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Dandy (1988)

Dandy nimmt uns mit ins Berlin der 1980er-Jahre. Vermeintlich unzusammenhängende Szenen, die an die Cut-Up-Methode der Beat-Generation erinnern unterhalten und quälen uns beim Zuschauen. Das ist gewollt, die Aussage ist zielgerichtet, die Aussage ist zutiefst pessimistisch - passend zu dieser Zeit und den Protagonisten des Films. Blixa Bargeld, Nick Cave, Gudrun Gut, Lene Lovich, Nina Hagen und andere stehen nicht nur musikalisch für diese Weltsicht. Angelehnt an Voltaires Roman "Candide oder der Optimismus", der dümmliche Philosophen, wie Gottfried Wilhelm Leibniz, von der Grausamkeit der Menschen und der Welt überzeugen wollte, ist Dandy purer Post-Punk.

Peter Sempels experimenteller Musikfilm aus dem Jahre 1988, in dem verschiedene Musikstile von Klassik bis Industrial aufeinandertreffen, ist eine philosophische Reflexion über die elementaren Fragen des Lebens. Vor allem aber steht der postmoderne "Dandy" Blixa Bargeld, Kopf der Industrial-Band Einstürzende Neubauten, im Mittelpunkt des Werks; die Kamera folgt ihm durch seine verrückt-kreative Welt. Die in Englisch und Deutsch kommentierte Bilder-Collage fängt hervorragend das Lebensgefühl dieser Zeit ein und überzeugt mit seiner fantastischen Ästhetik. Für Fans von guter Musik und dem freien Leben des West-Berlins der 80er-Jahre muss das ein Kultfilm sein.

https://www.imdb.com/de/title/tt0092824/ (Si apre in una nuova finestra)
Argomento Film