gucken nur mit Horrorfilmmusik. Dramaturgisch ist das Ganze sehr schlecht gemacht. Das Unangenehmste bei Delicious ist allerdings die Tatsache, dass gefühlt nur ein Drittel in deutscher Sprache stattfindet, immer dann, wenn der uninteressante Business- und Familienkram besprochen wird. Die für den Plot wichtige Kommunikation mit Theodora findet komplett in Englisch statt. Somit ist Delicious nicht nur langweilig, sondern auch ausgrenzend.
https://www.imdb.com/de/title/tt32047217/ (Si apre in una nuova finestra)