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Macabro - Die Küsse der Jane Baxter (1980)

Jane Baxter lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in wohlhabenden Verhältnissen in New Orleans. Sie beginnt eine Affäre mit Fred Kellerman und trifft sich heimlich mit ihm. Als ihre Tochter Lucy dies mitbekommt, ertränkt das diabolische Mädchen ihren kleinen Bruder in der Badewanne, um die Mutter unter einem Vorwand nach Hause zu locken. Jane und Fred eilen zu ihr nach Hause; auf dem Weg dorthin kommt es zu einem schweren Autounfall, bei dem Fred stirbt. Ein Jahr später zieht die traumatisierte und mittlerweile geschiedene Jane alleine in die Wohnung, in der sie sich immer mit Fred traf. Der blinde Vermieter Robert Duval hat gute Ohren und hörte Jane bereits beim Sex mit Fred gerne zu, während er seine Trompete polierte. Als das theatralische Gestöhne jedoch anhält, obwohl Jane völlig allein in der Wohnung ist, wird Robert skeptisch und beginnt zu ermitteln. Er findet heraus, dass Fred bei dem Unfall enthauptet wurde und Jane dessen Kopf im Tiefkühlfach ihres Kühlschranks aufbewahrt, um damit regelmäßig zu masturbieren. Bald bemerkt auch Lucy Janes nekrophiles Treiben und droht ihrer Mutter mit einer erneuten Einweisung in die Psychiatrie. Wütend ertränkt Jane daraufhin ihre Tochter in der Badewanne. Jetzt dringt Robert in Janes Wohnung ein; es kommt zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der Jane unglücklich in einem Heizofen getötet wird. Als Robert auf der Suche nach Lucy Janes Bett durchsucht, findet er in ihrem Liebesnest Freds Kopf, der ihn in den Hals beißt.

Macabro - Die Küsse der Jane Baxter ist ein italienischer Low-Budget-Horrorfilm aus dem Jahr 1980 und das Regiedebüt von Lamberto Bava, der später die Kultfilme Dämonen 2 (1985) und Dämonen (1986) drehte. Die Hauptrollen sind mit Bernice Stegers als Jane Baxter, Stanko Molnar als Robert Duval und Veronica Zinny als Lucy Baxter besetzt. Das Drehbuch schrieben Antonio und Pupi Avati; letzterer ist auch als Drehbuchautor von Die 120 Tage von Sodom (1975) bekannt.

Macabro - Die Küsse der Jane Baxter ist ein ruhiges, aber makabres Kammerspiel. Obwohl die Gore-Elemente hier auf ein Minimum beschränkt sind, bietet das Horrordrama eine fiebrige und transgressive Story sowie einen gelungenen Spannungsaufbau und überrascht am Ende mit einigen wirklich unerwarteten und ekligen Szenen. Das Beste an den Italo-Schockern aus den 80er-Jahren ist unter anderem die Tatsache, dass hier gezeigt und nicht erklärt wird, wie es in zeitgenössischen Filmen oft der Fall ist.

Liebhaber des italienischen Genrekinos jener Zeit sollten einen Blick riskieren; ich mochte diesen nekrophilen Fiebertraum irgendwie.

https://www.imdb.com/de/title/tt0080764/ (Si apre in una nuova finestra)
Argomento Film