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The Rats: A Witcher Tale (2025)

Die "Rattenbande", eine Gruppe junger Diebe, plant einen gewagten Raubüberfall auf den Geldschatz einer brutalen Kampfarena. Doch der Schatz wird von einem Monster bewacht, weswegen sich die jungen Leute mit dem alten, versoffenen Hexer Brehen verbünden. Am Ende müssen sie nicht nur gegen einen sadistischen Söldner und Sklavenhändler kämpfen, sondern auch gegen den legendären Kopfgeldjäger Leo Bonhart.

2025 erschien die vierte Staffel von The Witcher (2019). Auf die hatte ich nun überhaupt keinen Bock. Die Serie konnte mich nicht überzeugen, und Überschriften von News-Artikeln wie "The Witcher-Star Freya Allan verteidigt queere Beziehung in Staffel 4", "Witcher-Erbe von Henry Cavill zerstört: So ersetzt die Netflix-Fantasy-Serie ihn mit Liam Hemsworth" und "Netflix trollt Witcher-Fans? Henry Cavill wird zum weinenden Emoji" ließen in mir ein bisschen die Kotze hochkommen. Dieser Serienmist, der im Netz auch noch zur Ersatzreligion gemacht wird, lässt mich schaudern.

Zeitgleich zum Erscheinen der vierten Staffel gab es den Witcher-Film The Rats: A Witcher Tale. Verbrochen hat diesen Schund Mairzee Almas, ein Veteran der drögen Fantasy-Serienunterhaltung, der bereits an Monarch: Legacy of Monsters (2023) und Sandman (2022) als Regisseur beteiligt war. Das sagt alles; das merkt man diesem Film an.

Eine Stunde lang werden Geschichten von früher erzählt und serientypische Rückblenden der Vorgeschichten einzelner Rattenbandenmitglieder füllen die Zeit aus, bis in den letzten zwanzig Minuten endlich der große Coup gelandet werden kann; etwa für zehn Minuten herrscht sowas wie Spannung. Das ist kein Film, das ist eine weitere Folge der langweiligen Fantasy-Serie.

In der knallbunten Witcher-Welt versuchen sich ein paar Models mit modernen Frisuren und LARP-Spock-Ohren als Diebe durchzuschlagen und zerstören, sobald sie den Mund aufmachen, jegliche Immersion einer Fantasy-Welt. Denn die Sprache in The Rats: A Witcher Tale ist zeitgenössische Jugendsprache, wie sie im Netz und in Streitgesprächen auf Schulhöfen verwendet wird. "Beschissene Scheiße", "Fuck", "Fick dich", "Scheiße", "Scheiße" und noch mal "Scheiße" - so geht das am laufenden Band. Wenn ich einen Fantasy-Film gucke, möchte ich kein "Chill, Mann" hören, das zerstört alles. Einziger Lichtblick ist die sympathische Schauspielerriege rund um Dolph Lundgren, der den Hexer Brehen spielt. Der Rest des Films ist wahrhaft unterirdisch. Dramaturgie und Ästhetik sind quasi nicht vorhanden; die Inszenierung ist so kitschig, klischeehaft und ungelenk wie schon in der Serie.

Ich liebe Fantasy, aber das hier hat längst nichts mehr mit den großartigen Werken eines J. R. R. Tolkien, Michael Moorcocks, Robert E. Howards oder Clark Ashton Smiths zu tun; das fühlt sich eher an, als würde man einer Gruppe von hängengebliebenen Nerds beim Dungeons&Dragons-Rollenspiel beiwohnen.

The Rats: A Witcher Tale ist grauenvoller Serienquatsch, der zeigt, dass die unsäglichen Seriensehgewohnheiten nun endgültig auf den Film übergegriffen haben.

https://www.imdb.com/de/title/tt28283547/ (Si apre in una nuova finestra)
Argomento Film