In einer Welt, in der Menschen Tiere sind, lebt "Hund" im New York der 1980er-Jahre. Hund ist sehr einsam, daher baut er sich einen Roboter. Zwischen den beiden entwickelt sich eine enge Freundschaft, die auch romantische Züge trägt. Doch als Hund bei einem Ausflug zum Strand seinen Freund angerostet und bewegungsunfähig im Sand zurücklassen muss, kehrt er wieder in sein einsames Leben zurück. Er wird von den Tieren enttäuscht und findet doch einen neuen Freund. Ebenso der Roboter, er träumt von seinem geliebten Hund. Auch er macht nicht nur gute Erfahrungen, er verändert sich und findet wie Hund wieder einen guten Freund.
Manchmal entzweit uns das Leben und spielt uns übel mit. Die Menschen enttäuschen uns, misshandeln uns; unsere Körper und unser Wesen verändern sich. Freundschaft kann in Erinnerungen weiterbestehen, auch wenn uns das Leben längst getrennt hat. Robot Dreams ist ein spanisch-französischer Zeichentrickfilm von Pablo Berger und basiert auf der gleichnamigen Graphic Novel von der US-amerikanischen Autorin und Illustratorin Sara Varon. Der Film aus dem Jahr 2023 kommt ganz ohne Dialoge aus und schafft es dennoch mit Witz, Musik und Herz eine rührende Geschichte zu erzählen.
Robot Dreams zeigt Tiere bei Freizeit- und Alltagsaktivitäten, das geschieht so liebevoll und melancholisch, dass es bestens zu unterhalten weiß. Wir sehen lachende Gesichter und fantastische Tierdrolerien; das Setting innerhalb der US-amerikanischen Kultur der 80er-Jahre hat etwas zutiefst Nostalgisches, ohne dabei Verklärung zu betreiben. Strandausflug, Rollschuhfahren, Drachensteigenlassen - wir werden daran erinnert, was die Menschen früher taten, bevor sie digital entfremdet waren und nur noch auf Smartphones glotzten. Robot Dreams heimste völlig zurecht Dutzende Preise ein und ist ein wunderschöner, trauriger und wertvoller Film, der mich vollends überzeugte.
https://www.imdb.com/de/title/tt13429870/ (Si apre in una nuova finestra)