Am 3. November 1957 wurde die ehemalige Straßenhündin Laika mit dem sowjetischen Satelliten "Sputnik 2" in die Erdumlaufbahn geschossen und war somit das erste irdische Lebewesen im Weltall. Einige Stunden nach dem Start verstarb Laika an Überhitzung und Stress. Eine Legende besagt, dass ihr Geist zur Erde zurückkehrte und bis heute mit ihren Nachkommen auf Moskaus Straßen umherstreift.
Der österreichisch-deutsche Dokumentarfilm Space Dogs von Elsa Kremser und Levin Peter stammt aus dem Jahr 2019 und wurde mehrfach nominiert und ausgezeichnet. Jan Miserre und John Gürtler komponierten die Filmmusik. Gürtler erhielt im selben Jahr für seine Arbeit an Nora Fingscheidts Systemsprenger (2019) den Europäischen Filmpreis. Auch die Musik in Space Dogs ist mehr als gelungen. Die Erzählerstimme des Films übernahm der bekannte russische Schauspieler Alexei Walerjewitsch Serebrjakow.
Die Dokumentation begleitet eine Gruppe von Moskauer Straßenhunden und zeigt ungeschönt ihr hartes Leben. Illustriert mit Originalaufnahmen aus dem russischen Weltraumprogramm der 1950er-Jahre erzählt Space Dogs die tragische Geschichte der Straßenhunde, die im Namen der Wissenschaft gequält und geopfert wurden. Doch die Amerikaner waren nicht besser. Im "Space Race" zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion schickten die USA zwei Jahre später die Affen Able und Baker ins All, die dort wie Laika den Tod fanden. Wer einen weniger tödlichen Ausgang dieser Geschichte mit viel Sense of Wonder bevorzugt, dem empfehle ich die Science-Fiction-Grafic Novel "Primordial" von Jeff Lemire und Andrea Sorrentino. Darin sterben Laika, Able und Baker nicht im All, sondern werden entführt und kommen zurück zur Erde.
Space Dogs ist keine normale Dokumentation, der Film ist reine Poesie, traurig und überwältigend mit einem herzzerreißend schönen Soundtrack.
https://www.imdb.com/de/title/tt10655714/ (Si apre in una nuova finestra)