Fran und Miriam sind zwei bisexuelle Vampirinnen, die in Mittelengland in einem alten Anwesen leben. Ihre Nahrungsquelle sind vor allem Männer und Frauen auf der Durchreise, denen sie eine leidenschaftliche Nacht schenken, um ihnen danach auf bestialische Weise das Leben zu nehmen. Da verliebt sich Fran in eines ihrer männlichen Opfer. Das Chaos ist komplett, als die Camping-Urlauber Ann und ihre zwei dümmlichen Freunde in der Nähe des Vampiranwesens auftauchen und dem blutigen Treiben der beiden Vampirinnen auf die Schliche kommen.
Vampyres - Lust auf Blut ist ein spanischer Vampir-Erotik-Horrorfilm von Víctor Matellano aus dem Jahr 2015 und ein Remake von José Ramón Larraz´ Sexploitation-Klassiker Vampyres (1974) mit Marta Flich, Alina Nastase, Almudena León und Fele Martínez in den Hauptrollen.
Bei einem Film, der das Lesbo-Vampirfilmgenre wieder aufleben lassen will, aber immer noch nicht den Unterschied zwischen lesbisch und bisexuell zu kennen scheint, bin ich zunächst einmal skeptisch. Wie man sieht zu recht. Es spielen drei echte Diven aus besseren Filmzeiten mit: May Heatherly, aus Asphaltkannibalen (1980), Caroline Munro von Star Crash - Sterne im Duell (1978) und Lone Fleming, bekannt aus Die Nacht der reitenden Leichen (1971). Doch diese Besetzung reicht leider nicht aus, um an die alten Trash-Perlen nur im Entferntesten heranzukommen. Der linkische Versuch erinnert mich an die alberne Buddy-Horror-Komödie Lesbian Vampire Killers (2009) - und das ist keine schöne Erinnerung. Dieser sexistische Splatter-Quatsch wollte eine Hommage an das Erotik-Horror-Genre der 70er-Jahre sein und scheiterte dabei kläglich. Ganz so schlimm ist Vampyres - Lust auf Blut zum Glück nicht. Dennoch gelingt es Víctor Matellano nicht, die Stimmung der alten Klassiker einzufangen. Mit solch einer schrecklichen Kameraarbeit ist das auf keinen Fall möglich. Dafür wird mit Blut und Sex nicht gegeizt.
Überzeugen konnte mich Vampyres - Lust auf Blut nicht, zu langweilig und uninspiriert ist die Inszenierung; die teils seltsamen Dialoge, die komische Musik, das grottige Schauspiel und die klischeehaften Einstellungen tragen daran eine Mitschuld.
https://www.imdb.com/de/title/tt3654680/ (Si apre in una nuova finestra)