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Predator: Badlands (2025)

Dek, ein kleiner und eher schwacher Predator, wird von seinem Clan verstoßen, weil das in der kriegerischen Kultur der Yautja, wie die Predators jetzt heißen, üblich ist. Deks Bruder, der auf Befehl des Vaters den schwachen Yautja euthanasieren soll, weigert sich und wird daher selbst getötet. Dek reist mit seinem Raumschiff zum Planeten Genna, der auch "Planet des Todes" genannt wird. Dort will der junge Jäger den unsterblichen “Kalisk” jagen und töten. Mit dessen Schädel als Trophäe wäre Dek in seinem Clan rehabilitiert. Doch das ist auf einem Planeten, wo jeder Grashalm und jeder Wurm im Boden absolut tödlich ist, nicht leicht. Als Dek auf Thia, den sehr geschwätzigen Torso eines Weyland-Yutani-Androiden stößt, tun die beiden sich auf ihrem Weg zum Hort des Kalisks zusammen und lernen dabei eine rollende Äffin mit Namen Bud kennen. Doch der wahre Feind auf Genna ist eine Androidenarmee der Weyland-Yutani Corporation unter der Führung von Thias Schwester Tessa. Diese skrupellose Androidin macht ebenso Jagd auf den Kalisk. Im Laufe ihres gemeinsamen Abenteuers werden Dek, Thia und Bud gute Freunde und lernen, einander auch in ausweglosen Situationen zu vertrauen. Dek wächst dabei als Jäger über sich hinaus; er hat nun seinen eigenen Clan gefunden.

Predator: Badlands ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Actionfilm aus dem Jahr 2025. Inszeniert wurde er von Dan Trachtenberg, der für den großartigen 10 Cloverfield Lane (2016) bekannt ist und auch schon beim Vorgänger Prey (2022) Regie führte. Im siebten Teil der Predator-Filmreihe spielen Elle Fanning die Androidin Thia und Dimitrius Schuster-Koloamatangi den jungen Predator Dek.

Zunächst hatte ich etwas Schwierigkeiten in den doch sehr schnellen, actionreichen und CGI-lastigen Film hineinzukommen. Doch als die süße Rolläffin auftauchte und die Gruppe zusammenschweißte, in dem sie Dek ins Gesicht rotzte, wurde es interessant für mich. Ein Science-Fiction-Film, in dem keinerlei Menschen - nur Aliens, Androiden und viele tolle Monster - vorkommen, davon hab ich schon oft geträumt. Predator: Badlands ist genau so ein Film und doch zugleich der menschlichste des gesamten Franchises. Wir lernen an diesem originellen Werk zwei Dinge: 1. Selbst in einem Universum der Xenomorphe, der Ingenieure, der Predators und lebensfeindlicher Ökosysteme wie dem auf Genna ist das "wahre Böse" ein Konzern von der Erde. 2. Kooperation und Freundschaft siegen über Konkurrenzkampf und Hierarchie.

Hier wird die unsägliche und vor allem in den jüngeren Generationen um sich greifende "Alpha-Mann-Ideologie" dekonstruiert und der Neoliberalismus so unterhaltsam wie selten gesehen kritisiert. Als sich gegen Ende des Films Dek - nur bewaffnet mit einigen der tödlichen Pflanzen des Planeten - zusammen mit Thias Beinen, einem weißen Wurm und Bud, aufmacht, seine Freundin und seine einstige Beute zu retten, hätte ich weinen können. Aus dem Ausgestoßenen einer toxischen Kultur, in der die Individuen stets alleine kämpfen, wurde ein Wesen, das sich mit einer ganzen Biosphäre verbündet, um gegen einen technologisch übermächtigen Gegner zu kämpfen. Der Film zeigt die Wahlfamilie als Zufluchtsort der gesellschaftlich Ausgestoßenen und dass selbst die größten Monster Freunde brauchen - Freunde wollen.

Die herzerwärmende Story, die fantastischen Kreaturen und der subtile Humor machen Predator: Badlands für mich zum bisher besten Film in dieser Reihe.

https://www.imdb.com/de/title/tt31227572/ (Si apre in una nuova finestra)
Argomento Film